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Perfekter Auftakt für Kahle

Skoda-Pilot Kahle führt nach dem ersten Tag der Sachsenring-Rallye vor Ruben Zeltner (Mitsubishi) und WRC-Privatier Stölzel (Skoda).

Einen sportlich hochwertigen Auftakt erlebte die AvD-Rallye Sachsenring rund um Zwickau. Auf der ersten Etappe des vierten Saisonlaufs zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) konnte sich Meisterschaftsleader Matthias Kahle mit Co-Pilot Peter Göbel im Skoda Octavia WRC an die Spitze setzen.

Im Etappenziel lag das Skoda-Duo vor zwei Lokalmatadoren: Gaststarter Ruben Zeltner mit Ehefrau Petra auf dem Beifahrersitz konnte im Sachsenring-Lancer mit einem Rückstand von 0:48,8 Min. Platz zwei erobern.

Als Gesamt-Dritte gehen der Zwickauer Maik Stölzel und Co-Pilot Thomas Windisch auf dem privat eingesetzten Octavia WRC in die Übernachtungspause.

In der heiß umkämpften Super-1600-Meisterschaft machten Sven Haaf/Michael Wenzel (Citroën Saxo) das Rennen: Sie eroberten auf den selektiven Asphaltprüfungen rund um Zwickau den vierten Gesamtrang und setzten sich damit in ihrer Division vor Niki Schelle/Katrin Becker (Suzuki Ignis Super 1600) in Führung.

Auch in Deutschland bereitet der Regen Probleme

Als eigenwilliger Regisseur entpuppte sich zu Beginn der AvD-Rallye Sachsenring der Wettergott: Nach einem Start bei Sonnenschein kam es zu einem Wetterumschwung, der das sportliche Geschehen schon ab WP 2 beeinflusste. Zwei Prüfungen mussten nach Wolkenbrüchen aus Sicherheitsgründen sogar abgesagt werden, da viele Teams auf Trockenreifen gesetzt hatten.

Auf abtrocknender Strecke entwickelte danach ein spannender Fight, den Kahle/Göbel klar für sich entscheiden konnten. Trotzdem mussten sie auch Bestzeiten abgeben: Zeltner/Zeltner sowie Frank Färber/Dr. Thomas Schünemann im HS-Lancer ließen sich zwischenzeitlich ebenfalls als WP-Schnellste notieren.

Der Kampf um die zweite Position zwischen Maik Stölzel/Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) und Zeltner/Zeltner wurde durch die Tücken der Technik entschieden: „Wir sind drei Prüfungen nur mit Heckantrieb gefahren“, ärgerte sich Maik Stölzel. Trotzdem darf der Zwickauer Lokalmatador sich über reiche Punkteausbeute für die erste Tageswertung freuen:

Das an zweiter Position rangierende Rallye-Ehepaar aus Österreich hat als Team mit Gaststarter-Status keinen Einfluss auf die Punktevergabe. Erster Höhepunkt der Rallye war der Rundkurs um die Glück-Auf-Brücke in der Innenstadt von Zwickau.

Alleine hier jubelten schon rund 5.000 Fans den DRM-Cracks zu und freuten sich über eine bislang einmalige Attraktion: Co-Pilot Peter Göbel sagte diesmal die Strecke nicht nur für Matthias Kahle an. Aus dem Cockpit des Octavias wurden seine Ansagen auch live auf die Streckenlautsprecher übertragen.

„Natürlich sind wir auf dem Rundkurs für die Fans ein wenig mehr quer gefahren, als es notwendig war“, grinste Kahle im Ziel. „Ich hatte nicht erwartet, dass ich die Führung hier so eindeutig behaupten könnte. Aber trotz des Vorsprungs kann ich mich nicht ausruhen. Für die Punkte der Tageswertung beginnt die Zeitrechnung morgen früh wieder bei Null.“

Spannender Super-1600-Fight

Hochspannung herrschte auch in der Super-1600-Meisterschaft. Den Tagessieg in der hart umkämpften Klasse sicherten sich Sven Haaf/Michael Wenzel im Citroën Saxo Super 1600. Als Gesamt-Vierte bewiesen sie, dass auf den selektiven Asphalt-Prüfungen um Zwickau auch für das Gesamtklassement mit den wendigen 1,6-Liter-Boliden zu rechnen ist.

„Wir haben heute das Glück gehabt, dass unsere Konkurrenten Fehler gemacht haben oder technische Probleme hatten. Sonst hätten wir den Tagessieg nicht so locker nach Hause fahren können.“

Zweiter in der Super-1600-Klasse wurden Niki Schelle/Katrin Becker, die mit der achten Gesamtposition abschlossen. „Es hat alles gepasst – wir können wirklich zufrieden sein“, so Schelle im Etappenziel. Der WM-Heimkehrer hatte vor dem Start der AvD-Rallye Sachsenring die Erfolgsaussichten seines vor allem für Schotterstrecken entwickelten Suzuki Ignis im Super-1600-Trimm noch skeptisch beurteilt.

Ganz hart traf es auf der ersten Etappe den amtierenden Super-1600-Champion: Carsten Mohe musst seinen Renault Clio nach zwei Reifenschäden in Folge abstellen.

Youngster Maik Steudten glänzt in der Gruppe N

Eine tolle Vorstellung eines jungen Rallye-Piloten erlebten die Fans rund um Zwickau in der seriennahen Gruppe N. Maik Steudten (27) konnte mit Co-Pilot Thomas Fuchs im Merten-Lancer gleich zwei Mal die Bestzeit im ureigensten Revier des Lancer-„Herminators“ und amtierenden DRM-Champions Hermann Gassner holen.

Auch, wenn er sich in der Gruppe-N-Wertung einmal mehr Hermann Gassner/Siegi Schrankl im Kathrein-Lancer beugen mussten, konnte er auf neunter Gesamtposition wichtige Punkte in der Tageswertung holen und strahlte: „Mit diesem Ergebnis kann ich mehr als zufrieden sein. Außer der zweiten WP heute, wo wir auf regennasser Strecke mit Trockenreifen fahren mussten, hat alles sehr gut geklappt.“

In der „kleinsten“ DRM-Division (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) setzten sich Frank Höhner/Oliver Schumacher im Honda Civic vor ihren Markenkollegen Michael Stapel/Jürgen Breuer durch.

Einen harten Kampf lieferten sich die Piloten in der seit diesem Jahr neu eingeführten Division für seriennahe Dieselfahrzeuge. Hier konnten sich Markus Fahrner/Marcus Poschner im Skoda Fabia RS TDI in Führung setzen. Sie gehen vor Siegfried Steinacker/Björn Röhm (VW Golf TDI) in die zweite Etappe.

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