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ARC, Mühlstein Rallye: Vorschau
Fotoa: Philip Brunner, Harald Illmer, privat

Bunt gemischtes Feld aus sieben Ländern

Die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wartet mit 77 Teams aus 7 Ländern auf!

Mit Startnummer 1 bringt der Tscheche Adam Brezik Europameisterschafts-Flair nach Schwertberg.

In der Austrian Rallye Challenge sind sämtliche Topteams am Start.

Und: Christoph Zellhofer erstmals wieder im Rally2, Comeback von Gerald Rigler, Martin Kalteis und Lokalmatador Martin Rossgatterer. Dazu kommen zwei reine Damenteams und einige Rookies…

77 Teams aus 7 Ländern werden beim Comeback der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor (7. und 8. August) die sieben Sonderprüfungen über 85,96 Kilometer in Angriff nehmen. Schon am Freitagabend können sich die Teams beim Shakedown auf die Rallye einstimmen und bei der „Sprung Challenge“ die Fans erfreuen.

Orga-Chef Peter Medinger zeigt sich erfreut: „Wir sind mit dem Nennergebnis ziemlich happy. Erfreulich sind neben zwei Teams aus der Europameisterschaft (ERC) auch zwei reine Damenteams. Außerdem sind aus der Austrian Rallye Challenge nahezu alle Top-Teams am Start. Was uns noch freut: Es starten wieder viele Rookies - das hat bei uns offenbar Tradition. Schön, dass es immer wieder einige Menschen gibt, die das große Abenteuer Rallye wagen. Insgesamt ist unser Starterfeld ein bunter Mix, der sich sehen lassen kann.“

Rally2: Adam Brezik bringt Europameisterschafts-Flair

Als Vorbereitung auf die eine Woche nach der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor stattfindende ERC Barum Rallye nützt der 30 Jahre alte Tscheche Adam Brezik seinen Start im Mühlviertel. Brezik zündet mit Copilot Zdenek Belak einen Skoda Fabia RS Rally2 und liegt in der Tschechischen Meisterschaft als Tabellenvierter direkt vor Simon Wagner. In Österreich konnte Brezik 2022 bereits die Blaufränkischland Rallye gewinnen und wurde im gleichen Jahr Zweiter bei der Rallye Weiz. Diesmal jedoch hat er eine schwierige Aufgabe vor sich - sein Sprecher erklärt: „Adam hatte bei der Rally Bohemia einen schweren Unfall und möchte zunächst einmal wieder das Vertrauen zurückfinden, ehe er sich der Abstimmung für die Barum Rallye widmet.“ Als Top-Favorit muss Adam Brezik auf jeden Fall gesehen werden…

Mit Startnummer 2 wird Christoph Zellhofer erstmals seit der Herbstrallye 2024 wieder einen Rally2-Boliden zünden - gemeinsam mit seiner deutschen Copilotin Anna Maria Seidl pilotiert er einen vom ZM Racing Team eingesetzten Ford Fiesta Rally2 Mk2. Zellhofer beteuert: „Es ist jetzt doch schon eine Zeit her, dass ich mit einem Rally2 gefahren bin und für mich ist es wichtig, dass ich wieder ins Fahren komme mit diesem Auto, das sich doch ganz anders fährt wie mein gewohnter Proto. Ich hoffe, dass ich ausnutzen kann, was das Fahrzeug hergibt.“ Der Sohn von Max Zellhofer schließt mit einer klaren Ansage: „Ein Top 3-Platz wäre realistisch.“

Ein Comeback gibt Gerald Rigler in einem von RM Racing Austria eingesetzten Ford Fiesta Rally2 - der ARC-Clubmeister 2014 ist seit seinem zwölften Platz bei der Jännerrallye 2023 nicht mehr im Bewerb gestartet. Seine Motivation ist wie immer: „Ich will Spaß haben, den Fans eine Freude bereiten und trotzdem schnell fahren.“ Weil Jürgen Heigl nach dem schweren Unfall, den er an der Seite von Marcel Neulinger am Wochenende bei der ERC Rallye Polen hatte, rekonvaleszent ist, wird Beifahrerlegende Sigi Schwarz auf dem „heißen Sitz“ Platz nehmen.

Peter Hopf und Stefan Heiland zünden einen weiteren vom ZM Racing Team eingesetzten Ford Fiesta Rally2. Er sagt: „Ich fahre für mich, um weitere Erfahrungen mit diesem Auto zu sammeln.“ Insgesamt sind neun Fahrzeuge der stärksten Klasse RC2/Rally2 am Start.

Rally3: Herr „Rossi“ sucht wieder das Glück

Ein Wiedersehen gibt es mit Lokalmatador Martin Rossgatterer. „Rossi“, wie ihn seine Freunde nennen, hat eine bewegte Geschichte mit der Rallye in Schwertberg. 2008 fuhr er bei der damaligen Mühlviertel Rallye zum allerersten Mal, 2022 wurde er bei der Perger Mühlsteinrallye Dritter, im Jahr darauf gab es einen technischen Ausfall, 2024 schließlich verhinderte ein Unfall die Zielankunft. Rossgatterer lacht: „Ja, ich habe hier schon sämtliche Höhen und Tiefen erlebt. Doch jetzt freue ich mich schon so richtig darauf, hier wieder fahren zu können. Ich betreibe viel Sport und bin topfit. Es taugt mir sehr, dass der Rallyesport wieder zurück in dieser Region ist.“ Gemeinsam mit Andreas Thauerböck zündet „Rossi“ einen von Gaßner Motorsport eingesetzten Renault Clio Rally3, mit dem er bei der Jännerrallye 2025 und 2026 jeweils den guten siebten Gesamtrang einfahren konnte. „Wir sind bei der Jännerrallye so richtig glücklich aus dem Auto gestiegen. Ich bin mit dem Clio zwar noch nie auf Asphalt gefahren, doch das werden wir meistern.“

In der Rally3-Kategorie, in der wie in der Rally2 mit Allradantrieb gefahren wird, trifft Rossgatterer auf Größen wie Roland Stengg (Foto) und seine slowenische Copilotin Rebeka Kobal oder auch auf den Deutschen Florian Auer, der bisher in der Proto-Klasse glänzen konnte und mit Elke Irlacher zum ersten Mal einen Ford Fiesta Rally3 Evo pilotieren wird. Ein weiteres Rally3-Team sind der aus der ERC bekannte Brite Charles Tuthill und seine deutsche Copilotin Katrin Becker.

Rookies: Mühlstein Rallye gut für Debütanten

Was den erwähnten Martin Rossgatterer zudem freut: „2008 fuhr ich meine allererste Rallye hier mit Christian Lindtner als Copilot. Er fuhr dann 2009 einmal selbst die Rallye in einem Fiesta ST - und jetzt kehrt er als Pilot zurück mit seiner Gattin Bianca auf dem Sozius. Das freut mich total. Mich sprechen immer wieder Hobbyfahrer an und die Mühlstein Rallye ist ein guter Boden, um sich im Rallyesport zu versuchen.“

So wird auch der 21-jährige Jonas Thürriedl sein Debüt in einem von den Gebrüdern Dirnberger angemieteten Ford Fiesta ST geben. Frisch dabei ist auch Arik Dinghofer - er pilotiert einen vom Kellner & Maier Racing Team eingesetzten Ford Fiesta ST. Das junge Team rund um Max Maier und Stefan Kellner setzt in Schwertberg sage und schreibe acht Autos ein. Eines davon ist der Fiesta ST von Mario Friesenecker, der seine zweite Rallye in Schwertberg fährt.

Protos: Max Zellhofer & das Projekt „Vollgass Reini“

In der Proto-Klasse übernimmt Max Zellhofer den sonst von seinem Sohn Christoph so erfolgreich pilotierten ZM Racing-Eigenbau Suzuki Swift ZMX. Das zweite Auto des Teams wird von Routinier Patrick Breiteneder gesteuert - doch auf dem „heißen Sitz“ erfüllt sich nun endlich Reinhold Gass einen Jugendtraum - mit 50 wollte er sein Debüt als Copilot geben, zwei Jahre später ist es nun endlich so weit. Als „Vollgass Reini“ lässt der später Quereinsteiger in den sozialen Medien seine Fans am großen Abenteuer teilhaben.

In der Proto-verbesserten Klasse sind auch bekannte Fahrer wie Reinhard Frühwald, Christoph Wögerer, Eugen Friedl oder Benjamin Lamprecht am Start.

Gruppe N: Martin Kalteis als „Geheimtipp“

Heuer zum ersten Mal startet Martin Kalteis, der wieder mit Markus Zemanek im Mitsubishi Lancer Evo VII antritt. Kalteis erklärt: „Wir haben ein Bisschen was am Auto verbessert und wollen jetzt einfach wieder Gas geben und eine Gaudi haben.“ Wer Kalteis kennt, der weiß: Der Mann ist immer für Überraschungen gut…

Kalteis pilotiert einen herkömmlichen, nicht Proto-verbesserten Allrad-Boliden - in seiner Klasse trifft er auf Piloten wie den Zweitplatzierten der Austrian Rallye Challenge, Gerolf Schuller, Lokalmatador Philipp Haneder oder den jungen Jan Dolzer.

Gern gesehener Stammgast in Österreich ist das deutsche Rallye-Urgestein Hermann Gaßner senior, der einen Toyota GR Yaris zünden wird.

Rally4: „Junge Wilde“ aus dem In- und Ausland

In der mit Frontantrieb startenden Rally4-Kategorie treffen die Österreicher Lukas Dirnberger, Max Maier oder Thomas Regner auf die tschechischen Gäste Tomas Stuksa und Tomas Vecerka, den Ungarn Robert Mate oder auch auf den Deutschen Christian Wallner, der mit Lokalmatador Michael Gallistl einen von RM Austria Racing eingesetzten Ford Fiesta Rally4 pilotieren wird.

Zwei Damenteams - Copilotin Maier mit Geburtstags-Comeback

Gleich zwei Damenteams sind im bunten Feld vertreten. Claudia Maier (vormals Dorfbauer) ist eine bekannte Copilotin, die seit 2006 mit vielen bekannten Piloten wie Luca Waldherr, Roman Mühlberger, Gerald Rigler, Max und Christoph Zellhofer aber auch mit Pilotin Viktoria Hojas gestartet ist und die 2023 2WD-Staatsmeisterin wurde. Nur wenige Fans wissen jedoch, dass Claudia Maier auch auf dem Fahrersitz eine gute Figur macht. Bis 2011 startete sie bei vier Rallyes und kam dreimal auch ins Ziel. Zu ihrem 40. Geburtstag haben ihr Freunde und Kollegen ein ganz besonderes Geschenk gemacht: „Es wurde ein Opel Corsa Rally4 vorgefahren und sie haben mich eingeladen, zusammen mit Angelika Letz ein Comeback als Pilotin zu geben. Dazu gab es einen rosa Kotflügel, auf dem alle unterschrieben haben. Das war so ein cooles Überraschungsgeschenk - da möchte ich noch einmal allen dafür danken.“ Völlig aus der Übung ist Claudia übrigens nicht: Im Vorjahr startete sie bei einem Bergrennen.

Mit Pia Steffe ist eine weitere bekannte Pilotin am Start, die mit Nadine Dolzer einen Mitsubishi Lancer Evo V zünden wird.

Historische: Europameister Tibor Erdi jr. gibt sich die Ehre

Mit dem Ungarn Tibor Erdi jr. in seinem historischen Ford Sierra Cosworth 4x4 ist eine internationale Top-Größe in Schwertberg dabei. Der 43-jährige Tibor Erdi jr. wurde 2017, 2018 und 2020 ERC2-Europameister und 2024 Historischer Europameister - 2023 und 2024 konnte er auch den EHRC-Lauf in Weiz für sich entscheiden.

Weitere starke Historische sind der aktuelle ARC-Leader Johann Georg Lindner im Ford Escort RS1600, Christian Rosner im bildhübschen Porsche 911 RS oder auch Gerhard Fragner im Mazda 323 BG.

ARC: Fast alle Top-Teams sind am Start

Beim sechsten von insgesamt neun Läufen zur Austrian Rallye Challenge (ARC) sind im Grunde sämtliche Top-Teams am Start. Allen voran die Tabellenleader Johann Georg Lindner und Hermelinde Schütter in ihrem historischen Ford Escort RS1600. Für Lindner ist es der dritte Start in Schwertberg: „Die Mühlstein Rallye ist eine relativ schnelle und anspruchsvolle Rallye und hat mir immer gut gefallen. Wir sind auf jeden Fall top motiviert.“

In der ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge trifft Hermann Gaßner auf Max Zellhofer. In der Austrian Rallye Trophy ART1 für moderne Fahrzeuge mit Allradantrieb bekommt Peter Hopf mit Christoph Zellhofer einen neuen direkten Konkurrenten. In der ART 2 für Moderne mit Zweiradantrieb wird der in Polen schwer verunfallte Marcel Neulinger wohl als Tabellenleader abgelöst. Die Veranstalter der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wünschen Marcel Neulinger und Jürgen Heigl eine rasche Genesung.

Nennliste der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor
www.muehlsteinrallye.at/2026/nennliste.html

Zeitplan der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor
www.muehlsteinrallye.at/2026/zeitplan.html

Mühlstein Rallye Radio 2026

Noir Trawniczek ist auch bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wieder auf Stimmenfang unterwegs. Zu folgenden Zeiten können die Interviews LIVE über folgenden Link empfangen werden: mixlr.com/rallye-radio-noir

Samstag, 8. August 2026

10.00 Uhr: Stimmen der Pilotinnen & Piloten nach SP2
12.15 Uhr: Stimmen der Pilotinnen & Piloten nach SP4
15.25 Uhr: Stimmen der Pilotinnen & Piloten nach SP6
17.20 Uhr: Stimmen der Pilotinnen & Piloten vor dem Ziel

LIVE:
mixlr.com/rallye-radio-noir

Zum Nachhören:
Über folgenden Link können die Interviews unmittelbar nach dem Ende des Live-Streams abgehört werden:
mixlr.com/rallye-radio-noir/showreel

Rallye Radio Noir auf Facebook:
www.facebook.com/rallyeradionoir/

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