RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Portugal und Sardinien abgesagt

WRC: Portugal und Sardinien abgesagt

Die Veranstalter wollen die beiden WM-Läufe allerdings später nachholen, während Schottland die komplette nationale Meisterschaft streicht.

Die Rallye Mexiko wurde vorzeitig abgebrochen, die Rallye Argentinien frühzeitig verschoben. Und nun gibt es wieder eine neue Version des Kalenders der Saison 2020 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC).

Sowohl die Rallye Portugal (Termin 21. bis 24. Mai) als auch die Rallye Italien auf Sardinien (Termin 4. bis 7. Juni) werden nicht wie geplant über die Bühne gehen können. Von Absage spricht man noch nicht, sehr wohl aber von Verschiebung. Grund ist die Coronavirus-Pandemie, die unter anderem diese beiden Länder stark trifft.

"Als Folge der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus werden die Rallye Portugal 2020 und die Rallye Italien 2020 auf Sardinien beide verschoben", heißt es in der Mitteilung des WRC-Promoters vom Dienstag.

Bevor man sich auf die Entscheidung verständigt hat, gab es "angesichts des Notstands in Portugal und ähnlichen Notfallmaßnamen in Italien lange Gespräche mit den nationalen Behörden beider Länder, der FIA und dem WRC-Promoter gegeben", heißt es.

Nach aktuellem Stand der Dinge würde die WRC-Saison 2020 frühestens im Sommer fortgesetzt werden. Für 16. bis 19. Juli steht das Comeback der Safari-Rallye in Kenia im Kalender. Ob dieser Termin gehalten werden kann, wird sich zeigen müssen. Afrika befindet sich derzeit am Anfang der Coronavirus-Epidemie.

Schotten sagen komplette Meisterschaft ab

Es ist die erste, aber möglicherweise nicht die letzte Saison 2020 einer Motorsportserie, die komplett ausgesetzt wird: Die Organisatoren der Schottischen Rallye-Meisterschaft (SRC) haben am Dienstag verlauten lassen, dass es in diesem Jahr keine Rallyes geben wird.

Grund ist die Coronavirus-Pandemie mit weltweit derzeit rund 400.000 Infektionen und mehr als 17.000 Todesfällen.

Das Land Großbritannien, das neben Schottland noch England, Nordirland und Wales umfasst, rangiert in der Coronavirus-Statistik aktuell an zehnter Stelle. Mehr als 6.600 Infektionen und mehr als 300 Tote wurden im Vereinigten Königreich bislang verzeichnet.

Mit der Absage der Schottischen Rallye-Meisterschaft soll ein Zeichen gesetzt werden, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus und damit der Lungenkrankheit COVID-19 einzuschränken. Die Organisatoren sprechen von einer "bedauernswerten Entscheidung, die diesjährige Meisterschaft abzusagen, während die Coronavirus-Pandemie weitergeht und weitere Event-Absagen zur Folge hat".

"Während diese Entscheidung für Teilnehmer, Organisatoren und Fans gleichermaßen schade ist, so ist sie doch die einzig vernünftige. Ein verkürzter Kalender hätte keinen Sinn ergeben, da die Bedrohung durch COVID-19 derzeit noch weitestgehend unklar ist", heißt es.
Konkret betroffen von der Saison-Absage sind vier Rallyes: Speyside-Stages, Jim-Clark-Reivers-Rallye, Schottland-Rallye und Grampian-Forest-Rallye.

Den Teilnehmern wird seitens der Organisatoren "eine volle Rückerstattung der Teilnahmegebühren" zugesichert. Und der Blick geht schon in die Zukunft: "Als Organisationsteam haben wir unseren Fokus bereits auf 2021 verlagert. Denn dann wollen wir die bestmögliche Meisterschaft ausrichten."

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain beim 8. Lauf zum Mitropa Rally Cup 2026 mit Start-Ziel-Sieg in Slowenien. Rino Muradore/Cristina Delbello (ITA) siegen in der Wertung für historische Fahrzeuge.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

WRC, Sardinien: Bericht Raith

„Was hier abging, war einfach nur mega!“

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

WRC übernimmt F1-Technik

Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto