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Wie geht es weiter mit ORM und ARC?
Foto: Harald Illmer

Wie geht es weiter mit ORM und ARC?

Absage der NÖ Rallye, Absage der Vipavska Dolina - ORM und ARC gehen die Rallyes aus. Wie geht es weiter? motorline.cc verrät die Pläne der heimischen Rallye-Entscheider...

Noir Trawniczek

„Entschieden wird das in den Meisterschaftsausschüssen der AMF - doch bei weniger als drei Rallyes erscheint es wenig sinnvoll, einen Staatsmeistertitel zu vergeben“, erklärte Michael Fehlmann, der neue Generalsekretär der AMF (Austria Motorsport) unmittelbar nach der Absage der Rallye Weiz gegenüber motorline.cc. Damals war fraglich, ob es die Niederösterreich Rallye 2020 geben wird - am Montag wurde sie offiziell abgesagt...

Ist damit die Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft 2020 endgültig „gestorben“? Aus Deutschland kam erst vor wenigen Tagen die Hiobsbotschaft, dass die DRM 2020 nicht abgehalten wird...

Doch in Österreich gibt es noch einen „Plan B“. Die Herbstrallye Dobersberg soll einen ORM-Status erhalten - dann würden mit der bereits gefahrenenen Jännerrallye, der Herbstrallye und der Rallye W4 drei Läufe die ORM 2020 bilden.

Herbstrallye mit ORM-Status?

Willi Singer, Vorsitzender der AMF Rallyekommission bestätgte diese Gedanken gegenüber motorline.cc: „Das wäre eine Möglichkeit. Die Herbstrallye wurde von uns bereits in der Vergangenheit beobachtet und ist von der Organisation her sicher in der Lage, auch als ORM-Rallye zu fungieren.“

Roman Mühlberger, Organisationsleiter der Herbstrallye Dobersberg, zeigt sich diesbezüglich offen, räumt aber zugleich ein: „Wenn uns dabei keine zusätzlichen Auflagen vorgeschrieben werden, würden wir gerne in die Bresche springen und einen ORM-Lauf abhalten.“ Dass Mühlberger dennoch skeptisch gestimmt ist, liegt an den aktuellen Covid19-„Lockerungsmaßnahmen“, die bereits zu den Absagen der Rallyes Weiz und Niederösterreich führten: „Wenn ers hier keine Änderungen gibt, sehe ich für unsere Rallye schwarz.“

Noch drastischer bringt es Helmut Schöpf, der gestern im Namen des Rallyclub Waldviertel die NÖ Rallye absagen musste, als Koordinator der Austrian Rallye Challenge (ARC) und möglicher Rallyeleiter der Herbstrallye zum Ausdruck: „Ich finde es unverantwortlich, dass die AMF nun Roman Mühlberger ins Feuer schicken will - er soll jetzt als erste Rallye ein Covid19-Konzept vorlegen. Dabei hat Mühlberger die Rallye erst 2018 übernommen. Ich habe Roman auch dringend davon abgeraten, die Rallye unter diesen Umständen abzuhalten. Meiner Meinung nach wäre es Aufgabe der AMF, ein Covid19-Konzept zu erarbeiten, das die Veranstalter adaptieren und den jeweiligen Bezirkshauptmannschaften vorlegen können.“

ARC-Veranstalter tagen am Sonntag

Apropos ARC: Am kommenden Sonntag tagen die Veranstalter der Austrian Rallye Challenge, um zu besprechen,ob und wie die ARC 2020 weitergeführt wird. Schließlich hat gestern auch die als ARC-Lauf vorgesehene Rally Vipavska Dolina eine Absage verlautbart. Auch hier werden die Covid19-Vorgaben des Gesundheitsministeriums eine wesentliche Rolle spielen...

Zwar hat vor einigen Tagen ein Sprecher des Sportministeriums gegenüber motorline.cc versichert, dass man an einer Überarbeitung der Covid19-Vorschreibungen für Veranstaltungen arbeiten werde, sodass diese für gewisse Sportarten wie Radrennen, Laufsport oder eben auch den Rallyesport besser adaptierbar werden - bislang jedoch ist keine solche Überarbeitung der bestehenden Lockerungsmaßnahmen vorgenommen worden. Zurzeit müsste man also die Fahrer zu den Maximalzahlen hinzuaddieren, womit es in punkto Zuschauer eng werden würde. Roman Mühlberger bleibt jedoch bei seiner Devise: „Ohne Zuschauer wird es keine Herbstrallye geben.“ Auch bei der Herbstrallye ist hinsichtlich Bewilligung ein gewisser Vorlauf nötig - die Entscheidung muss also in den kommenden Wochen fallen...

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