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ORM: Redstag & steirisches Doppel
Foto: Harald Illmer

Auftakt mit Redstag Extreme - steirisches Doppelpack im Juli

Die ORM scharrt in den Startlöchern: Der Auftakt beim Schneebergland-Comeback ist gesichert - Rallye Weiz und Wechselland-Rallye vorsichtig optimistisch....

Noir Trawniczek

Die Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft (ORM) fiebert einem großen, einem außergewöhnlichen Saisonauftakt entgegen: Das Comeback der Schneebergland-Rallye unter ihrem neuen Namen Redstag Rallye Extreme (18.-19. Juni) ist ein würdiger Ersatz für die Jännerrallye - in den Jahren der „Normalität“ wurde die Saison stets mit der Winterrallye, auf Schnee und Eis eingeläutet, die von der Coronaviruspandemie gebeutelte Saison 2021 beginnt zwar verspätet, dafür aber mit einer der heißesten Schotterrallyes in ganz Europa.

Veranstalter Gerwald Grössing verspricht gegenüber motorline.cc: „Wir werden auf jeden Fall fahren - natürlich hoffen wir, dass auch die Fans an die Strecken dürfen, doch wir hatten auch früher nicht die großen Zuschauermassen.“ Schmunzelnder Nachsatz: „Freilich - wenn es zu einer Lage kommen sollte, dass wir alle unsere Häuser nicht mehr verlassen dürfen, würde sich diese Frage von selbst beantworten.“ Doch ein solches Hard Lockdown-Szenario scheint angesichts der sinkenden Infektionszahlen nur noch äußerst unwahrscheinlich. So können Österreichs Rallyefans vielmehr darauf hoffen, dass Zuschauer erlaubt werden - konkret wissen wird man es anhand neuer Verordungen und den Reaktionen der jeweiligen Bezirkshauptmannschaften.

Man darf gespannt sein, wie viele Teams für die extrem anspruchsvolle Schotterhatz rund um das malerische Rohr im Gebirge nennen werden - denn Mastermind Gerwald Grössing macht keine Anstalten, der als materialmordend „verschrieenen“ Rallye die „Giftzähne“ zu ziehen, ganz im Gegenteil, Grössing betont auf der Website der Redstag Rallye Extreme: „Es wird wohl das brutalste Rennen der gesamten Saison.“ Auf den 120 SP-Kilometern haben sich in der Vergangenheit „unglaubliche Stories und Dramen abgespielt“, heißt es auf der Website. Grössing höchstpersönlich erlebte dort 2018 einen Worst Case Scenario Crash, erklärte hernach seine Karriere und auch die Rallye für beendet. Jetzt sollen gleich beide ein Comeback feiern, zumindest lautet eines der jüngsten Gerüchte, dass Grössing es sich nicht nehmen lasse, seine Rallye selbst unter die Räder zu nehmen.

Offen für Elektro

Im Gespräch mit motorline.cc zeigt sich der Charakterkopf auch in punkto Elekroautos versöhnlich - hatte er vor einigen Wochen noch Sicherheitsbedenken geäußert, konnte man mit AMF und den betreffenden Elektro-Teams ganz offensichtlich vieles klären. Grössing: „Natürlich können die Elektroautos bei uns fahren. Ich bin kein Freund von diesem Antrieb, doch wir müssen jetzt zusammenhalten und ich finde es auch großartig, dass wir mit BRR, Kreisel und Stard Betriebe in usnerem Land haben, die auch international Maßstäbe setzen. Dem Rallyesport schadet es ganz sicher nicht, im Gegenteil - Rallye war schon immer vielseitig und offen für Neues.“

Immer noch offen für „Altes“ ist hingegen Mario Klammer. Der Veranstalter der Rallye Weiz zeigt sich im Gespräch mit motorline.cc top motiviert und vorsichtig optimistisch - so möchte er auch wie geplant einen Lauf zur Historischen Rallye Europameisterschaft abhalten. Klammer sagt: „Die historischen Autos kommen bei den Fans sehr gut an und wir wollen die Kooperation mit der Historischen Europameisterschaft unbedingt fortsetzen.“ Klammer wiederholt, dass er seine Rallye nicht ohne Zuschauer abhalten könne, weil er als Großveranstaltung ähnlich wie die Jännerrallye mit viel zu vielen „Wanderern“ sprich Besuchern rechnen müsste. Doch die aktuelle Lage lässt wie erwähnt ohnehin stark hoffen, dass zumindest in einem gewissen Rahmen wieder Zuschauer erlaubt werden.Schließlich steht die Rallye Weiz erst mit 15.-17. Juli im ORM-Terminkalender. Nur zwei Wochen später steht die Wechselland-Rallye (auch als zweiter oder dritter Lauf zur Austrian Rallye Challenge, abhängig von Rally Vipavska Dolina Ende Juni) auf dem Programm und auch Willi Stengg junior ist zuversichtlich gestimmt. Ähnlich wie das leider abgesagte Kärntner „Doppelpack“ könnte also im Juli ein steirisches Pendant die Rallyeherzen höher schlagen lassen...

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