RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Weiz, 1. Etappe: Wagner führt, Neubauer out
Daniel Fessel

Rallye-Weiz: Wagner führt, Neubauer out

Die erste Etappe der Rallye Weiz hatte es in sich, zunächst flog Kris Rosenberger auf SP 1 heftig ab, dann riss sich Hermann Neubauer auf dem Rundkurs ein Rad ab und musste aufgeben. In Führung Wagner vor Cais, Keferböck, Raith, Knobloch und Baumschlager fighten um P3.

Tag eins der Rallye Weiz 2021 und gleichzeitig des ersten Staatsmeisterschaftslaufs vor Publikum seit 558 Tagen ist geschlagen. Und die Zuschauer wurden mit Rallye pur mit all der dazugehörigen Dramatik verwöhnt. Besonders der Schlussteil des Tages hatte es in sich

Auf der letzten Sonderprüfung, dem von Fans übersäten Rundkurs in Anger, kam der Salzburger Hermann Neubauer mit Startnummer 1 vom Kurs ab und riss sich in der Folge ein Rad am Ford Fiesta Rally5 aus und verletzte sich an der Schulter. Die hinter ihm bereits in den Rundkurs gestartete unmittelbare Konkurrenz wurde dadurch gebremst und rollte ins Ziel. Nachdem die Strecke wieder frei war, wurde die Prüfung fortgesetzt, jedoch den infolge des Unfalls „geschädigten“ Piloten eine von der Rallyeleitung festgelegte Zeit zugesprochen.

Damit geht der Oberösterreicher Simon Wagner morgen als Gesamtführender vor dem Tschechen Erik Cais in die Rallye Weiz. Auch der starke Steirer Kevin Raith ist im Spitzenfeld. Simon Wagner: „Ich habe den Unfall von Hermann mitbekommen. Es tut mir leid für ihn, weil ich glaube, dass wir uns hier noch so richtig gematcht hätten.“

Mit einem Schreckmoment begann die Rallye Weiz auch für das Duo Kris Rosenberger/Sigi Schwarz. Der Ex-Staatsmeister, der auf Grund der regnerischen Wettervorhersage seine ursprüngliche Nennung mit dem Porsche 996 GT-3 kurzfristig auf einen Skoda Fabia Rally2 änderte, flog auf der SP 1 Koglhof schon nach wenigen Minuten so spektakulär ab, dass die Prüfung danach neutralisiert werden musste. „Ich war zu spät auf der Bremse, und dann ging es weit bergab“, sagte der Pechvogel. „Das Auto ist leider ein Totalschaden, aber wir sind zum Glück okay.“

FIA Historic European Rally Championship (EHRC)

Auch in der Historischen Europameisterschaft überschlugen sich kurz vor Ende des ersten Tages die Ereignisse. Just auf der letzten Sonderprüfung, dem Rundkurs Anger, versagten die Boliden der beiden Führenden ihren Piloten den Dienst. Der Italiener „Zippo“, heuer dreifacher Sieger in drei Rallyes; musste seinen Audi Quattro mit einem Turboschaden abstellen. Und als der Österreicher Karl Wagner dadurch an die Spitze gehievt schien, musste auch dieser den Motor seines Porsche Carrera abdrehen. Wagner: „Es gab irgendein Elektroproblem, das wir aber hoffentlich im Service beheben und dadurch morgen wieder an den Start gehen können.“ „Zippo“ hegt dieselbe Hoffnung.

Die zwischenzeitliche Führung erbte somit der Spanier Daniel Alonso Villaron im Ford Sierra Cosworth. Als bester Österreicher liegt der Steirer Helmut Schwab (Mitsubishi Turbo) auf Platz vier.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal: Bericht Neulinger

ORM3 & ART2-Sieg als Geburtstagsgeschenk

Marcel Neulinger machte sich mit dem dritten Saisonsieg im Folge (TEC7 ORM3 & ART2) bei der 48. Lavanttal Rallye selbst ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Mit Co-Pilot Jakob Ruhsam strich der Doppelstaatsmeister im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF in Kärnten abermals volle Punkte ein!

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai