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Elfyn Evans verpasst WRC-Titel Evans hat in Monza keine Chance gehabt, Ogier vom Thron zu stoßen
Motorsport Images

Elfyn Evans verpasst WRC-Titel: "Hätte nicht mehr geben können ..."

Sebastien Ogier hat mit einem Sieg in Monza seinen achten WRC-Titel geholt - Elfyn Evans kam auf Platz zwei ins Ziel und verpasste den Meisterschaftssieg knapp

Der Titelkampf in der Rallye-WM (WRC) 2021 wurde im letzten Lauf der Saison entschieden: Sebastien Ogier ging mit einem 17 Punkte großen Vorsprung in die Rallye Monza in Italien und musste somit - ohne Bonuspunkte auf der Powerstage - nur einen dritten Platz holen, um seinen achten Titel zu gewinnen. Elfyn Evans hoffte auf einen Patzer seines Toyota-Teamkollegen, der die Rallye aber mit Bravour gewann. Der Waliser gab alles, was er hatte, wurde aber nur Zweiter.

Das reichte nicht: Evans landete in der Gesamtwertung mit 23 Punkten Rückstand auf Ogier auf dem zweiten Platz. Für den 32-Jährigen war es die zweite Saison in Folge, in der er den Titel im letzten Lauf des Jahres nicht dingfest machen konnte. Im Jahr 2020 war er sogar als Führender nach Italien gereist, jedoch schnappte ihm auch da Ogier den Titel vor der Nase weg.

Während Evans in der Saison 2020 am Samstag wegen eines Unfalls frühzeitig die Chancen auf den Titel begraben musste, lieferte er sich mit Ogier im Jahr 2021 einen heißen Schlagabtausch. Die Führung wechselte innerhalb der drei Tage ganze sechsmal, doch Evans brauchte unbedingt einen Ausfall oder ein technisches Problem des jetzt achtmaligen WRC-Champions, um die 17 Punkte noch aufzuholen. Ogier zeigte all seine Routine und machte den Meisterschaftssieg klar.

Letztlich kam Ogier 7,3 Sekunden vor Evans ins Ziel, der nach dem packenden Finale enttäuscht war. Er sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Ich denke, dass die Saison okay war. Ich habe viel Energie da rein gesteckt und denke nicht, dass ich nur ein kleines Bisschen mehr hätte geben können. Ich schaue zurück, aber Bedauern ist das falsche Wort. Enttäuschung trifft es eher und die Safari-Rallye war eine Sache, aber das ist Teil des Sports."

In Kenia landete Evans nach einem Zusammenstoß mit einem Stein und der daraus resultierenden gebrochenen Radaufhängung nur auf Platz zehn - sein schlechtestes Ergebnis in der Saison 2021. Obwohl Ogier bei der Artic-Rallye in Finnland ebenfalls einen Ausfall verbucht hat, war der Franzose, über die gesamte Weltmeisterschaft gesehen, deutlich konstanter als sein Toyota-Teamkollege aus Wales. Deshalb hatte Ogier beim Finale auch die besseren Karten.

"Wir wussten, dass der Titel in Richtung Seb geht und das ist auch keine Überraschung", so Evans nach der Zieleinfahrt. "Die Chancen standen für mich immer schlecht." Über Ogier, der seine WRC-Vollzeit-Karriere mit einem Titel beendet hat, sagt der Waliser: "Er hat eine unglaubliche Karriere hingelegt und gewinnt immer weiter. Er hat das Feuer in seinem Bauch und es war unglaublich schwierig, ihn zu schlagen. Heute hat er einen weiteren Sieg auf seine Liste geschrieben."

Evans gratuliert seinem Teamkollegen, der im Jahr 2022 ein Teilzeitprogramm für Toyota in der neuen Rally1-Ära bestreiten wird. Evans selbst wird weiterhin Teil von Toyota bleiben und kommendes Jahr erneut nach dem Titel greifen. Da die neuen Hybridautos ihr Debüt feiern, könnte das Kräfteverhältnis in der WRC aber völlig neu verteilt werden. Toyota, Hyundai, und M-Sport mit Ford arbeiten hart daran, ihre neuen Rally1-Autos für die neue Saison vorzubereiten.

Motorsport-Total.com

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