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WRC, Chile: Bericht
Foto: Toyota

Solberg siegt - Toyota Weltmeister

Dritter WRC-Sieg für Oliver Solberg - Sebastien Ogier erbt P2 - Elfyn Evans verliert Podestplatz durch späten Radwechsel - Herstellertitel für Toyota

Oliver Solberg (Toyota) hat am Sonntag seinen Vorsprung bei der Rallye Chile ins Ziel gebracht und damit seinen drittten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) unter Dach und Fach gebracht. Der Premierensieg war dem Sohn von Ex-Weltmeister Petter Solberg bei der Estland Rallye 2025 gelungen, beim diesjährigen Saisonauftakt in Monte Carlo folgte der zweite Streich. Beim drittletzten Saisonlauf hat er nun einen dritten Sieg nachgelegt.

Solbergs abschließender Vorsprung nach den drei Tagesetappen in Chile beträgt 16,6 Sekunden. "Das war ein unglaubliches Wochenende, nachdem es im ganzen Jahr ein Auf und Ab war. Das Team aber hat immer an mich geglaubt und mich unterstützt. Und jetzt hatten wir endlich auch mal wieder Glück. Das Wochenende war einfach perfekt", jubelt Solberg.

Solbergs erster Verfolger, und damit Zweitplatzierter, war am Schluss aber nicht mehr Teamkollege Elfyn Evans, sondern Sebastien Ogier, ein weiterer seiner Toyota-Teamkollegen. Der neunmalige Weltmeister hat sich im Verlauf Rallye sukzessive nach vorn gearbeitet.

Reifenschaden bei Elfyn Evans - Sebastien Ogier erbt Platz 2

Für Ogier war die Rallye Chile der 213. WRC-Start seiner Karriere. Damit hat er diesbezüglich mit Rekordhalter Jari-Matti Latvala gleichgezogen. Dass er als Zweiter ins Ziel gekommen ist, das verdankt Ogier aber allen voran einem Reifenschaden, der bei Evans auf der vorletzten Wertungsprüfung (WP15) aufgetreten ist.

Auf der ersten Prüfung des Sonntags (WP13) hatte Evans noch Bestzeit markiert und war Spitzenreiter Solberg bis auf 13,2 Sekunden auf den Pelz gerückt. Die Bestzeit auf WP14 ging dann an Solberg, womit dieser seinen Vorsprung wieder vergrößerte. Auf WP15, wo Evans seinen Reifenschaden erlitt und daraufhin einen Radwechsel vornehmen musste, war Ogier der Schnellste. Auf der Powerstage (WP16) markierte nochmals Solberg die Bestzeit.

Den dritten Podiumsplatz neben Sieger Oliver Solberg und dem Zweitplatzierten Sebastien Ogier hat Adrien Fourmaux (Hyundai) eingefahren. Den vierten Platz belegt Sami Pajari, der das Podium - nach zuletzt drei Siegen hintereinander - diesmal um eine Minute verpasst hat.

Elfyn Evans verteidigt die WM-Führung

Pechvogel Elfyn Evans ist mit seinem späten Reifenschaden und Radwechsel noch von der zweiten Position bis auf den fünften Platz im Endergebnis der Rallye Chile abgerutscht. Trotzdem führt Evans die WRC-Fahrerwertung 2026 weiterhin an. In der WRC-Herstellerwertung ist schon alles klar. Toyota hat den WM-Titel am Sonntag vorzeitig eingefahren.

Auf P6 der Rallye ins Ziel kam letztlich Esapekka Lappi (Hyundai), auf P7 Joshua McErlean (M-Sport-Ford). Ihre jeweiligen Teamkollegen, und auch einer der Toyota-Piloten, hatten in Chile weniger Glück.

Thierry Neuville (Hyundai) musste nach Überschlag am Samstag vorzeitig aufgeben. Takamoto Katsuta (Toyota) hatte direkt am Freitag einen Abflug, fuhr aber am Samstag und Sonntag mit repariertem Auto wieder mit. Gleiches gilt für Jon Armstrong (M-Sport-Ford), der sich wie Neuville am Samstag überschlagen hatte. Im Vergleich zum Hyundai war der Ford Puma deutlich weniger beschädigt, weshalb Armstrong am Sonntag wieder mitfuhr. Wirklich Zählbares aber ist weder für ihn noch für Katsuta herausgekommen.

In der WRC2-Wertung wurde die Rallye Chile von Yohan Rossel (Lancia) gewonnen. In der Punktewertung der WRC2-Piloten in der Saison 2026 führt aber weiterhin Robert Virves (Skoda), der diesmal auf P2 der Klasse ins Ziel kam.

Die nächste Station im WRC-Kalender 2026 ist am ersten Oktober-Wochenende die Rallye Italien auf Sardinien. Sie ist als vorletzte Saisonstation geplant, allerdings steht noch nicht endgültig fest, ob das Saisonfinale im November in Saudi-Arabien tatsächlich wie geplant stattfinden wird.

(Motorsport-Total)

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