RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Schweden 2022: Vierkampf um die Spitze Thierry Neuville im Hyundai i20 N Rally1 bei der Rallye Schweden 2022
Motorsport Images

WRC Rallye Schweden 2022: Vierkampf um die Spitze

Hochspannung am ersten Tag der Rallye Schweden: Zeitweilig kämpfen sechs Fahrer um die Spitze, am Ende liegen vier innerhalb von 8,8 Sekunden

Offener Schlagabtausch am Freitag bei der Rallye Schweden, zweiter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022. Bei der einzigen Winterrallye des WRC-Kalenders, die in diesem Jahr erstmals rund um Umea stattfindet, kämpften in Abwesenheit der Superstars Sebastien Ogier und Sebastien Loeb zeitweilig sechs Fahrer innerhalb weniger Sekunden um die Spitze, wobei die Führung nicht weniger als fünfmal wechselte.

Nach sieben von 19 Wertungsprüfungen (WP) geht Thierry Neuville (Hyundai) als Erster in den zweiten Tag. Der Belgier hat allerdings gerade einmal 4,3 Sekunden Vorsprung vor Kalle Rovanperä (Toyota). Auch dessen Teamkollegen Elfyn Evans (+7,4 Sekunden) und Esapekka Lappi (+8,8) auf den Rängen drei und vier liegen noch in Schlagdistanz.

Oliver Solberg (Hyundai) verlor bei den letzten beiden WP des Tages viel Zeit und liegt mit 28,1 Sekunden Rückstand auf Rang fünf im Niemandsland. Takamoto Katsuta im vierten Toyota hat als Sechster schon 1:18,9 Minuten Rückstand auf die Spitze.

Reifenmanagement am Nachmittag entscheidend

Die beiden M-Sport-Ford-Piloten Adrien Fourmaux und Gus Greensmith belegen aktuell die Plätze sieben und acht. Mit Andreas Mikkelsen (Skoda) und Ole-Christian Veiby (Volkswagen) komplettieren die beiden schnellsten Fahrer aus der WRC2 die Top 10.

Entscheidend war am Freitag das Einteilen der Reifen, und dabei bewies Neuville ein glückliches Händchen. "Wir hatten einen sehr cleveren Nachmittag - wir haben unsere Reifen sehr gut gemanagt und das Auto hat perfekt funktioniert", zeigt sich der Belgier zufrieden. "Vielleicht habe ich die Reifen auf der langen Etappe etwas zu sehr geschont, aber ich denke, wir haben es sehr gut gemacht."

Weniger gut gelang dies Evans, der bei der 5,53 Kilometer kurzen WP "Umea Sprint" zum Abschluss des Tages 9,1 Sekunden auf Neuville verlor und von Rang eins auf drei zurückfiel. "Ich hatte überhaupt keinen Grip. Ich habe alles versucht, aber es war sehr schwierig", klagt der Waliser.

Hybridsystem sorgt für Ausfall von Ott Tänak

Über weite Strecken des Tages hatten auch Ott Tänak (Hyundai) und sein Teamkollege Solberg im Kampf um die Spitze mitgemischt. Vor der sechsten WP trat jedoch an Tänaks Auto ein technisches Problem mit dem Hybridsystem auf, wodurch die Kontrollleuchte für das System auf rot schaltete. Das Reglement schreibt für einen solchen Fall vor, das Auto zurückzuziehen.

Solberg, der bis zur sechsten WP auf Rang vier gelegen hatte, rutschte am Ende des Freitags mit verschlissenen Spikes über den Schnee. "Ich habe auf der letzten Etappe ein bisschen mit den Reifen gesetzt, und am Ende waren sie kaputt. Jetzt sehen wir die Folgen", sagt der Sohn von Petter Solberg.

Früh beendet war der erste Tag der Rallye Schweden für M-Sport-Pilot Craig Breen (Ford), der bei der zweiten Wertungsprüfung ausschied. Nach einem ersten Ausrutscher in einen Schneewall hatte sich der Ire zunächst noch befreien können. Später in der Prüfung rutschte Breen mit seinem Ford Puma erneut von der Straße und landete auf einem Schneewall, von dem das Auto nur mittels eines Krans geborgen werden konnte.

Frühes Aus für Craig Breen

Schuld daran war auch eine Fehlfunktion der Scheibenwaschanlage, die nach dem ersten Einschlag aufgetreten war. "Jedes Mal, wenn ich danach bremste, spritzte die Waschanlage so viel Wasser auf die Scheibe, dass sie einfror", sagt Breen. "Später, in einem schnellen Abschnitt der Prüfung, über ein paar Bodenwellen, konnte ich nicht mehr richtig sehen und wurde von allem abgelenkt."

Am Samstag stehen bei der Rallye Schweden 2022 zwei Schleifen a drei WP über eine Gesamtdistanz von 82,3 Kilometern auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Bericht

Die Herbstrallye 2026 schreibt Geschichte!

Mit dem spannenden Showdown auf der letzten Prüfung, dem ersten Sieg von Raimund Baumschlager seit 2017 schreibt die Herbstrallye 2026 Geschichte. Doch auch der zunächst verloren scheinende ARC-Sieg von Rene Kiehtreiber, seine Aufholjagd boten Rallyesport vom Feinsten. Und: Gerolf Schuller jubelt als neuer ARC-Clubmeister.

ARC, Herbstrallye: Bericht Mayer

Mayer nur knapp am Podium vorbei

Knapp verpasst ich auch daneben – Daniel Mayer und Co-Pilot Jürgen Klinger beendeten am Samstag die zur Austrian Rallye Challenge zählende Herbst-Rallye im Raum Waidhofen/Thaya mit ihrem Citroen C3 Rally2 auf dem vierten Gesamtrang

ARC, Herbstrallye: Vor dem Start

Die Herbstrallye 2026 startet durch!

Die Vorfreude ist überall zu spüren - im Raum Waidhofen an der Thaya und Dobersberg steigt an diesem Wochenende (23. & 24. Oktober) der große Rallye-Saisonabschluss mit dem Grande Finale der Austrian Rallye Challenge.

M-Sport testet den Ford Fiesta Rally2 für die WRC 2027: Neue Aerodynamik, weniger Gewicht und ein angepasster Turborestriktor sollen den Unterschied machen

MRC, 3 Städte Rallye: Bericht

Von Thurn und Taxis gewinnt MRC-Wertung

Starke Leistung von Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain auch mit Platz 2 der Gesamtwertung der 3-Städte-Rallye. Pech für den 7-fachen Mitropa Rally Cup Gewinner Hermann Gaßner Sr.

ARC, Herbstrallye: Vorschau Baumschlager

Wie in alten Zeiten...

Das Saisonfinale der Austrian Rallye Challenge lockt mit einem Rekordstarterfeld von 119 Teams in den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Bei Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager werden dabei Erinnerungen an die legendäre Semperit-Rallye wach.