RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Schweden: Tag 3 (SP15) Elfyn Evans baute sich am Samstag einen Vorsprung auf
Peo MOLLER / various sources / AFP via Getty Images

WRC Rallye Schweden 2026: Evans vergrößert Vorsprung auf Katsuta

Toyota hält bei der Rallye Schweden am Samstag die ersten vier Plätze - Elfyn Evans führt 13,3 Sekunden vor Takamoto Katsuta - Hyundai weiterhin chancenlos

Toyota setzte die Dominanz bei der Rallye Schweden auch auf der zweiten Etappe fort. Elfyn Evans baute sich am Samstag einen Vorsprung von 13,3 Sekunden auf Takamoto Katsuta auf. Mit Sami Pajari und Oliver Solberg auf den weiteren Positionen belegt Toyota die ersten vier Plätze.

Die zweite Etappe am Samstag war etwas kürzer und umfasste insgesamt 104,42 Kilometer. Zunächst standen zwei Schleifen zu je drei Prüfungen auf dem Programm. Die Strecken "Vännäs", "Sarsjöliden" und "Kalksele" waren je rund 16 Kilometer lang.

Martins Sesks (M-Sport Ford) war wieder am Start, nachdem er am Vortag nach Reifenschäden am Nachmittag im Service-Park geblieben war. Der Lette eröffnete die Strecke. Evans stand als Zehnter an der Startlinie, gefolgt von Katsuta.

Der Japaner hatte sich am Freitag die Führung in der Gesamtwertung gesichert, allerdings nur 2,8 Sekunden vor Evans. Der Waliser begann den Samstag mit der Bestzeit in WP9 und eroberte damit gleich wieder die Gesamtführung zurück.

Katsuta verlor in dieser Prüfung 7,2 Sekunden und wirkte ratlos: "Ich weiß es nicht. Keine Traktion, kein Grip. Es ist komplett anders als gestern. Es fühlt sich sehr seltsam an. In der nächsten Prüfung muss ich etwas tun, ansonsten bin ich weit weg."

Allerdings konnte der 32-Jährige keine Trendwende einleiten. In WP10 markierte Sesks die Bestzeit. Evans war nur um 0,9 Sekunden langsamer. Katsuta ließ weitere sechs Sekunden liegen. Auch in der letzten Prüfung der Vormittagsschleife setzte sich dieses Bild fort.

Solberg stellte in WP11 die Bestzeit auf. Evans war wieder nur um 0,9 Sekunden langsamer. Katsuta verlor weitere sechs Sekunden. Somit fuhr Evans mit einem Vorsprung von 16,1 Sekunden zum Mittagsservice.

"Das Gefühl ist ziemlich okay", kommentierte Evans, "aber es war kein einfacher Vormittag." Die Aussagen von Katsuta waren dagegen völlig konträr: "Ich verliere so viel Zeit und weiß nicht warum. Ich fühle mich im Auto überhaupt nicht wohl."

Pajari verteidigte am Vormittag den dritten Platz in der Gesamtwertung (+29,0 Sekunden). Die größten Fortschritte machte Solberg, der das Hyundai-Duo Adrien Fourmaux und Esapekka Lappi überholte und sich auf Platz vier verbesserte (+53,0 Sekunden).

Evans festigt Führung am Nachmittag

Als am Nachmittag diese drei Prüfungen erneut befahren wurden, berichteten alle Fahrer von sehr rutschigen Verhältnissen. Die Bestzeit in WP12 ging an Pajari. Katsuta konnte wieder das Tempo von Evans mitgehen und war minimale 0,7 Sekunden schneller.

Anschließend fuhr der Waliser in WP13 die schnellste Zeit. Katsuta verlor als Zweiter 2,6 Sekunden. In WP14 nahm der Japaner seinem Teamkollegen zweieinhalb Sekunden ab, womit sich der Abstand zwischen beiden bei rund 15 Sekunden einpendelte.

Den Abschluss der zweiten Etappe bildete die Superspecial "Umea Sprint" über 5,7 Kilometer. Thierry Neuville (Hyundai) meldete sich mit der Bestzeit. Katsuta wurde Zweiter, machte auf Evans aber nur zwei Sekunden gut.

Somit geht Evans mit einem Vorsprung von 13,3 Sekunden auf Katsuta in den finalen Tag. Pajari behauptete Platz drei und liegt 12,1 Sekunden hinter Katsuta. Auf Solberg hat Pajari einen Vorsprung von 33,0 Sekunden.

Hyundai war bisher in Schweden chancenlos gegen Toyota. Fourmaux hat eine Vermutung, woran es liegen könnte: "Ich glaube, wir haben in WP10 etwas verstanden. Die Verhältnisse waren vergleichbar wie im Vorjahr, aber wir schwimmen über die Oberfläche."

"Wir beißen uns gar nicht fest. Deshalb kann es für mich nur an den Dämpfern liegen. Wir werden das weder heute noch morgen lösen können, aber daran müssen wir wirklich arbeiten." Schon in Monte Carlo konnte Hyundai Toyota nicht gefährden.

Mit 1:09,5 Minuten Rückstand ist Lappi als Fünfter der beste Hyundai-Fahrer. Fourmaux (+1:17,7 Minuten) und Neuville (+2:10,0) folgen auf den Plätzen sechs und sieben. Die M-Sport-Fahrer Jon Armstrong und Josh McErlean sind Achter und Neunter.

Die Führung in der WRC2-Wertung verteidigte Roope Korhonen, der mit seinem Toyota Zehnter der Gesamtwertung ist. Am Sonntag stehen noch drei Prüfungen auf dem Programm. Nach zwei Fahrten durch "Västervik" bildet "Umea" die abschließende Powerstage.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

Sensation im Triestingtal

Manfred Stohl gibt Österreich-Comeback!

Erstmals seit 2012 startet Österreichs WM-Vierter 2006, Manfred Stohl wieder bei einer Rallye in Österreich! Seinen Start bei der ARC Rallye Triestingtal bezeichnet Stohl als Hommage an seinen Freund und Beifahrer Peter Müller. Die beiden Gr.N-Weltmeister 2000 begrüßen und veredeln das Comeback des Rallyesports im Triestingtal.

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.