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WRC Rallye Kroatien 2022: Zwischenbericht Tag 1 Kalle Rovanperä im Toyota GR Yaris Rally1 bei der Rallye Kroatien 2022
Motorsport Images

WRC Rallye Kroatien 2022: Rovanperä nach turbulentem Freitag vorne

WM-Spitzenreiter Kalle Rovanperä führt die Rallye Kroatien nach dem ersten Tag deutlich an: Regen sorgt für schwierige Bedingungen - Kleines Drama um Neuville

Toyota-Pilot Kalle Rovanperä führt die Rallye Kroatien, dritter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, nach dem ersten Tag souverän an. Bei schwierigen Bedingungen mit Regen und Nebel, die vielen Fahrern Probleme bescherten, machte der 21-Jährige die wenigsten Fehler, war bei sechs der acht Wertungsprüfungen der Schnellste und geht mit einem satten Vorsprung in den zweiten Tag.

Nach acht von 20 WP liegt Rovanperä 1:04.0 Minuten vor Thierry Neuville (Hyundai). Dritter ist aktuell dessen Teamkollege Ott Tänak (+ 1:23.3Minuten). Rang vier hält Craig Breen im schnellsten Ford vor Oliver Solberg (Hyundai) und Elfyn Evans (Toyota). Takamoto Katsuta (Toyota), Gus Greensmith (Ford), Yohan Rossel (Citroen) und Nikolai Gryasin (Skoda) als Führende der WRC2-Klasse komplettieren die Top 10.

Die nassen Bedingungen machten den Fahrern am Freitag das Leben schwer. Matsch auf dem Asphalt sorgte für teils extrem rutschige Bedingungen, dazu lief bei einigen Fahrern die Windschutzscheibe an, wodurch sie fast im Blindflug durch die Prüfungen fahren mussten.

Neuville und Beifahrer müssen 800 Meter schieben

Als erster Fahrer fiel Esapekka Lappi (Toyota) den Bedingugnen zum Opfer. Gleich bei der ersten Wertungsprüfung touchierte der Finne einen Felsen an der Innenseite einer Rechtskurve und zerstörte dabei die Vorderradaufhängung des Autos.

Im Lager von M-Sport patzten die beiden jungen Franzosen. Pierre-Louis Loubet musste sein Auto bei der zweiten WP nach dem insgesamt dritten Reifenschaden abstellen. Eine Prüfung später rutschte Adrien Fourmaux von der Straße. Sein Freitag endete im Vorgarten eines Hauses.

Die tragischen Helden des Tages waren aber Neuville und Beifahrer Martijn Wydaeghe, deren Auto am Mittag rund 800 Meter vor dem Servicepark liegen blieb, woraufhin die beiden Belgier es schieben mussten. "Wir hatten ein Problem mit der Lichtmaschine. Wir haben den Keilriehmen gewechselt, aber auf dem Weg in den Service ist er wieder abgesprungen. 800 Meter vor dem Service blieb das Auto dann stehen", berichtet Neuville.

Zwei Reifenschäden werfen Evans zurück

Zwar brachten die Belgier ihr Auto zurück, doch da sie vier Minuten zu spät im Service eincheckten, erhielt Neuville eine Zeitstrafe von 40 Sekunden, wodurch er den Anschluss an den Führenden Rovanperä verlor.

Zu den Enttäuschten des ersten Tages gehört auch Evans. Durch zwei Reifenschäden verlor der Waliser rund zwei Minuten und damit die Chance, um den ersten Saisonsieg zu kämpfen.

Am Samstag erwarten die Crews bei der Rallye Kroatien acht weitere Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 116,98 Kilometer.

Motorsport-Total.com

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