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Tempoverstoß: Zeit- und Geldstrafe für Neuville Thierry Neuville im Hyundai i20 N Rally1 bei der Rallye Kroatien 2022
Motorsport Images

Zeit- und Geldstrafe für Thierry Neuville nach heftigem Tempoverstoß

Mit 156 km/h durch eine Tempo-80-Zone: Dieser heftige Verkehrsverstoß hatte für Thierry Neuville bei der Rallye Kroatien schmerzhafte Folgen

Mehrere Tempovergehen bei einer Verbindungsetappe der Rallye Kroatien, dritter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, haben für Hyundai-Pilot Thierry Neuville deutliche Folgen. Nachdem der Belgier am Freitag in einer Tempo-80-Zone zwischen dem Ziel der vierten Wertungsprüfung und der Zeitkontrolle TC4A mit 156 km/h gemessen wurde, erhielt er von den Sportkommissaren eine Zeitstrafe von einer Minute.

Dadurch fiel Neuville in der Gesamtwertung nach acht von 20 Wertungsprüfungen von Rang zwei auf vier zurück und lag zu diesem Zeitpunkt mehr als zwei Minuten hinter Spitzenreiter Kalle Rovanperä (Toyota).

Darüber hinaus muss Neuville eine Geldstrafe von 1.900 Euro zahlen und zusammen mit Beifahrer Martijn Wydaeghe an zwei Tagen an einer öffentlichen Maßnahme des Automobil-Weltverbands FIA zur Verkehrssicherheit teilnehmen.

Wegen technischer Probleme verspätet

"Der Fahrer gab an, dass er sich aufgrund einiger technischer Probleme an seinem Auto verspätet der TC4A genähert habe", heißt es im Bericht der Sportkommissare. Auf diesem Abschnitt hatte Neuville Probleme mit der Lichtmaschine seines Hyundais. Die letzten 800 Meter bis in den Servicepark mussten er und Wydaeghe das Auto schieben.

"Um die Verspätung zu verringern, seien sie 'gezwungen gewesen, zu schnell zu fahren', obwohl sie wussten, dass dies ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln war", heißt es im Urteil der Sportkommissare weiter. "Sie erklärten jedoch, dass sie niemanden gefährdet hätten, auch weil zu diesem Zeitpunkt kein Verkehr herrschte."

"Die vom offiziellen FIA-Safety-Tracking-System abgerufenen Daten zeigten, dass die Besatzung auf dem genannten Straßenabschnitt etwa elf Kilometer lang zu schnell gefahren war. Überhöhte Geschwindigkeit stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die oben genannten Artikel des Internationalen Sportgesetzes der FIA dar."

Nicht der erste Tempoverstoß von Neuville

"In diesem Fall lag die gemessene Geschwindigkeit fast 100 Prozent über dem Tempolimit, und weder die Abwesenheit von Verkehr noch die Absicht, ihre Verspätung bei TC4A zu verringern, können als mildernde Umstände berücksichtigt werden. Bei ihrer Entscheidung stellten die Sportkommissare auch fest, dass die Besatzung die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf einer Gesamtstrecke vonelf Kilometer übertreten hatte."

"Artikel 34.3.1 des Sportlichen Reglements der FIA WRC 2022 legt fest, dass beide Besatzungsmitglieder während der gesamten Rallye die nationalen Verkehrsregeln einhalten müssen. Unter den oben genannten Umständen und Erwägungen kamen die Stewards zu dem Schluss, dass die beiden kumulierten Strafen, wie sie verhängt wurden, verhältnismäßig sind", heißt es weiter.

Es war nicht der erste Tempoverstoß von Neuville in der WRC. Nach einem ähnlichen Vergehen bei der Rallye Estland 2021 war gegen den Belgier unter anderem eine Rennsperre verhängt worden, die allerdings bis zum Ende der Saison 2021 zur Bewährung ausgesetzt worden war.

Motorsport-Total.com

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