RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Tempoverstoß: Zeit- und Geldstrafe für Neuville Thierry Neuville im Hyundai i20 N Rally1 bei der Rallye Kroatien 2022
Motorsport Images

Zeit- und Geldstrafe für Thierry Neuville nach heftigem Tempoverstoß

Mit 156 km/h durch eine Tempo-80-Zone: Dieser heftige Verkehrsverstoß hatte für Thierry Neuville bei der Rallye Kroatien schmerzhafte Folgen

Mehrere Tempovergehen bei einer Verbindungsetappe der Rallye Kroatien, dritter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, haben für Hyundai-Pilot Thierry Neuville deutliche Folgen. Nachdem der Belgier am Freitag in einer Tempo-80-Zone zwischen dem Ziel der vierten Wertungsprüfung und der Zeitkontrolle TC4A mit 156 km/h gemessen wurde, erhielt er von den Sportkommissaren eine Zeitstrafe von einer Minute.

Dadurch fiel Neuville in der Gesamtwertung nach acht von 20 Wertungsprüfungen von Rang zwei auf vier zurück und lag zu diesem Zeitpunkt mehr als zwei Minuten hinter Spitzenreiter Kalle Rovanperä (Toyota).

Darüber hinaus muss Neuville eine Geldstrafe von 1.900 Euro zahlen und zusammen mit Beifahrer Martijn Wydaeghe an zwei Tagen an einer öffentlichen Maßnahme des Automobil-Weltverbands FIA zur Verkehrssicherheit teilnehmen.

Wegen technischer Probleme verspätet

"Der Fahrer gab an, dass er sich aufgrund einiger technischer Probleme an seinem Auto verspätet der TC4A genähert habe", heißt es im Bericht der Sportkommissare. Auf diesem Abschnitt hatte Neuville Probleme mit der Lichtmaschine seines Hyundais. Die letzten 800 Meter bis in den Servicepark mussten er und Wydaeghe das Auto schieben.

"Um die Verspätung zu verringern, seien sie 'gezwungen gewesen, zu schnell zu fahren', obwohl sie wussten, dass dies ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln war", heißt es im Urteil der Sportkommissare weiter. "Sie erklärten jedoch, dass sie niemanden gefährdet hätten, auch weil zu diesem Zeitpunkt kein Verkehr herrschte."

"Die vom offiziellen FIA-Safety-Tracking-System abgerufenen Daten zeigten, dass die Besatzung auf dem genannten Straßenabschnitt etwa elf Kilometer lang zu schnell gefahren war. Überhöhte Geschwindigkeit stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die oben genannten Artikel des Internationalen Sportgesetzes der FIA dar."

Nicht der erste Tempoverstoß von Neuville

"In diesem Fall lag die gemessene Geschwindigkeit fast 100 Prozent über dem Tempolimit, und weder die Abwesenheit von Verkehr noch die Absicht, ihre Verspätung bei TC4A zu verringern, können als mildernde Umstände berücksichtigt werden. Bei ihrer Entscheidung stellten die Sportkommissare auch fest, dass die Besatzung die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf einer Gesamtstrecke vonelf Kilometer übertreten hatte."

"Artikel 34.3.1 des Sportlichen Reglements der FIA WRC 2022 legt fest, dass beide Besatzungsmitglieder während der gesamten Rallye die nationalen Verkehrsregeln einhalten müssen. Unter den oben genannten Umständen und Erwägungen kamen die Stewards zu dem Schluss, dass die beiden kumulierten Strafen, wie sie verhängt wurden, verhältnismäßig sind", heißt es weiter.

Es war nicht der erste Tempoverstoß von Neuville in der WRC. Nach einem ähnlichen Vergehen bei der Rallye Estland 2021 war gegen den Belgier unter anderem eine Rennsperre verhängt worden, die allerdings bis zum Ende der Saison 2021 zur Bewährung ausgesetzt worden war.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Kroatien 2026: Katsuta erbt Sieg

Neuville wirft Sieg weg - Keferböck gewinnt Masters Cup

In der Powerstage wirft Neuville den fast schon sicheren Sieg weg - Katsuta feiert zweiten WRC-Sieg hintereinander. Keferböck/Minor holen sich mit dem WRC Masters Cup Sieg die Tabellenführung zurück.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

WRC Kroatien: Nach Tag 2 (SP8)

Pajari führt - Keferböck im Masters Cup vorne

Nachdem Oliver Solberg und auch Elfyn Evans früh im Wald landeten hat sich Toyota-Youngster Sami Pajari in Kroatien an die Spitze gesetzt, aber Hyundai hält mit. Im WRC Masters Cup führen Keferböck/Minor mit rund vier Minuten Vorsprung.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl liefert wieder die besten Bilder von der Lavanttal Rallye - hier die besten Fotos vom Shakedown.