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Rallye St Veit: Bericht Schindelegger

Der Siegeszug rollt. Station 5: Rallye St. Veit

Der Siegeszug des Rallyeteam Schindelegger geht auch in Kärnten weiter. Eine perfekte Vorstellung lässt der historischen Konkurrenz keine Chance und sorgt für Gesamtsiege in der Staatsmeisterschaft und der Austrian Rallye Challenge Historic.

Die vierte Runde der Staatsmeisterschaft 2022 und der Austrian Rallye Challenge geht als Hitzeschlacht erster Güte in die Bücher. Ungetrübter Sonnenschein sorgte für Temperaturen um die 30 Grad im Schatten und mehr als doppelte innerhalb der Rallye Boliden.

Die Hirter Rallye St.Veit startete am Freitagabend mit einer kurzen Zuschauerprüfung auf der Trabrennbahn mitten in der Stadt St.Veit. Die 50/50 Mischung aus Schotter und Asphalt sollten aber durchaus typisch für die ganze Rallye sein, denn auch auf den klassischen Sonderprüfungen im Umland mischten sich immer wieder Split- und Schotter- Abschnitte in das Streckenprofil. Geprägt wurde die Rallye auch durch extrem schnelle Strecken, die aber aufgrund des Splits und der engen Straßen technisch herausfordernd waren.

Eine perfekte Linie war Grundvoraussetzung, um bei dem unfassbar hohen Tempo nicht von der Strecke zu fliegen. Denn viele Kurven boten gerade mal eine Reifenbreite sauberen Asphalts, der Rest der Straßen war vom Split extrem rutschig. Was passiert, wenn die Linie nicht getroffen wird, zeigten die vielen Unfälle der Konkurrenz.

Für das Rallyeteam Schindelegger hätte die Rallye aber nicht besser laufen können. Durch den perfekten Zustand des Ford Escorts, den Helmut über die letzten 3 Wochen an jedem Tag vorbereitet hatte, wurde das Team - fast schon wie gewohnt - vom Fehlerteufel verschont. Und das obwohl die Konkurrenz immer wieder durch technische Probleme dezimiert wurde. Bei technischen Problemen hatten die Teams auch kaum Zeit diese im Service zu lösen, denn nur 20 Minuten standen im Servicepark zur Verfügung. Eine Herausforderung, die Alexandra Rupp-Wurz - diesmal auch von Ihrem Mann unterstützt - perfekt meisterte. Das Paar hielt den Escort die ganze Rallye über in makellosem Zustand und sicherte damit eine ungefährdete Zielankunft.

Doch von Anfang an: Lukas und Helmut gingen die erste Prüfung der Rallye entspannt an, und boten dem Publikum eine schöne Driftshow. Der lange, harte und heiße zweite Tag der Rallye sollte das Team von 7:30 bis 22 Uhr im Rennauto beschäftigt halten. Gleich in der Früh wurde die zweite Prüfung der Rallye für das Team neutralisiert. Einer der vielen Unfälle hatte für einen Rettungseinsatz gesorgt.

Damit startete die wirkliche Zeitenjagd erst auf der dritten Sonderprüfung der Rallye. Und ab dieser Prüfung schafften Lukas und Helmut klare Verhältnisse in der historischen Wertung. Die historische Staatsmeisterschaft dominierten die beiden mit 8 Bestzeiten, von 10 gewerteten Sonderprüfungen. Einzig auf der Powerstage sicherte sich das Vater/Sohn Duo “nur” den zweiten Platz und damit 27 von 28 möglichen Punkten für die Staatsmeisterschaft.

In der Rallye Challenge Historic - die die Sonderprüfung 8 als Ziel hatte - konnte Andreas Hulak am Anfang noch mithalten und es entwickelte sich ein großartiger Schlagabtausch. Lukas und Helmut bauten einen Vorsprung von 11 Sekunden auf, doch leider wartete das Rallyeteam Schindelegger im Ziel der Sonderprüfung 8 vergeblich auf die Zeit der Kontrahenten. Ein Unfall verhinderte die Zielankunft von Andreas Hulak und Thomas Stock und so betrug der Vorsprung der Schindeleggers auf Patz 2 über 5 Minuten.

Die letzten 3 Sonderprüfungen kann man getrost ein Fest des Rallyefahrens nennen. Die perfekten Ansagen von Helmut führten Lukas auch weiterhin fehlerlos und schnell über die letzten Kilometer. Und die Rallye endete, wie sie begonnen hatte. Mit Drifts über die Trabrennbahn in St. Veit vor unzähligen Fans. Vor diesen Fans durfte sich das Team dann auch die Trophäen für den Gesamtsieg der historischen Staatsmeisterschaft, der Rallye Challenge Historic und der FIA Zone Tschechien im Festzelt abholen.

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