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3 Städte Rallye: Vorschau
Fotos: Angelo Poletto, Wilhelm Wolfmayr

Austro-Duell bei WM-„Generalprobe“

Bei der ab 2023 zur WM zählenden 3 Städte Rallye treffen Simon Wagner und Hermann Neubauer aufeinander, es sind zahlreiche Österreicher am Start...

Noir Trawniczek

Am kommenden Wochenende steigt jene 3 Städte-Rallye, die im Vorjahr ihr Debüt als Lauf zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft gab, die heuer jedoch nicht im ORM-Kalender vertreten ist und die im kommenden Jahr mit ihrer Aufnahme in den WRC-Kalender dafür sorgt, dass eine WM-Rallye erstmals wieder - zu einem Teil - auf österreichischem Boden abgehalten wird.

So wird die 3 Städte Rallye 2022, mit Prüfungen in Deutschland, Tschechien und Österreich, zu einem Testlauf für die WRC 2023. Wohl auch, weil heuer nur noch die Herbstrallye mit dem ARC-Finale auf dem heimischen Rallye-Kalender steht, ist der Anteil der Starter*innen aus Österreich entsprechend hoch...

Und: Jenes Duell, welches die ORM in den letzten Jahren spannend gehalten hat, Simon Wagner gegen Hermann Neubauer, findet am Wochenende seine Fortsetzung. Der nunmehrige Doppel-Staatsmeister Wagner tritt mit der Startnummer 1 an und wird mit Co Gerry Winter wieder einen Eurosol Skoda Fabia rally2 zünden. Simon erklärt gegenüber motorline.cc: „Das Starterfeld bei der diesjährigen 3 Städte Rallye ist ziemlich gut. Auch wenn ich bis auf zwei Prüfungen in Österreich die SPs nicht kenne, freue ich mich schon irrsinnig auf die Rallye und auf das Zusammentreffen mit unseren tschechischen Freunden.“ Als seine wahrscheinlich stärksten Konkurrenten nennt Simon Wagner neben Hermann Neubauer auch die beiden Tschechen Erik Cais und Adam Brezik. Wagner fügt hinzu: „Wir würden es gerne beibehalten, dass Hermann uns seit Jänner 2020 nicht mehr schlagen konnte - wenn man schon die Startnummer 1 auf dem Auto hat...“

Hermann Neubauer wiederum erklärt in einer Aussendung: „Da in unserer Meisterschaft Simon Wagner die ersten vier Rallyes für sich entschieden hat, wollten wir in der zweiten Saisonhälfte zurückschlagen.“ In Weiz konnte der Staatsmeister 2016 und 2019 in seinem ZM Racing Fiesta R5 in Abwesenheit von Wagner gewinnen - doch dann wurden die noch ausstehenden ORM-Rallyes abgesagt. Neubauer: „Der Start bei der 3-Städterallye soll für uns aber ein positiver Saisonabschluss werden. Wir haben daher einen Podestplatz ins Auge gefasst, das wäre eine kleine Wiedergutmachung für die heurige Saison, bei der auch manchmal das Glück nicht unbedingt auf unserer Seite war.“

Wieder mit Baumschlager Rallye Racing wird Martin Rossgatterer an den Start gehen - der 34-Jährige, der sich als Copilot einen Namen machte, aber auch stets sporadisch als Pilot am Start war, gab heuer sein Debüt in einem rally2-Auto und wurde im BRR-Skoda bei drei Rallyes jeweils Dritter. Doch von einem Podiumsplatz möchte er im Vorfeld der 3 Städte Rallye keinesfalls sprechen: „Ich fahre hier zum ersten Mal mit Jürgen Heigl als Copilot und ich habe null Erfahrung mit den tschechischen Prüfungen, die zudem auch bei Nacht gefahren werden. Daher möchte ich einen Top 10-Platz erringen - das ist ein realistisches Ziel, schließlich steht hier ein Top-Feld am Start.“

Martin Fischerlehner wird wieder jenen Drift Company Ford Fiesta R5 zünden, den früher Niki Mayr-Melnhof pilotiert hatte und mit dem er beim Saisonauftakt im Blaufränkischland Platz vier belegen konnte. Quasi als „Aufwärmübung“ fuhr „Fischi“ die tschechische Rally Vyskov, bei der er gemeinsam mit Tobias Unterweger Platz zehn belegen konnte. Fischerlehner erklärt: „Ich hatte bei der Rally Vyskov ein gutes Gefühl, die tschechischen Prüfungen kommen uns entgegen - interessant werden das Wetter und jene SPs, die komplett neu sind. Ein Platz rund um P10 wäre für uns ein sehr gutes Ergebnis.“ Fischerlehner erinnert auch daran, dass sich „die DRM ganz schön entwickelt“ habe, die deutschen Piloten wie Dominik Dinkel (im Zellhofer Fiesta), Marijan Griebel, Philip Geipel oder Julius Tannert müsse man daher auf der Rechnung haben...

Zahlreiche weitere Österreicher sind auf der Nennliste zu finden - so setzt BRR wieder den Skoda von Albert von Thurn und Taxis ein, der wieder auf Copilot Bernhard Ettel setzt. Interessant: Fabian Schwarz ist der Sohn von Armin Schwarz, wohnt in Österreich und fährt auch mit Ö-Lizenz. Am Freitagnachmittag wird bis am Abend in der Tschechei gefahren, am Samstag stehen die Prüfungen in Deutschland und Österreich auf dem Programm.

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