RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Herbstrallye: Bericht Gruber
Christa Feichtner

Ungarisch für Fortgeschrittene

Obwohl nicht völlig problemlos im Verlauf, war die Herbstrallye 2022 ein Bewerb, den Martin Gruber und Lisa Holzmüller gut hinter sich bringen konnten. Mit ihrem Lada 2107 konnten sie einige Konkurrenten mit deutlich mehr PS hinter sich lassen. Das Lernprogramm in Ungarn hat ganz offensichtlich seine Wirkung gezeigt. Und es soll weiter intensiviert werden.

Es sollte eine Rallye Just for Fun werden. So weit man das eben sagen kann, wenn mittelkräftige Nebelschwaden und rutschige Fahrbahnen die Sekundenjagd erschweren, aber das macht schließlich auch den besonderen Charakter eines Rallyes-Bewerbes im Waldviertel aus – gerade zur Herbstzeit. Dass dann auch noch gleich zu Beginn die hinteren Radbremsen ausfielen, weil lediglich der vordere Bremskreis funktionierte, sorgte auch nicht gerade für eine Erleichterung.

Nichtsdestoweniger waren Martin Gruber und Lisa Holzmüller mit sehr viel Herz bei der Sache, sie nützten die knapp über 100 PS ihres Lada, so gut sie konnten, und schafften es vom Start weg, einige relativ zeitgleich mit ihnen gestarteten Konkurrenten hinter sich zu lassen. Das Bremsproblem begleitete sie während eines großen Teiles der Rallye. Lediglich die zweite Hälfte der ersten Schleife, also der jeweils zweite Durchlauf der Prüfungen Brunn – Pfaffenschlag sowie Dimling – Rohrbach, ging etwas entspannter ab. Denn da packten zur Abwechslung alle vier Radbremsen zu.

Ein Zustand, der leider nur von vorübergehender Dauer war. Denn auf den Nachmittags-Prüfungen streikte der hintere Bremskreis erneut. Was gerade am Ende der langen und schnellen Bergabpassagen von Lexnitz – Hohenwarth und Niederedlitz – Münchreith nicht besonders angenehm war. Mit viel Geschick und der Routine aus den vorangegangenen Rallye-Einsätzen war es Martin Gruber und Lisa Holzmüller dennoch gelungen, sicher das Ziel zu erreichen. Dass sie dabei fallweise nicht nur Konkurrenten aus dem Lager der Historischen, sondern auch gelegentlich Mitbewerber mit deutlich moderneren, vierradgetriebenen Wagen zeitenmäßig hinter sich lassen konnten, spricht ebenfalls für die gute Performance des Waldviertler Hobbyfahrer-Teams. Gedankt werden soll auch allen Helfern und Sponsoren, die solche Rallye-Projekte möglich machen.

Somit eine durchaus würdige Vorstellung, die dem getätigten Vorsatz voll gerecht wurde. Und die Zuversicht gibt für die kommenden Aktivitäten, deren bereits in den kommenden Wochen einige folgen sollen. Ein in Kürze stattfindender Rallye-Testtag soll ebenso genützt werden wie die Mikulás-Rallye als weiterer Wettbewerbs-Event, der am zweiten und dritten Dezember im ungarischen Veszprém stattfinden soll. Noch etwas vage sind ein eventuelles Antreten des Teams bei der Szilveszter-Rallye in Ungarn sowie bei der Jänner-Rallye 2023. Doch die Anstrengungen gehen in diese Richtung, zweifellos.

Show must go on? Show will go on! So viel steht fest.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Friedl

Schreckmoment – Improvisieren gefragt

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten mit dem AUTOFUN - Ford Fiesta Proto mit viel Improvisation wichtige Punkte in der ARC Challenge einfahren.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht RRA

Proto-Chefsache in Horn

Race Rent Austria-Boss Wolfgang Schmollngruber wollte es wissen: Was kann er trotz langer Wettkampfpause in einem Proto ausrichten? Gemeinsam mit Gerry Winter gelang bei der Grasl Rallye Horn mit Gesamtrang sieben die optimale Standortbestimmung.

Peter Klein Kolumne

Waldviertel will never die!

ORF-Legende und motorline-Kolumnist Peter Klein freut sich auf die bevorstehende neue Grasl Rallye Horn - ehe er dort mit den Veranstaltern sprechen möchte, erinnert er sich an die guten alten „Semperit“-Zeiten…

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Zellhofer

Zellhofer/Seidl haben wieder viel dazu gelernt

Regierende ORM2 Staatsmeister werden im Waldviertel als Vierte gewertet. Der Ford Fiesta Rally2 des ZM-Racing Team erwies sich wieder als Spitzenauto

Elfyn Evans vor WRC-Finale

"Ich weiß, wie man es nicht macht"

Elfyn Evans geht mit 17 Punkten Vorsprung als Titelfavorit ins WRC-Finale: Doch schon einmal konnte er eine vergleichbare Ausgangslage nicht nutzen

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht

Große Show mit logischem Sieger

Österreichs Staatsmeister Hermann Neubauer dominierte die Premiere der TOYOTA Keusch-Grasl-Rallye Horn powered by SONAX und Schremser im Waldviertel / Der ARC-Lauf begeisterte Tausende Zuschauer