RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sieg und Meisterschaftsführung

Die Rallye W4 glänzt auch zum neuen Termin als großartiges „Schotter-Spektakel“, das Hermann Neubauer & Co Ursula Mayrhofer für eine Gala-Vorstellung nutzten, die ihnen den 2. Saisonsieg und die Meisterschaftsführung bescherte. Allerdings trübt ein später – erfolgloser – Protest Siegesfreude und Partystimmung.

Mit der Terminverschiebung in den Frühsommer hat Veranstalter Christian Mrlik der LKW FRIENDS on the road Rallye W4 einen neuen Anstrich verpasst – und einen Volltreffer gelandet. Spektakuläre Sonderprüfungsabschnitte und ein kompakter Ablauf begeisterten Teilnehmer und Fans, letztere durften bei angenehmen Temperaturen Rallye-Sport auf höchstem Niveau erleben. Hauptverantwortlich dafür waren die beiden großen Konkurrenten um den Meistertitel, Hermann Neubauer und Simon Wagner, die sich vom ersten Meter an einen packenden Zweikampf lieferten.

Die Vorentscheidung in diesem Duell fiel diesmal bereits relativ früh, genauer gesagt auf dem 18,23 Kilometer langen Rundkurs „Manhartsberg“, den Neubauer bei der ersten Durchfahrt am Freitagnachmittag um 7,8 Sekunden schneller absolvierte als Wagner. Und das, obwohl er bei der Zieldurchfahrt einen Dreher fabrizierte, wobei der Spiegel der Lichtschranke beschädigt wurde. Dank der zusätzlichen, manuellen Zeitmessung der Offiziellen war aber rasch klar, dass Neubauers Zeit korrekt und sein Vorsprung nach zwei Prüfungen auf gesamt 9,3 Sekunden angewachsen war.

Dank aller fünf Bestzeiten auf der ersten Etappe verbrachte man die Nacht zum Samstag 13,8 Sekunden in Front. Und dank dreier weiterer Bestzeiten sowie kontrollierter Fahrweise auf der zweiten Etappe durfte das Duo Hermann Neubauer/Ursula Mayrhofer sowie das Team von Kresta Racing nach dem Zieleinlauf in Sankt Leonhard am Hornerwald über den zweiten Saisonsieg mit dem Skoda Fabia Rally2 Evo jubeln. Hermann Neubauer: „Ich bin zwei Jahre keine Schotterrallye gefahren, umso mehr freut mich dieser Sieg!“

Doch während sich die beiden Kontrahenten auf der Zielrampe noch Rosen streuten, trübte ein Protest kurz danach Siegesfreude und Partystimmung: „Simon hat nach dem Ende der Rallye Protest eingelegt, weil meine Zeit auf SP2 angeblich nicht korrekt war. Es war aber von vornherein klar, dass die Zeit stimmt, schließlich hatte der Sachrichter das protokolliert und mittels Unterschrift bestätigt. Ich bin sehr enttäuscht. Nicht, weil wir wegen sowas bis 22 Uhr in der Rallyeleitung hocken, sondern vor allem menschlich. Ich habe die letzten Jahre des Öfteren knapp verloren, einmal wegen einer einzigen Zehntelsekunde. Aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, durch einen Protest zu gewinnen, obwohl wir da noch nicht einmal Markenkollegen waren. Ich hoffe, das war ein einmaliger Ausrutscher“, so ein enttäuschter Hermann Neubauer.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Bergrallye-Cup: Saisonvorschau

Junge Generation entdeckt die Bergrallye neu

Der steirische Bergrallye-Cup ist aus der heimischen Motorsport-Szene nicht wegzudenken. Seit weit über 40 Jahren werden die kurzen Bergrennstrecken in Angriff genommen und das Interesse reißt nicht ab...

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach Tag 1 (SP7)

Lengi-Show im steirischen Süden

Michael Lengauer drückte der 13. Ausgabe der Rebenland Rallye in Leutschach seinen Stempel auf / Er hielt Topfavorit Simon Wagner auf Distanz und geht als Halbzeit-Führender in den entscheidenden morgigen Samstag

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Vorschau

Oberösterreichische Siegesträume in der Südsteiermark

Nach dem Auftakt zur TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft im oberösterreichischen Mühlviertel stehen die besten Piloten des Landes im zweiten Teil wieder in Leutschach auf dem Prüfstand.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht ORM2

Zehntelsekunden-Krimi im Rebenland!

Ein unglaublich packendes Duell zwischen Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX), das sich erst auf der allerletzten Sonderprüfung entschied, prägte die ORM2 bei der Rebenland-Rallye. Am Ende hatte Günther Knobloch um einen Wimpernschlag die Nase vorne.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP 11

Titelverteidiger im Angriffsmodus

Simon Wagner holte frühmorgens auf, doch der Spitzenreiter der Rebenland Rallye, Michael Lengauer, schlug wieder zurück / Entscheidung um den Sieg fällt bei den Königsprüfungen am Nachmittag / Sekundenkrimi auch um Platz drei