RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
AARC/AART: Zagreb
Foto: Marek Pleha

Totalausfall aller AART-Teams - aber: Dreifach Sieg für Österreich im AARC

Die sehr selektiven 151 Sonderprüfungskilometer verlangten den Piloten und den Fahrzeugen alles ab, was eine hohe Ausfallsquote zur Folge hatte. Von 14 AARC-Teams aus Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Tschechien sahen nur 7 Teams am Sonntag die Zielflagge in Zagreb.

Zusätzlich kam es zu Großstadt bedingten Verkehrsstaus auf den Verbindungsetappen.
Der enorme Zeitdruck bereits bei der Besichtigung führte zu vielen und ziemlich überhöhten Geldstrafen wegen Verkehrsübertretungen und einige organisatorische Probleme des Veranstalters erzeugten zusätzlichen Stress, den keiner wirklich braucht.

Totalausfall bei der AART (4WD) – kein einziges Team im Ziel:
Nur drei AART-Teams waren in Kroatien auf der Nennliste zu finden, was wohl auch mit der Länge der Rally und den damit höheren Kosten dieser Rally zu tun haben dürfte und nur zwei Teams, rollten dann am Freitag über die Startlinie.
Für Daniel Mayer & Alessandra Mayer (Citroen C3 R2) war allerdings nach einem Ausrutscher die Rally bereits am ersten Tag zu Ende und auch die beiden Lokalmatadore Villiam Prodan & Marko Stiperski (Ford Fiesta Rally3) schieden gleich am ersten Tag mit einem technischen Defekt aus. Die beiden nach der zweiten Rally in Führung liegenden Teams Gyarmati/Koscis aus Ungarn und Peljhan/Car aus Slowenien waren gar nicht am Start und so hat sich in der Zwischenwertung der AART fast nichts geändert.

AARC (2WD) Ausfall der Favoriten – und ein Dreifachsieg für Österreich:
Das ungarische Team Janos Szilágyi & Robert Balai (Peugeot 308 Rally4), welches als Führende nach zwei Rallys nach Zagreb angereist ist, hat sich von Anfang an ein packendes Duell mit den Tschechen Jan Dvorak & Jiri Kalkus (Opel Corsa Rally4) geliefert, bis dann Szilágyi/Balai in der SP 6 die Straße ausging.

Als dritte im Kampf um das Podium haben sich von Beginn an die beiden Österreicher Thomas Regner & Gottfried Witzmann eingemischt. Die beiden AARC-Vorjahressieger kamen mit ihrem Peugeot 208 Rally4 schon deutlich besser ins Fahren als bei den letzten zwei Rallys und blieben immer in Schlagdistanz zu den beiden Führenden Teams.

Nach dem Ausfall von Szilágyi/Balai in SP 6, die dadurch auch in der Zwischenwertung auf den dritten Platz zurückgereiht wurden, fanden sich Regner/Witzmann hinter Dvorak/Kalkus auf dem relativ sicheren zweiten Platz wieder. Dvorak/Kalkus bauten ihren Vorsprung bis zur SP 10 auf satte 2:23 Minuten aus, bis dann in SP 11 ein Bruch des Fahrwerks ihre Rally beendete.
Regner Witzmann feierten ihren ersten AARC-Gesamtsieg auf ihrem neuen Peugeot 208 R4.

Dahinter matchten sich das Sohn Vater Duo Josef & Jaroslav Urban aus Tschechien, mit ihrem uralten Skoda 130LR, die Österreicher Christian Luif & Christina Ettel (Opel Corsa Rally4), Gerald Hopf & Lukas Martinelli (Opel Corsa OPC), Martin Kder & Radek Sladkofsky (Skoda 130LR) aus Tschechien, die Italiener Alessandro Biondi & Luca Toffolo, um den zweiten und dritten Podiumsplatz.
Christian Luif, der nach einem Jahr Pause recht schnell seinen Speed wiedergefunden hat, konnte diese Match für sich entscheiden und belegte den sensationellen zweiten Platz in der Gesamtwertung des AARC und Hopf/ Martinelli haben das Österreicher Trio am Podium komplett gemacht.

Alessandro Biondo & Luca Toffolo konnten durch einen Patschen und den Verlust des 4. Ganges mit ihrem Peugeot 106 im Kampf um das Podium nicht mehr mithalten, haben aber mit dem 4. Gesamtplatz noch das Beste daraus gemacht und belegen dadurch sogar den sensationellen 2. Platz in der AARC-Zwischenwertung nach 3 Läufen.

Auf Platz 5 konnten sich Martin Kdér & Radek Sladkovsky einreihen. Die beiden Tschechen bezogen damit den zweiten Platz in der Klasse C5, hinter ihren ausgefallenen Landsleuten Josef & Jaroslav Urban, die durch ihren Ausfall in Zagreb auf den 4. Platz der AARC Zwischenwertung zurückgereiht wurden. Auch Patrik Kdér & Milan Skolka brachten ihren Skoda nicht ins Ziel. Kdér/Sladkovski haben damit die Ehre für Skoda und auch für Tschechien gerettet.

Auf Platz 6 konnten wir Janos Locher & Fanni Molnar aus Ungarn begrüßen, die mit ihrem Peugeot 106 mit einigen technischen Problemen zu kämpfen hatten und dann noch unverschuldet 10 Strafsekunden bekamen, weil ein Techniker zu lange gebraucht hat, das GPS zu reparieren. Janos Locher belegt derzeit den 3. Platz in der Klasse C5.

Marco Crozzoli & Fillipo Nodale aus Italien kamen mit ihrem Opel Astra GTI als siebentes Team des AARC ins Ziel, haben damit wieder wichtige Punkte für die Gesamtwertung gesammelt und haben damit auch die Führung in der Klasse C3 übernommen.

Den genauen Zwischenstand nach der dritten Rally findest Du unter www.alpeadriarallyclub.eu

Der 4. Lauf des AARC, die Rally Zelezniki in Slowenien, findet am 29/30. Juni 2024 statt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche