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Kampfansage im Titelkampf Ott Tänak will sich Thierry Neuville nicht kampflos geschlagen geben
Motorsport Images

Tänaks Kampfansage im WRC-Titelkampf: "Thierry ist noch nicht sicher"

Trotz 29 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen Thierry Neuville gibt sich Ott Tänak im Kampf um den Titel in der Rallye-WM (WRC) 2024 noch nicht geschlagen.

Nach vielen vergeblichen Anläufen ist Hyundai-Pilot Thierry Neuville nur noch zwei Rallyes von seinem großen Ziel entfernt: dem Titelgewinn in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Der Belgier geht als Tabellenführer und klarer Favorit in die beiden Läufe in Zentraleuropa und Japan, wird dort aber sicher nichts geschenkt bekommen - auch nicht von seinem Teamkollegen Ott Tänak.

"Natürlich ist der Abstand sehr groß, aber Thierry ist noch nicht sicher", unterstreicht der Este seine eigenen Ambitionen auf den zweiten WM-Titel und sendet gleichzeitig eine leise Kampfansage an seinen Teamkollegen.

29 Punkte beträgt Tänaks Rückstand auf Neuville. Bei den letzten beiden WM-Läufen der Saison 2024 sind noch maximal 60 Punkte zu vergeben. Aufgrund des aktuellen Punktesystems, das separate Punkte für die Samstags-, die Sonntagswertung und die Powerstage vergibt, dürfte es für Tänak allerdings schwierig werden, den Rückstand aus eigener Kraft noch aufzuholen.

Wichtiger Kampf um den Herstellertitel

Realistisch betrachtet muss er auf einen Totalausfall von Neuville hoffen, will er selbst nach 2019 zum zweiten Mal Weltmeister werden. Kämpfen kann er aber, denn Hyundai hat bisher keine Anstalten gemacht, den Kampf um die Fahrerwertung durch eine Teamorder pro Neuville abzusichern.

Aus Sicht des Herstellers wäre es auch egal, welcher der beiden Piloten Hyundai den ersten Fahrertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft beschert. Das Team wird sich in den verbleibenden Läufen vor allem auf den Gewinn der Herstellerwertung konzentrieren. Dort ist der Vorsprung auf die Konkurrenz von Toyota nach der Rallye Chile von 35 auf 17 Punkte geschrumpft.

Dabei hatte Hyundai sogar noch Glück, denn angesichts der Überlegenheit des GR Yaris in Südamerika hätte Toyota den Rückstand noch deutlich verkürzen können. "Wir hatten vielleicht etwas Glück, dass Seb [Ogier] am Freitag Probleme hatte, aber ansonsten konnten wir gegen die Toyota nichts ausrichten. Wir haben unser Bestes gegeben und alles herausgeholt, was wir konnten", sagt Tänak, der die Rallye hinter den beiden Toyota-Piloten Kalle Rovanperä und Elfyn Evans auf Rang drei beendete.

Neuville appelliert: Bitte kein interner Kampf

"Der Kampf ist definitiv noch nicht vorbei und wir müssen hart arbeiten", sagt Tänak, der aber erwartet, dass Hyundai bei den beiden Asphaltrallyes am Ende der Saison wieder konkurrenzfähiger als Toyota sein wird.

Neuville hofft seinerseits, dass sich Hyundai und damit auch sein Teamkollege Tänak im Saisonendspurt auf den Kampf um den Herstellertitel konzentrieren. "Es ist wichtig, keinen internen Kampf zu führen und bereit zu sein, Toyota zu schlagen", sagt er.

"Natürlich gibt es einen Kampf zwischen mir und Ott, und niemand wird das größte Risiko eingehen, aber wir haben einige wichtige Punkte gegen Toyota verloren", fährt der Belgier fort. "Wir brauchen eine gute Herangehensweise und Strategie als Team, um sicherzustellen, dass wir die Konstrukteursmeisterschaft nicht verlieren."

Motorsport-Total.com

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