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Jännerrallye: Nach SP7
Foto: Harald Illmer

Nach SP7: Der Meister zeigte seine Klasse

Nach bisher sieben gefahrenen Sonderprüfungen führt Simon Wagner das Feld an - heute warten noch vier Prüfungen auf die Teilnehmer

Sieben von insgesamt 19 Sonderprüfungen ist die 38. LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER in und rund um Freistadt alt, und vorne liegen jene Piloten, mit denen man von vornherein auch rechnen konnte. Auf das Teilnehmerfeld und auch die Fans wartete auf der heutigen zweiten Etappe fast sympathisches Winterwetter mit erträglicher Kälte, weil nämlich erfreulicher Windstille.

Die Highlights des bisherigen Tages, der bis zum Abend noch vier Wertungsabschnitte im Programm hat: Die Königsprüfung über 21,3 Kilometer in Unterweißenbach (die längste in Österreich) konnte erst mit 18 Minuten Verspätung gestartet werden. Einige der Tausenden Zuschauer mussten vom Sicherheitsdienst erst von ihren zu riskanten Stellplätzen zurückgedrängt werden. Gewonnen hat sie so wie auch die heutige Auftaktprüfung in Pierbach der offensichtlich äußerst ausgeruhte Michael Lengauer. Der Jännerrallye-Vorjahrssieger trieb seinen Skoda Fabia Rally2 mit einem Schnitt von fast 92 km/h in über Eis und Schnee, wenngleich er gestand: „Auf der langen Prüfung hatte ich gleich zu Beginn bei einer Linkskurve einen kapitalen Schriebfehler. Da war ich praktisch schon draußen, aber es ist sich dann irgendwie haarscharf noch ausgegangen.“

Dass die Rallye noch lang ist und also noch einiges passieren kann, war auch die Meinung der unmittelbaren Lengauer-Jäger. „Es läuft alles nach Plan. Noch ist nicht die Zeit nervös zu werden“, sagte der bis dahin Zweitplatzierte Simon Wagner, der dafür bekannt ist, sowieso nie nervös zu sein, und wie zum Beweis seiner Worte sowohl die SP 4 in Kefermarkt als auch die SP 5 in Pierbach für sich entschied. Diese sogar mit einer Fabelzeit, die sich noch weniger erklären ließ, als bekannt wurde, unter welchen Umständen sie zustande gekommen war. Trotz einer vom Kontakt mit einer Schneestange eingeschlagenen Windschutzscheibe nahm der regierende Champion Lengauer (der einen Abzweiger übersah) 13 Sekunden ab und löste diesen als Spitzenreiter ab. Kurz darauf musste die SP 5 jedoch abgebrochen werden. Der Ungar Kristof Klausz im Skoda Fabia Rally2 flog heftig ab, und sein Copilot Tamas Papp musste ärztlich versorgt werden, weil er über Schmerzen klagte.

Hinter dem Führungsduo stehen momentan zwei Citroen C3 Rally2. In einem sitzt der Tscheche Jan Cerny, im zweiten der österreichische Vizemeister Luca Waldherr. Der Niederösterreicher ist mit Platz vier (noch) zufrieden. „Momentan ist es nur wichtig, das Auto auf der Straße zu halten und trotzdem am Podestplatz dranzubleiben.“

Den Schlagabtausch mit einer Schneestange verlor in der Früh nicht nur die Windschutzscheibe von Simon Wagners Hyundai i20, sondern auch jene von Hermann Neubauers Ford Fiesta Rally2. Die dadurch entstandenen Sprünge irritierten den Salzburger zwar, zumal er auch einige Splitter ins Gesicht bekam, aber er gibt zu. „Es wäre sicher mit klarer Sicht ein wenig schneller gegangen, aber das Tempo ganz vorne hätte ich wohl nicht mitgehen können. Das ist schon sehr speziell.“

Pech hatte auch Philipp Kreisel, der eigentlich eine starke Performance lieferte. Ausgerechnet auf der längsten Prüfung der gesamten Rallye handelte er sich einen Reifenschaden am Toyota Yaris Rally2 ein. Am Ende stand dadurch ein Rückstand von über acht Minuten in der Ergebnisliste. Den Weg ins Service schaffte der Lokalmatador aus Rainbach bei Freistadt dann leider gar nicht mehr. Morgen geht er aber wieder an den Start.

Die SP 7, die wie zuvor auch als SP 4 in Kefermarkt gefahren wurde, holte sich der Tscheche Jan Cerny. Ob ihrer Kürze von nur 3,5 Kilometer änderte sich am derzeitigen Gesamtstand jedoch nichts mehr.

In der ORM 2 führt der Deutsche Hermann Gassner im Renault Clio das Feld klar an. Er liegt über eine Minute vor Martin Rossgatterer (Ford Fiesta Rally3) und Alexander Baumgartner (Mitsubishi Evo III).

Die Wertung in der ORM 3 sieht weiterhin den letztjährigen Junioren-Staatsmeister Marcel Neulinger (Opel Corsa) vorne. Zweiter ist Alexander Kaar (Peugeot 208),

Und in der Historischen Staatsmeisterschaft hat Günther Königseder (Lancia Delta Integrale) einen klaren Vorsprung auf den gestern noch führenden Markus Oßberger ((Audi Coupe Quattro).

38. Jännerrallye, Zwischenstand nach 7 von 19 Sonderprüfungen

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