RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC, Monte-Carlo: Tag 1 (SP3) Thierry Neuville führt nach drei Prüfungen bei der Rallye Monte-Carlo 2025
Motorsport Images

WRC Rallye Monte-Carlo 2025: Thierry Neuville führt nach Ogiers Fehler

Sebastien Ogier bestimmt zunächst das Geschehen bei der Rallye Monte-Carlo, doch nach einem Fahrfehler übernimmt Thierry Neuville am Donnerstag die Führung

Gelungener Start ins Unternehmen Titelverteidigung: Thierry Neuville (Hyundai) führt nach dem ersten Tag der Rallye Monte-Carlo, dem Saisonauftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025. Nachdem zu Beginn Sebastien Ogier (Toyota) mit Bestzeiten auf den ersten beiden Wertungsprüfungen das Tempo bestimmt hatte, fiel der Franzose auf der letzten Prüfung des Tages nach einem Fahrfehler zurück.

Davon profitierte Neuville, der die Rallye nach drei von 18 Wertungsprüfungen anführt. Sein Vorsprung auf Elfyn Evans (Toyota) beträgt allerdings nur 2,0 Sekunden, Ogier liegt nach seinem Ausrutscher 12,8 Sekunden zurück.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Hyundai-Teamkollegen Ott Tänak und Adrien Fourmaux. Sechster wurde nach einem verhaltenen Start Kalle Rovanperä (Toyota), Siebter Gregoire Munster im schnellsten Ford von M-Sport. Takamoto Katsuta, Sami Pajari (beide Toyota) und Nikolai Gryasin (Skoda) als Führender der WRC2-Wertung komplettieren die Top 10.

Blitzstart in die Saison von Ogier

Traditionell fiel der Startschuss zur Rallye Monte-Carlo am Donnerstagabend. In der Dunkelheit absolvierten die Fahrer die ersten Wettbewerbskilometer in den überarbeiteten Rally1-Autos ohne Hybrid-Antrieb und mit den neuen Hankook-Reifen. Das südkoreanische Unternehmen hat Pirelli als Reifenlieferant für die Königsklasse der Rallye-Weltmeisterschaft abgelöst.

Der Start ins neue Rallye-Jahr gelang auf eisfreien und weitgehend trockenen Straßen dem erfahrensten Piloten am besten. Ogier sicherte sich souverän die erste Bestzeit der Saison 2025 und war 3,9 Sekunden schneller als sein Teamkollege Evans, während Mitfavoriten wie Tänak und Rovenperä vorsichtig in die Rallye starteten und mehr als zehn Sekunden langsamer als Ogier waren.

Auch auf der zweiten Prüfung war Ogier der Schnellste - diesmal allerdings nur 0,9 Sekunden vor Neuville. Während sich Tänak steigerte, verlor Rovanperä erneut mehr als 20 Sekunden auf seinen Teamkollegen und damit frühzeitig den Anschluss an die Spitze.

Stimmungsvolle Bilder, aber Sichtprobleme für die Fahrer

Auf der dritten Prüfung rutschte Ogier nach rund 3,7 Kilometern in einer leichten Rechtskurve kurz von der Straße und verlor gut 15 Sekunden. "Es war viel Schlamm auf der Straße. Wir wurden überrascht und haben seitlich einen Pfosten getroffen. Wir hatten Glück, dass wir davongekommen sind", schilderte Ogier den Vorfall bei Rally.TV.

Insgesamt verlor Ogier auf der Prüfung 23,5 Sekunden auf die Bestzeit, wodurch auch Evans an ihm vorbeizog. Die Führung übernahm Neuville, der zufrieden auf seinen ersten Rallye-Tag mit der Startnummer 1 des amtierenden Weltmeisters zurückblickt: "Wenn man bedenkt, dass ich bei diesen Bedingungen noch nicht mit den Reifen gefahren bin, sind wir auf einem guten Weg und haben unser Ziel, den Tag zu beenden, erreicht", so Neuville bei Rally.TV.

Die zahlreichen Zuschauer sorgten wie gewohnt mit Feuerwerken für eine besondere Atmosphäre, übertrieben es aber an einigen Stellen. "Aus der Ferne sieht das toll aus, aber manchmal stellen sie die bengalischen Feuer direkt auf die Straße. Dann sieht man nichts mehr, das ist gefährlich", sagte Neuville nach der zweiten Wertungsprüfung.

Die Rallye Monte-Carlo wird am Freitag (24. Januar) fortgesetzt. Dann stehen zwei Schleifen mit je drei Wertungsprüfungen über insgesamt 107,34 Kilometer auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Unser Kolumnist, ORF-Legende Peter Klein, war zu Besuch bei einem großen Künstler, der weit über den Motorsport hinaus geschätzt und geliebt wird...

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

Rosenberger mit Sensations-Premiere

Stohl: „Können stolz sein auf dieses Auto“

Kris Rosenberger überrascht mit sensationeller Lancia Rally 2-Österreich-Premiere. Drahtzieher war Manfred Stohl - wir haben mit dem STARD-Chef gesprochen.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.