RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: News

Kris Meeke bangt um WRC-Cockpit

Eine Saison voller Höhen und Tiefen für Kris Meeke. Zwar feierte der Brite einige Erfolge, aber reicht es für das WRC-Cockpit im nächsten Jahr?

Kris Meeke erlebt in diesem Jahr in der Rallye-WM (WRC) eine Saison mit Höhen und Tiefen. Sein erster Sieg in Argentinien sticht positiv heraus, auch wenn Volkswagen dort eine extrem schlechte Rallye hatte. Ansonsten schaffte es Meeke nur am vergangenen Wochenende in Australien als Dritter auf das Podest. Ansonsten gab es viele Rückschläge, Unfälle oder Ausfälle. Mit 71 WM-Punkten hält der Citroen-Werksfahrer den sechsten Platz in der WM.

Für Meeke geht es auch um die Zukunft. Citroen-Sportchef Yves Matton gab seinen Fahrern Meeke und Mads Östberg bei den Rallyes in Finnland, Deutschland und Australien Freie Hand. Sie konnten selbst über ihre Taktik entscheiden und sich präsentieren. In Finnland und Deutschland nahm Meeke nichts Zählbares mit. Der dritte Platz in Australien war ein Befreiungsschlag.

Aber reicht das, um die Vertragsverlängerung zu sichern? "Ich habe keine Ahnung, ich habe noch nicht mit Yves gesprochen. Es gab noch keine Vertragsgespräche. Vielleicht liegt es nicht nur an Yves, ich muss mit jedem sprechen. Ich muss sichergehen, dass ich im nächsten Jahr in der WRC bin", sagt Meeke nach der Australien-Rallye. Sein Talent wird im Fahrerlager anerkannt. Aber um Sebastien Ogier herausfordern zu können, muss alles perfekt klappen.

In Australien gelang Meeke eine gute Vorstellung. Der 36-Jährige hatte die Pace, um ganz vorne mitzukämpfen. "Ich habe meinen Job erledigt, aber ich weiß nicht, wie wichtig dieses Resultat sein wird. Dazu muss man meinen Boss fragen, oder einen anderen Boss, ob ich Potenzial habe", will sich Meeke auch bei anderen Teams ins Gespräch bringen. "Wir werden es sehen. Jetzt müssen wir hart weiterarbeiten."

Matton war nicht bei der Australien-Rallye vor Ort sondern überwachte das WTCC-Team von Citroen beim Renneinsatz in Japan. Er wurde in Coffs Harbour von Marek Nawarecki vertreten. "Wir wissen, dass Kris in Australien sehr konkurrenzfähig sein kann. Er hat das Beste aus dem Auto, den Bedingungen und seiner Strategie gemacht", lobt Nawarecki. "Zu Beginn konnte er die Führung übernehmen und am Ende den Podestplatz absichern."

Offen ist, ob auch Östberg 2016 bei Citroen bleiben darf. Der Norweger überzeugte in dieser Saison zwar nicht mit seinem Speed, dafür aber mit seiner Konstanz. Östberg sammelte bei allen Rallyes WM-Punkte und musste erst in Australien nach dem "Recce"-Unfall wegen gebrochener Rippen passen. "Das tut uns natürlich sehr leid. Wir hoffen, dass er sich rasch erholt und am Vorbereitungstest für die Tour de Corse teilnehmen kann", sagt der stellvertretende Teamchef über den weiteren Plan.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP13)

Hyundai-Drama sorgt für offenen Titelkampf

Oliver Solberg dominiert auf Sardinien und profitiert vom Pech der Hyundai-Piloten: Elfyn Evans liegt nur noch sechs Punkte vor dem Schweden

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.