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Estland-Rallye 2019

Estland-Rallye will in den WM-Kalender

Estland arbeitet an einem Plan, binnen dreier Jahre Teil der WM zu werden; die Hersteller nutzen die Rallye als Vorbereitung auf Finnland.

An diesem Wochenende findet die Estland-Rallye statt. Die Servicezone dieses nationalen Rallyelaufs befindet sich in Tartu, der zweitgrößten estnischen Stadt nach der Hauptstadt Tallinn. In jüngerer Vergangenheit hat sich der ehemalige Rallye-EM-Lauf für die WRC-Hersteller zu einer willkommenen Gelegenheit entwickelt, sich auf den anstehenden WM-Lauf in Finnland vorzubereiten.

Heuer sind mit Craig Breen (Hyundai), Elfyn Evans (M-Sport), Esapekka Lappi (Citroën), Andreas Mikkelsen (Hyundai) und Ott Tänak (Toyota) alle vier WM-Hersteller am Start. Mit rund 100 Fahrzeugen ist das Teilnehmerfeld auch insgesamt gut gefüllt. Die Veranstalter der Estland-Rallye hegen deshalb den ambitionierten Plan, in naher Zukunft Teil der Weltmeisterschaft zu werden.

Rallyedirektor Urmo Aava, der selbst Erfahrung als WRC-Pilot hat, bestätigt dies: "Die WM ist unser Plan. Alle sagen uns, dass das unmöglich ist, aber wir träumen davon und geben nicht auf. Wir haben einen Dreijahresplan, um den Event weiterzuentwickeln. Wir machen das aber auf eine etwas andere Weise. In der Vergangenheit haben wir Straßen vorbereitet, auf denen die Teams für Finnland testen konnten."

"Jetzt bereiten wir die Straßen für die Zukunft der Rallye und für die Fans vor. Ja, wir bauen immer noch Sprünge ein und machen den Untergrund härter, damit es für Finnland repräsentativ ist, aber wir wollen nun die sicherste Umgebung gestalten, die möglich ist, damit die Fans zuschauen können. Wir bauen spezielle Zuschauerbereiche. Dort sind die Fans sicher und können die Autos über einen Kilometer verfolgen; wir wollen aber keinen Rallycrosskurs daraus machen."

Die Rallye soll noch sicherer und zuschauerfreundlicher werden – wichtige Kriterien für den Automobilweltverband FIA. Trotzdem hält Aava fest, dass Estland nicht vor 2022 Teil des WM-Kalenders werden kann. "Wir wollen seitens der Organisation bereit sein. Momentan lernen wir noch. Wenn wir vor 2022 aufgenommen würden, wären wir nur Durchschnitt. Das wollen wir aber nicht sein." Man will sich also bestens vorbereitet bei der FIA anmelden.

Dank seines Status könnte Estland jederzeit eine sogenannte "Kandidatenrallye" durchführen, bei der die FIA alle Details überprüft, um festzustellen, ob die Rallye WM-tauglich wäre. Finanzielle Unterstützung erhält die Rallye von der öffentlichen Hand, diese Verträge müssen aber jedes Jahr im Oktober verlängert werden. "Wir erhalten starke Unterstützung von staatlicher Seite. Die Regierung versteht, was wir tun, und die Rallye-WM ist Teil des Entwicklungsplans", so Rallyedirektor Aava.

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