RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Interview

FIA: WRC-Hybrid-Autos nicht teurer

Yves Matton will die Einführung des Hybridantriebs so sanft wie möglich gestalten: Kosten sollen im Rahmen, das Feld dicht zusammen bleiben.

FIA-Rallyechef Yves Matton ist zuversichtlich, dass die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auch mit der Einführung von Hybridsystemen im Jahr 2022 so heiß umkämpft sein wird wie zum jetzigen Zeitpunkt.

Bei der nächsten Tagung des Motorsport-Weltrats (World Motor Sport Counsil; WMSC) werden weitere Teile zur neuen Ära bekanntgegeben werden. Matton sagt, dass dabei Kosteneffizienz und ein enges Starterfeld ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

"Ziel ist, dass die Autos dasselbe kosten wie die jetzigen", sagt er. "Wir können das erreichen, indem wir ein paar ökonomisch sinnvolle technische Eingriffe an anderen Teilen des Autos einlegen. Aber noch haben wir diese Teile nicht definiert. Wir versuchen, dass die Investitionen für die Hersteller so gering wie möglich ausfallen und sich schnell auszahlen werden."

"Der Plan ist, mit einer kosteneffektiven Hybrid-Lösung aufzuwarten, weil wir nicht wollen, dass die Kosten aus dem Ruder laufen, wie wir es in anderen Rennserien gesehen haben."

Neueinsteiger binnen zwei Jahren titelreif

"Dasselbe gilt für den Wettbewerb und die Performance. Wir wollen, dass beides gleich bleibt. Wir wollen, dass die Hersteller weiter so dicht beieinander liegen wie es jetzt der Fall ist. Das erlaubt es einem Hersteller, einzusteigen und gleich auf einem relativ hohen Niveau zu sein, wie wir es bei Toyota gesehen haben, als sie eingestiegen sind."

"Wir wollen, dass neue Hersteller einsteigen und binnen zwei Jahren reif für den Titel sein können. Diese Situation haben wir jetzt und so wollen wir es weiter garantieren."

Über die technischen Spezifikationen der neuen Autos gibt Matton nicht allzu viel preis. Neuigkeiten über einen Zulieferer für die Batterien und den Motor werden nach der WMSC-Sitzung erwartet.

Auch die Zukunft der aktuellen World Rally Cars ist ein Thema. Die FIA möchte eine Wiederholung der WRC Trophy verhindern. Diese hat es 2017 gegeben, als die neue, schnellere Fahrzeuggeneration eingeführt wurde. Damals waren die 2016er-Boliden in einer eigenen Klasse startberechtigt. Doch nur drei Fahrer warteten mit einem nennenswerten Programm auf. Meister wurde damals der Grieche Jourdan Serderidis.

Matton dazu: "Wir werden sehen, ob wir eine neue Kategorie für die bisherigen Fahrzeuge schaffen werden. Der letzte Versuch war kein großer Erfolg. Wir müssen uns das ansehen, es hat aber derzeit keine hohe Priorität." Die WRC Trophy wurde nach 2017 gleich wieder abgeschafft.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht

Wagner gewinnt Thriller-Showdown

Vor der abschließenden Powerstage fehlten Simon Wagner nur noch 1,3 Sekunden auf Michael Lengauer - der fünffache Staatsmeister konnte das Blatt tatsächlich noch wenden...

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach Tag 1 (SP7)

Lengi-Show im steirischen Süden

Michael Lengauer drückte der 13. Ausgabe der Rebenland Rallye in Leutschach seinen Stempel auf / Er hielt Topfavorit Simon Wagner auf Distanz und geht als Halbzeit-Führender in den entscheidenden morgigen Samstag

Stohl/Müller bei Veszprem Rallye

Stohl/Müller haben Lust auf Schotter

Manfred Stohl und Peter Müller starten am Wochenende bei der legendären Veszprem Rallye - weiter südlich starten Lichtenegger/Ettel bei der Ciocco Rally.

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 3 (SP16)

Katsuta erbt Spitze nach dreimal Toyota-Drama!

Oliver Solberg, Sebastien Ogier und Elfyn Evans stranden alle auf Samstagsetappe der "Safari" - Takamoto Katsuta vor erstem WRC-Sieg - Kritik am Veranstalter

TEC7 ORM, Rebenland-Rallye: Fotos Testtag

Die besten Bilder vom Rebenland-Testtag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom Test für die bevorstehende Rebenland-Rallye.

Lavanttal Rallye ist bereit

Lavanttal Rallye in den Startlöchern

Österreichs älteste und nach wie vor aktive Rallye findet vom 9. bis 11. April 2026 im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg statt.