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Premierensieg für Christian Kornherr

Eigentlich wollte er nur Spaß haben und die Fans durch das Seitenfenster grüßen - doch am Ende hieß der Sieger der Mossandl-Rallye Christian Kornherr...

Fotos: Race Rent Austria

Viel Freude hatte das Race Rent Austria Team an diesem Wochenende. Eine Woche vor der Rallye W4 wurden in Deutschlad gleich zwei Rallyes zugleich absolviert. Wolfgang Schmollngruber betreute die Einsätze von Christian Kornherr/Roman Steinbauer sowie Michael Klotz/Christoph Eichhorner bei der vom MSC Mamming veranstalteten Mossandl-Rallye, Alexander Schmollngruber betreute den Einsatz von Rudolf Leitner/Michael Kiesenhofer bei der Oberland-Rallye rund um Altenstadt. Bei beiden Bewerben herrschten schwierige Bedingungen vor - und alle drei Teams sahen nicht nur die Zielrampe sondern konnten auch ihr Talent in die Auslage stellen. Allen voran Christian Kornherr, der die Mossandl-Rallye 2019 wohl nie ganz vergessen wird - schließlch hat er sie, obwohl gar nicht beabsichtigt, gewonnen. Wolfgang Schmollngruber zeigte sich beeindruckt: „Dafür, dass er den gesamten Bewerb mit Schotterreifen fuhr und er eigentlich aufs Driften aus ist, war das eine großartige Vorstellung, auch die anderen beiden Teams sind super gefahren, da kann ich nur gratulieren.“

Kornherr/Steinbauer: „Konnte es nicht glauben“

„Ich habe es selbst nicht glauben können - denn eigentlich bin ich gleich auf der ersten Prüfung einen ziemlichen Topfen gefahren“, sagt Christian Kornherr am „Tag danach“. Denn am Samstag konnte der Mann, der bei Rallyes am liebsten den Fans durch das Seitenfenster zuwinkt, die Mossandl-Rallye gewinnen.

Auf SP1 fuhr Kornherr gleich einmal die schnellste Zeit, und das obwohl er „einmal in einem Acker landete und einmal falsch abbog“. Nach SP3 hatten Kornherr/Steinbauer plötzlich riesigen Rückstand: „Mir ist das gar nicht aufgefallen aber Roman, mein Copilot meinte: ‚Bist du deppert, die haben uns hergebrannt, die haben uns drei Minuten gegeben.‘ Da wir auf SP3 aber keine Fehler drinnen hatten, haben wir reklamiert und tatsächlich war es ein Fehler der Zeitnahme, der korrigiert wurde.“

Christian Kornherr/Roman Steinbauer (Mitsubishi Lancer Evo VI) fuhren sämtliche Prüfungen mit Schotterreifen, konnten damit auch auf zwei Asphalt-Prüfungen die Bestzeit einfahren.

Naturgemäß freut sich Kornherr über den Sieg, sagt aber auch: „Ich bleibe bei meiner Vorliebe für das Driften - wir fahren ausschließlich, weil wir Spaß haben wollen. Würde ich jetzt versuchen, bewusst schnell zu fahren, würde das gar nicht gehen.“

Jetzt freut sich Kornherr bereits auf die Winter-Events wie den berühmten Ice Grand Prix von Zell am See oder den E vent in Leutschach....

Michael Klotz fuhr im Vorjahr bei der Mossandl-Rallye zum ersten Mal ein von Race Rent Austria eingesetztes Rallye-Fahrzeug, den Mazda 323 - ein Jahr später trat er mit dem Mitsubishi Lancer Evo VII des Teams bei der gleichen Rallye an. Heuer waren die Bedigungen „schwierig, schlammig, es war viel Laub auf der Straße, was es noch rutschiger machte“. Doch das Duo Michael Klotz/Christoph Eichhorner löste die Aufgabe beinahe fehlerlos: „Lediglich einmal haben wir eine Schikane touchiert und dafür 30 Strafsekunen erhalten.“ Ohne diese Strafsekunden wäre sogar noch Platz vier möglich gewesen, doch auch Platz fünf ist eine große Leistung, wenn jemand nur einmal im Jahr fährt. Michael Klotz nickt: „Das gibt einem schon eine gewisse Genugtuung - aber das Geld für mehr Einsätze habe ich einfach nicht.“

Großes Lob gibt es für Copilot Christoph Eichhorner: „Er erledigte seinen Job fehlerfrei wie immer.“ Und auch Race Rent Austria hat es Klotz angetan: „Wenn Schmolli dann den Laptop ansteckt und er die Daten studiert und mit dir durchgeht, dir sagt, wo du noch etwas optimierren kannst - da fühlst du dich gut aufgehoben, da wird dir geholfen!“

Eines fügt Michael noch hinzu: „Wolfgang sagte, der Evo sei ein Büffel. Und Recht hat er. Wir hatten ein Hoppala, doch der Evo blieb heil - das wäre mit dem Mazda vielleicht anders ausgegangen.“ Die Frage nach dem nächsten Einsatz stellt sich nicht: same Time, same Station.

Leitner/Kiesenhofer: „Coole Veranstaltung“

Auf Einladung von Niki Schelle fuhren Rudolf Leitner und Michael Kiesenhofer die Oberland-Rallye: „Es war eine coolle Veranstaltung - vormittags erstellst du den Aufschrieb, nachmittags wird gefahren. Die Prüfungen waren schnell, aber ganz und gar nicht langweilig. Das Besondere bei dieser Rallye: Du musst vor dem Start die Reifenwahl treffen und bei dieser dann auch die gesamte Rallye über bleiben.“

Die Intermediates waren dann auch rompt eine gute Wahl: „DieWetterprognose lautete, dass es schöner wird, aber erst gegen Ende der Rallye.“ Auf SP2 hat sich Leitner gedreht, auf SP3 folgte eine viertschnellste Zeit mit nur rund sieben Sekunden Rückstand, auf SP6 wurde ihm denn prompt das schönere Wettter beinahe zum Verhängnis: „Die Sonne schien mir direkt ins Auge und blendete mich, sodass ich bei einem Abzweig den Notausgang nehmen musste, was uns rund 14 Sekunden gekostet hat.“ Am Ende wurde es der gute sechste Platz - und nach der Siegerehrung gab es noch Bezingespräche mit dem bei der NÖ-Rallye neu gewonnenen Freund Niki Schelle. „Ich habe mich bei dieser Rallye gleich wohl, gleich daheim gefühlt“, sagt Rudolf Leitner, der längst wieder unter dem Auto liegt: „Vorbereitungen für die Rallye W4, wir haben in unseren Mitsubishi Lancer Evo V bereits ein sequentielles Getriebe eingebaut. Die Rallye W4 kann kommen.“

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