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Christian Schuberth-Mrlik & Rallye W4: „Sind positiv gestimmt!“
Foto: Harald Illmer

Positive Stimmung im Waldviertel

Wird die Rallye W4 Österreichs erste echte Rallye nach dem Ausbruch des Coronavirus? motorline.cc hat sich bei Veranstalter Christian Schuberth-Mrlik erkundigt...

Noir Trawniczek

Für den 13. und 14. November ist die Rallye W4 angesagt - bislang wurde in Österreich jede Rallye abgesagt, einzig das ARC-Training in Langenlois konnte am vergangenen Wochenende abgehalten werden, jedoch ohne Wertung und ohne Publikum. Wird die Rallye W4 tatsächlich stattfinden? Und wird es dabei auch Publikum geben? Christian Schuberth-Mrlik lacht: „Du kennst mich - aufgeben tu’ ich ungern! Und mein Team trägt das mit! Obwohl nicht alle dafür sind - es gibt auch welche, die zu mir kommen und sagen: ‚Lass es heuer lieber sein!‘ Doch ich sehe es als unsere Aufgabe, zu zeigen, dass man auch unter den vorherrschenden Bedingungen eine Rallye abhalten kann.“

Der Vorlauf ist bereits voll im Gange: „WIr haben alles eingereicht. Wir haben zwei Covid19-Beauftragte, die ein Präventationskonzept erstellen. Wir sind positiv gestimmt und hoffen, dass uns dann keine Ampelschaltung alles zunichte macht. Denn wir nehmen die Prävention sehr ernst - ich möchte die Veranstaltung vorbildlich abhalten, ich will eine Custerbildung mit allen Mitteln vermeiden.“ So wird es wie in der Formel 1 Körpertemperaturmessungen geben: „Das Screening macht eine Partnerfirma, die uns hier tatkräftig unterstützt“.

Zuschauer ja, aber „keine großen Massen“

Auch für Zuschauer ist im Konzept des Waldviertlers Platz, wenngleich er einräumen muss: „Es wird Zuschauerplätze geben, doch diese werden exklusiver ausfallen als gewöhnlich. Es tut mir natürlich leid, aber wir können keine großen Massen an Zuschauern zulassen.“ Bei zugewiesenen Sitzplätzen wären das nach aktueller Covid19-Verordnung maximal 3000 Plätze.

Abstriche müssen auch bei der Streckenlänge gemacht werden: „Wir haben die Distanz auf 120 Kilometer verkürzt. Weil in Langenlois bei dem ARC-Training eine geplante Prüfung der Rallye W4 gefahren wurde, werden wir dort heuer nicht fahren - zum einen ist der Untergrund bereits relativ lose und zum anderen möchte ich die Anrainer nicht noch einmal mit Lärm belästigen. Umso mehr freue ich mich darauf, im nächsten Jahr dann auch wieder diese Sonderprüfung zu fahren.“

Respekt und Verantwortungsbewusstsein

Umsichtig und respektvoll gegenüber den Mitmenschen zeigte sich Christian Schuberth-Mrlik auch in seinem Italien-Urlaub: „Es ist mir wichtig, zu erzählen, dass wir dort Restaurants ganz selbstverständlich mit einer Maske betreten haben - es ist für mich ein Zeichen des Respekts den dort lebenden Menschen gegenüber, dass man sich eben so verhält, wie es die dortige Regierung haben möchte und dass man keinesfalls jemanden infizieren möchte. Diese Einstellung möchte ich auch mit der Rallye W4 zum Ausdruck bringen.“

Für Österreichs Rallyeszene wäre eine Rallye W4 ganz besonders wichtig - nachdem ein Versuch, die Rallye Staatsmeisterschaft (ORM) mit der Herbstrallye und der Rallye W4 zu retten aufgrund der Absage der Herbstrallye gescheitert ist, wäre eine erfolgreiche Rallye W4 ein Lichtblick für die ORM 2021: Das Konzept könnte dann den anderen Veranstaltern als Wegbereiter und Blaupause dienen. Christian nickt: „Ganz genau! Die Jännerrallye musste ja leider schon absagen -doch die Staatsmeisterschaft soll ja dann wieder im März losgehen und da wäre es sicher hilfreich, wenn andere Veranstalter im Zuge ihrer Genehmigungsverfahren auf eine erfolgreich absolvierte Rallye W4 verweisen könnten. Wir sind uns auch dieser Rolle als mögliche ‚Wegbereiter‘ bewusst - umso wichtiger ist es, ein starkes Verantwortungsbewusstsein zu signalisieren.“

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