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Rallye Deutschland 2020: kleiner & ohne Zuschauer? Möglicherweise fahren die WRC-Asse im Oktober nur auf dem Militärgelände
ADAC Motorsport

Rallye Deutschland 2020: Ohne Zuschauer und nur in Baumholder?

Der ADAC arbeitet aktuell an möglichen Szenarien für die Durchführung der Rallye Deutschland - Eine Variante: Wertungsprüfungen nur auf der "Panzerplatte"

Beim Veranstalter ADAC laufen derzeit die Planungen für die Durchführung der Rallye Deutschland (15. bis 18. Oktober) auf Hochtouren - unter schwierigen Rahmenbedingungen. Denn aufgrund der COVID-19-Pandemie sind Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. Oktober dieses Jahres grundsätzlich untersagt, was für die Organisation des deutschen Laufs zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt.

Während sich bei Rundstreckenrennen wie beispielsweise der DTM oder der Nürburgring-Langstrecken-Serie auf dem klar begrenzten Areal einer Rennstrecke ein entsprechendes Hygienekonzept vergleichsweise einfach umsetzen und somit eine behördliche Ausnahmegenehmigung erwirken lässt, ist dies bei einer Rallye, deren Wertungsprüfungen sich über ein großes Gebiet erstrecken, ungleich schwieriger.

Als sehr wahrscheinlich gilt, dass Zuschauer bei der Rallye Deutschland nicht zugelassen werden. Dies bringt für den Veranstalter nicht nur erhebliche Einnahmeeinbußen durch fehlende Ticketverkäufe mit sich, sondern auch die praktische Herausforderung, möglicherweise uneinsichtige Besucher von den Wertungsprüfungen fernzuhalten.

Ein durchaus realistisches Szenario ist nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' die Durchführung der Wertungsprüfungen ausschließlich auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, wo traditionell die legendäre WP "Panzerplatte" gefahren wird.

Auf dem Militärgelände wäre das räumliche Areal klar abgrenzbar. Zwar sind Truppenübungsplätze nicht umzäunt, doch gelten sie grundsätzlich als militärischer Sicherheitsbereich, der von Unbefugten nicht betreten werden darf. So ließe sich der Zuschauerausschluss auch rechtlich einfach durchsetzen.

Darüber hinaus bieten die Panzerstraßen auf dem Übungsplatz zahlreiche alternative Streckenführungen, sodass für die notwendige Abwechslung gesorgt wäre. Der Servicepark soll wie geplant am Bostalsee sein.

Eine Entscheidung, ob und in welcher Form die Rallye Deutschland 2020 durchgeführt wird, wird noch im Laufe des Julis erwartet. Jedweden Plänen müssen neben den Regierungen der Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz auch der Automobil-Weltverband FIA und der WRC Promoter zustimmen.

Motorsport-Total.com

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