RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Jänner-Rallye

Hinter schwedischen Gardinen

Franz Matusch und Dominik Riedmayer gehen mit "dem" orangenen Alfa Romeo 4x4 an den Start, die Nacht verbringen sie allerdings hinter Gittern...

Da das Hochwasser die Region der Jännerrallye schwer heimsuchte und in den Fremdenzimmern die Opfer untergebracht sind, müssen der Franz Matusch und sein Co Dominik Riedmayer aus dem Tullnerfeld während der Rallye in die Haftanstalt Linz ausweichen. „Hinter schwedischen Gardinen – ohne etwas angestellt zu haben, das hat was“, grinst das Team.

Gefahren wird in einem legendären Auto, dem orangenen Alfa Romeo 33 4x4. „Dieses Auto könnte über die Jänner bzw. über die Gorbatschow Bände erzählen“, so der 18 jährige Copilot. Der Bolide wird in der Gruppe A6 unter dem MSV Litschau an den Start gebracht.

Franz Matusch, geborener Waldviertler (NÖ), nun berufsbedingt als Exekutivwachebeamte wohnhaft in Wien, nimmt wieder die (hoffentlich) Eis- und Schneerallye in Angriff.

Der verheiratete 38jährige Allrad-Routinier hat 2 Kinder und meint: „Ich hoffe, dass sich die Eigenschaften meiner Hobbys skifahren und dartspielen sich bei der Rallye abermals die Klinke in die Hand geben. Denn Ausdauer, einen optimalen Kurvenradius und Konzentration haben noch keinem geschadet.“

Die "Jänner" sollte ihm keine Schwierigkeiten in den Weg stellen, denn verschiedene Starts mit verschiedenen Autos, unter anderem bereits die Jänner im Vorjahr mit dem Alfa, erhöhten die Routine.

Angesagt wird ihm von Dominik Riedmayer aus Heiligeneich, NÖ. Der 18jährige „halb Waldviertler halb Tullnerfelder“ geht zum 2. Mal als Co an den Start: „Ich bin überglücklich, endlich wieder nach der Pyhrn Eisenwurzen 2002 im Rallyeauto zu sitzen!“

Damals lehrte ihm sein Cousin Markus Hainschwang das Gebetbuch. Seitdem er bei der damaligen Semperit Rallye 1997 im Waldviertel mit dem Rallyevirus infiziert wurde, kann er nicht die Finger vom Rallyeauto lassen. „Ich kann mich gar nicht genug bei denjenigen Leuten bedanken, die mir das ermöglichen. Angefangen vom MSV Litschau, meinem Cousin, über meine Eltern, Familie und Freunde bis zu denen, die für die Durchführung verantwortlich sind.“

„Natürlich wollen wir Spass haben, doch das erstmals zu holende Preisgeld erhöht den Druck.“ Der Alfa bekommt noch ein neues Herz, das die 4 Räder befeuert. Wir werden sehen – wir lassen alles auf uns zukommen.

Man darf gespannt sein: Denn im letzten Jahr musste leider ein Ausfall auf dem hervorragenden 18. Platz verzeichnet werden. Mangels finanzieller Hilfe darf man sich keine Wunder erwarten, doch wir werden unseren Fans und allen anderen Zuschauern Freude bereiten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Jänner-Rallye

Weitere Artikel:

Rallye Dakar 2026: 3. Etappe

Ford dominiert - Guthrie neuer Spitzenreiter

Mitch Guthrie gewinnt die dritte Dakar-Etappe - Al-Attiyah und Loeb verlieren einige Minuten - Ford in der Gesamtwertung auf den ersten fünf Plätzen

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Jännerrallye: Bericht Neulinger

Premierensieg mit BRR im BWT Lancia

Saisonauftakt nach Maß: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger dominierte die Kategorie der 2WD-Fahrzeuge bei der 39. Jännerrallye 2026 klar und holte mit Co-Pilot Jakob Ruhsam den Sieg in der ORM3- und der Junioren-Wertung!

Jännerrallye: Bericht Zellhofer

Viel Schnee war kein Vorteil

Christoph Zellhofer hatte mit dem SUZUKI Swift ZMX keine Chance - der PS-Vorteil wirkte gegen die leichteren Rally3-Autos nicht

Jännerrallye: Bericht Roßgatterer & Wurm

ORM2-Sieg für Roßgatterer

Martin Roßgatterer hat die Jännerrallye in der ORM2 gewonnen. Der Lokalmatador feiert damit gemeinsam mit Andreas Thauerböck seinen größten Karriereerfolg. Teamkollege Manuel Wurm erreichte bei seiner Rally3-Premiere den achten Rang.