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Rallye-ÖM: Dunlop-Rallye

Platz drei und trotzdem nicht zufrieden

Herwig Hüfinger und Co Andi Schindlbacher waren mit großen Erwartungen gestartet – aus dem erhofften Spitzenresultat wurde aber nichts.

Wirklich unzufrieden war man im AMS-Team Rottenmann und in der Mannschaft rund um Herwig Hüfinger und Co-Pilot Andi Schindlbacher zwar nicht – immerhin holte man Platz drei in der Fiat Stilo Trofeo – das gesteckte Ziel den Sieg zu holen, wurde aber überraschend klar verfehlt.

Zu schnell waren der spätere Sieger Michael Böhm und Serien-Dominator Karim Pichler. Das hatte mehrere Gründe, wie Herwig Hüfinger nach der Rallye analysierte:

„Es lief schon auf der ersten Prüfung nicht so richtig rund und am Ende des Tages hatten wir über eine Minute Rückstand, die ich mir nur zum Teil erklären konnte. Einerseits kämpften wir ein wenig mit der richtigen Reifenwahl, andererseits konnte ich einfach nicht voll angreifen.“

„Damit war die Rallye aber leider schon gelaufen. Denn Böhm und Pichler sind am zweiten Tag ein dermaßen hohes Tempo gegangen, dass ich einfach nicht gehen wollte. Permanent 110 Prozent zu fahren ist einfach zu gefährlich.“

„Besonders für ein kleines Team wie wir es sind. Wenn ich mein Auto schwer beschädige, oder gar komplett zerstöre, ist die Saison vorbei. Das hat man natürlich auch immer im Hinterkopf.“

Den zweiten Tag nützte das Team daher für ausführliche Reifen- und Fahrwerks-Tests. „Da haben wir viel gelernt“, so Hüfinger. „Wir fanden zum Beispiel heraus, dass wir bis jetzt zu tief und zu hart abgestimmt hatten. Aber das ist halt die Erfahrung, die uns einfach noch fehlt. Da haben unsere Konkurrenten einfach ein Jahr Vorsprung.“

Um einiges an Erfahrung reicher war das Team dann auch zwei Tage nach der Rallye. Da zerlegte man mit böser Vorahnung den Turbolader – und fand verbogene Schaufelräder vor.

Der lange Admonter nimmt’s gelassen: „Das war für die Leistung des Autos natürlich auch nicht förderlich. Aber das alles sollen jetzt keine Ausreden sein, denn insgesamt müssen wir – allen voran der Fahrer – einfach noch schneller werden. Die Konkurrenz ist verdammt gut, vor allem Michael Böhm hat zuletzt mit seinem Sieg gezeigt, wie schnell er ist. Und Karim Pichler führt nicht umsonst in der Trofeo.“

Mit der Bosch Rallye im Wechselland geht der Lernprozess für das Rallyeteam Hüfinger weiter, im Wechselland wird man dann mit neuem Turbolader am Start stehen. Und schon um den Sieg mitfahren?

Herwig Hüfinger: „Wer weiß. Bei dem Tempo, das die Konkurrenz momentan versucht zu fahren, wird sie nicht immer auf der Straße bleiben. Ich werde weiterhin versuchen konstant zu fahren, das Auto noch besser kennen zu lernen und so viele Punkte wie möglich zu machen.“

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