RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Dunlop-Rallye

Tücken der Technik

Nach der ersten SP in St. Pankraz schien alles nach Plan zu laufen, doch für Andreas Waldherr war’s eine Rallye zum Vergessen.

Nach Plan, das bedeutete die zweitbeste Gesamtzeit für Andreas Waldherr und Richard Jeitler im 250 PS starken VW Golf IV TDI Kit-Car.

Was folgte, war etwas, das man nur als „Tücke der Technik“ bezeichnen kann. Zu Beginn der 2. Sonderprüfung zwischen Windischgarsten und Spital am Pyhrn gab’s plötzlich keine Leistung mehr, Zeitverlust 3 min.

Fieberhafte Suche und ein Turbolader-Wechsel im Service brachten kein Ergebnis, ebenso die Wiederholung der Prozedur im nächsten Service, sodass sich Waldherr/Jeitler über die Prüfungen quälen mussten und am Ende der 1. Etappe auf dem allerletzten Gesamtplatz lagen.

Im 45 min. langen Schluss-Service glaubte man die Ursache dann in einem Haarriss im Intercooler gefunden zu haben, ehe wenig später die wahre Ursache ans Tageslicht kam. Ein Masseschluss im Hauptschalter hatte die Elektronik im Steuergerät völlig durcheinander gebracht, das dann wiederum völlig wirre Daten an den Motor selbst sendete, der daraufhin auf Notprogramm umschaltete und kaum mehr Leistung abgab.

Waldherr/Jeitler gaben trotz des gewaltigen Rückstands nicht auf und bemühten sich am Samstag so gut wie möglich, noch in die ersten 10 in der Dieselwertung zu kommen, um erstens einige Testkilometer zu absolvieren und zweitens noch den einen oder anderen Punkt zu holen.

Wie sich später herausstellen sollte, hätte Platz 10 bereits genügt, um die Meisterschaftsführung zu behaupten, aber als Waldherr auf die vorletzte Sonderprüfung ging, war man noch weit von dieser Konstellation entfernt.

Jedenfalls war auch diese Ausgangsposition das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben war, denn in eben dieser vorletzten Sonderprüfung war Andreas Waldherr vor einer Kurve ein wenig zu schnell und touchierte die Leitplanke, wobei der rechte vordere Dreieckslenker beleidigt wurde und der Kotflügel gröberen Schaden nahm. Die Rallye war damit natürlich beendet.

„Nach dem ganzen Desaster am Freitag war das nur der ‚krönende’ Abschluss. Eines ist allerdings klar: Das Problem war so verzwickt, dass man selbst in einem Werksteam in der Weltmeisterschaft erst nach Stunden draufgekommen wäre. Der Schaden hält sich glücklicherweise in Grenzen und wir werden in zwei Wochen bei der Bosch Rallye wieder voll motiviert an den Start gehen. Dort werden wir dann hoffentlich das hier Versäumte nachholen können, immerhin ist es ja so etwas wie meine zweite Heimrallye.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Dunlop-Rallye

Weitere Artikel:

Project Rally One entwickelt sein Auto für das WRC-Reglement 2027: Beim jüngsten Test in Frankreich saß auch Rekordweltmeister Sebastien Loeb am Steuer

ARC, Herbstrallye: Vorschau Schindelegger

Heimspiel vor dem Grande Finale

Das Rallyeteam Schindelegger startet bei der Herbstrallye in Dobersberg und legt vor dem Grande Finale auf Schotter in Italien ein Heimspiel auf Asphalt ein.

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…