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Rallye-ÖM: Jänner-Rallye

Ein schwarzes Wochenende

Kein Glück im Dark Dog Rallyeteam, Adi Ramoser crasht bereits beim Shakedown, Gottfried Kogler erleidet einen technischen Defekt, Max Zellhofer fliegt am Finaltag ab.

Da die legendäre Jänner-Rallye auch zur Europameisterschaft zählte, hat man sich viele Starter und natürlich auch Zuseher erwartet. Der fehlende Schnee dürfte dann doch einige internationale Fahrer abgehalten haben, nach Oberösterreich zu wandern.

Das niederösterreichische Rallyeteam um Gottfried Kogler ging vollzählig an den Start. Der Vorjahresdritte bei der Jänner-Rallye Martin Zellhofer zählte zu den engeren Favoriten neben Franz Wittmann und Mundl Baumschlager. Doch diese Chance wurde gleich auf der ersten Sonderprüfung zunichte gemacht.

Zellhofers Mitsubishi überhitzte und es dauerte exakte 2 Minuten 10, um ein schadhaftes Thermostat auf der Sonderprüfung auszubauen und die Aufholjagd weiter fortzusetzen.

Team-Oldi Adi Ramoser hatte bereits auf der Testsonderprüfung zuvor seinen Rennboliden gegen einen Baum geparkt. Er wollte nicht glauben, dass doch Eis- oder Regenreifen auf gefrierendem Boden eine bessere Bodenhaftung aufbauen, als die montierten Slickreifen.

Teamchef Gottfried Kogler war sehr zuversichtlich mit seinem neuen Gr. A Boliden an den Start gegangen und versuchte es vorerst mit einer sicheren Gangart. Trotz aufgezogenen Schnee- und Matschspezialreifen konnte er mit seinem Mitsubishi EVO VI mithalten, obwohl die großen Kontrahenten bereits mit Regen- bzw. Mischreifen unterwegs waren.

Auf der sechsten Sonderprüfung brach an der hervorragenden 7. Gesamtplatzierung liegend jedoch das Differential und seine Mechaniker konnten in der vorgeschriebenen Servicezeit von 20 Minuten den Schaden nicht mehr beheben.

So musste der Teamleader Martin Zellhofer die Fahnen des Teams hochhalten. Dies gelang ihm auch in beeindruckender Weise. Somit konnte er mehrere Gr. N Bestzeiten herausfahren und fuhr einige Male sogar drittbeste Gesamtzeiten.

An der 6. Gesamtplatzierung liegend setzte er bei der drittvorletzten Sonderprüfung jedoch alles auf eine Karte. Zog Slickreifen auf, mit dem Ziel, doch die vereinzelten trockenen Straßenstücke ausnützen und somit der Konkurrenz davoneilen zu können.

Der Wettergott vermeinte es aber nicht gut mit ihm. Bei dieser 26 Kilometer langen Sonderprüfung begann es nach 10 Kilometern zu regnen und der gefrierende Boden tat noch das restliche Übel dazu. Max flog mit ca. 160 km/h ab und landete in einem Bachbett. Fazit: Auto stark ramponiert, Fahrer und Beifahrer triefend nass, aber unverletzt.

Man nimmt dieses Nullergebnis somit als Streichresultat für die neue Saison.

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