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Rallye-ÖM: Steiermark-Rallye

Gelingt es diesmal?

Alois Forstenlechner möchte in Admont mit seinem Rallye-Golf die Gruppe H aufmischen, zutrauen kann man ihm das ohne weiteres.

Aufmerksamen Rallye-Besuchern, die etwas länger an den Sonderprüfungen verweilen, wird bei der Dunlop-Rallye in Oberösterreich aufgefallen sein, dass in der Gruppe H ein völlig neuer Name auf sich aufmerksam gemacht hat: Der bisher aus dem Rallycross bekannte Alois Forstenlechner, der kaum über Rallye-Erfahrung verfügte, dominierte mit seinem Allrad-Golf G60 seine Gruppe nach Belieben.

Wie sich einige sicher noch erinnern werden, entspricht dieser Wagentyp jenem Modell, mit dem Raimund Baumschlager im Jahr 1991 die Semperit-Rallye gewinnen konnte und sich im Jahr darauf sogar mehrere Male gegen die mächtige Konkurrenz eines Franz Wittmann durchsetzen konnte. Dieses Auto kann sehr schnell sein, aber da muss auch der Fahrer etwas können. Alois Forstenlechner hat gezeigt, dass er’s kann.

Leider reicht Können allein nicht, um ein gutes Ergebnis zu garantieren. Begonnen hat es mit einem massiven Auspuffschaden, der dem Rallye-Golf ein ganz untypisches Motorgeräusch verliehen hatte: Irgendwo zwischen Lancia Stratos und NSU Rennmax. Ein Vergnügen für die Rallye-Gäste, aber eine Qual für die Besatzung.

Auch das hinderte Alois Forstenlechner und Beifahrer Gerhard Rigl, der sonst Oskar Hebenstreit vorliest, nicht daran, weiterhin die Gruppe H anzuführen. Das Ende kam erst, als ein Gang stecken blieb, weil die Schaltung durch die Motor-Vibrationen in Mitleidenschaft gezogen worden war. Damit ging die Gruppe H-Führung kampflos an Manuel Wurmbrand. Aber die bis dahin gezeigte Vorstellung war hitverdächtig. Vielleicht müssten sich mehr Fahrer aus dem Rallycross bei Rallyes beteiligen, um frischen Wind in die Rallye-ÖM zu bringen.

Nach diesem ermutigenden ersten Versuch mit dem Rallye-Golf möchten es Alois Forstenlechner und Gerhard Rigl nun bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye ein zweites Mal probieren. Auf den teilweise sehr selektiven Prüfungen wird es auf jeden Fall darauf ankommen, alles Vorhandene an fahrerischen Potentialen zu mobilisieren, um vorn dabei zu sein. Für Alois Forstenlechner sieht es da sicher gut aus. Größte Konkurrenten werden aller Voraussicht nach Dirk Klemund mit dem Ford Escort Cosworth (mittlerweile auch schon ein Gruppe H) und eventuell Rene Seitner mit seinem Audi Coupé Quattro sein.

Vielleicht kann Alois Forstenlechner in Admont das zu Ende bringen, was er in Windischgarsten begonnen hat. Zu wünschen wäre es ihm.

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