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Turboschaden zerstört die Meisterschafts-Hoffnungen

Großes Pech für den Meisterschafts-Anwärter der Gruppe N, Kris Rosenberger, ein Turboschaden macht den Titeltraum auf SP 5 zunichte.

Kris Rosenberger hatte sich einiges vorgenommen für das Saisonfinale der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft im Waldviertel, ging es doch um den Meistertitel in der seriennahen Gruppe N. Der Subaru-Pilot ging mit einem Punkt Vorsprung in die Rallye und war topmotiviert, selbst durch einen kleinen Ausrutscher und einem Reifenschaden auf SP 1 ließ sich der St. Pöltner nicht aus der Ruhe bringen.

Zwar verlor Rosenberger wertvolle Sekunden auf seinen Titelrivalen Martin Zellhofer, startete aber danach eine Aufholjagd und war nach SP 4 wieder bis auf 13 Sekunden an Zellhofer dran: „Die Zeiten waren ok, es lief eigentlich alles nach Plan, und wir waren zuversichtlich, noch ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden.“

Auf der fünften Sonderprüfung erlitt das Unternehmen „Meistertitel“ aber zumindest einen herben Rückschlag. Gegen Mitte der SP hauchte der Turbolader seinen Geist aus, Kris Rosenberger versuchte zwar noch, den Subaru über die Prüfung zu schleppen, musste den Boliden dann aber leider endgültig abstellen:

„Ich wollte unbedingt noch über die Prüfung kommen, doch der Schaden war bereits zu groß. Es züngelten dann auch gleich Flammen aus dem Motorraum, die mehrere Male wieder aufloderten, zum Glück ist es mir mit dem Bordfeuerlöscher gelungen, das Feuer einzudämmen und das Auto vor noch größerem Schaden zu bewahren.“

Der Meistertitel ist damit zwar noch nicht endgültig verloren, die Chancen sind realistisch betrachtet aber nur noch theoretischer Natur: Selbst wenn Martin Zellhofer punktelos bleiben sollte, fällt die Entscheidung nur dann zu Gunsten von Kris Rosenberger aus, wenn Hermann Gaßner nicht die Gruppe N gewinnt – und nach sechs Prüfungen führt der Bayer die seriennahe Klasse an.

Die Saisonbilanz fällt für Rosenberger dennoch positiv aus: „Der Subaru Impreza hat uns viel Spaß bereitet und wir haben heuer auch einiges dazu gelernt. Wir sind derzeit in Verhandlungen für die kommende Saison, die Vorzeichen stehen aber ganz gut.“

Nach sechs von 17 Prüfungen führt wie erwähnt Hermann Gaßner in der Gruppe N, Martin Zellhofer liegt als Zweiter auf Meisterschafts-Kurs. Die endgültige Meisterschafts-Entscheidung wird am Samstag feststehen, die Zielankunft in Horn ist für 17:00 Uhr geplant.

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