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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Wenig Brösel, viele Punkte

Bei seiner Heimrallye gab es für den Bäckermeister aus St. Oswald viele wichtige Meisterschaftspunkte, Ernst Haneder kann zufrieden sein.

Die Klasse N4, die höchste Kategorie der seriennahen Rallye-Fahrzeuge, war bei der IQ-Jännerrallye wohl die mit Abstand am stärksten besetzte Klasse, dementsprechend hoch war die Leistungsdichte. Einer der Fahrer, die man hier zu den großen Stars zählen kann, ist Ernst Haneder, der im Vorjahr mit seiner langen Gruppenführung seine größte Stunde erlebt hatte.

Einen solch starken Auftritt würde es in diesem Jahr im Mühlviertel nicht geben, das war von Beginn an klar, denn eine gewisse Eingewöhnungsphase an ein anderes Auto muss man jedem Fahrer zugestehen. Und der von Abst gemietete Mitsubishi Lancer Evo VII war noch ziemliches Neuland.

Doch Ernst Haneder und Beifahrerin Daniela Weissengruber waren „bei der Musik“, was ein nicht zu unterschätzendes Potential für die kommenden Rallyes verspricht. Als echter Mühlviertel-Routinier und Local Hero hatte der Bäckermeister jedoch enorme Zuverlässigkeit bewiesen, indem er an beiden Tagen angekommen war. Ein enormer Qualitätsbeweis, wurden doch unzählige Teilnehmer, gleich welcher Klasse, von den verheerenden Tücken des in unregelmäßigem Abstand auftretenden Glatteises auf das Übelste überrascht. Auch bei denen, die nach einem Abgang weiterfahren konnten, zeugte so manche fehlende Stoßstange oder noch mehr von den außergewöhnlich hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit des Fahrers. Die Zuverlässigkeit der Technik ist dann noch ein eigenes Kapitel.

Bei Ernst Haneder waren sowohl die Besatzung als auch das Fahrzeug zuverlässig, der Mitsubishi gilt in allen verwendeten Evolutionsstufen als Muster an qualitativer Verarbeitung. Auf dieses Auto ist so gut wie immer Verlass.

Das Resümee der Rallye aus sportlicher Sicht ist durchaus zufrieden stellend: Der erste Tag, hinsichtlich Meisterschaftswertung ebenfalls wichtig, endete auf Platz 6 in der Gruppe hinter den unbestrittenen Stars Hermann Gassner, Willi Stengg, Kris Rosenberger, Jan Kopecky und Martin Zellhofer. Durch die Ausfälle von Rosenberger und Stengg, aber auch durch konstanten Speed, konnte dieses Ergebnis am zweiten Tag auf Platz 4 gesteigert werden. Dadurch ergibt sich schon jetzt eine gute Ausgangsbasis für den weiteren Verlauf der Meisterschaft: Ernst Haneder befindet sich derzeit auf dem vierten Platz.

Natürlich blieb auch das Team Haneder/Weissengruber nicht ganz von Schwierigkeiten verschont. Aber bis auf Kleinigkeiten wie zwei Reifenschäden hielten sich die Zwischenfälle erfreulich in Grenzen – ein guter Start in die Saison 2005!

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