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Erster Österreich-Auftritt des Mitropa-Cups

Die Pirelli-Lavanttal-Rallye stellte den zweiten Lauf des Mitropa-Rally-Cups dar, viele Mitropa-Starter waren gekommen und zeigten gute Leistungen.

In einem überaus spannenden und zwei Tage dauernden Rallye-Krimi setzte sich der amtierende österreichische Staatsmeister Raimund Baumschlager auf Mitsubishi Lancer Evo VIII letztlich gegen Herausforderer und Markenkollegen Achim Mörtl durch und wiederholte damit seinen Vorjahressieg bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye. Auf den dreizehn engen und kurvenreichen Asphalt-Wertungsprüfungen (WP) dieses zweiten Laufes zum europaweiten Mitropa-Rally-Cup, lieferten sich die beiden Mitsubishi-Piloten auf den über 200 SP-Kilometern vor 55.000 begeisterten Rallye-Fans einen erbitterten Zweikampf, der von diesen enthusiastisch begleitet und beklatscht wurde.

Bei herrlichem Frühlingswetter waren unter den 129 Startern aus Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Slowenien und Ungarn auch ganze 33 (!) Teilnehmer am Mitropa-Rally-Cup ins kärtnerische Lavanttal gekommen, von denen sich die meisten überaus gut in Szene setzen konnten. Den dritten Platz des Sieger-Stockerls eroberten die beiden Deutschen Ruben Zeltner/Dieter Hawranke (ebenfalls Mitsubishi Lancer EVO VII), während ihre Landsleute Thomas Wallenwein/Markus Poscher im serienmäßigen Mitsubishi-Pendant in der vorletzten WP wegen eines Bremsleitungsdefektes vorzeitig aufgeben mussten. In der gleichen WP endete die Rallye auch für ein weiteres Team aus Deutschland: Alois Scheidhammer und Willi Trautmannsberger mussten ihren Opel Astra GSI 16V ebenfalls mit einem technischen Defekt abstellen. Bereits in der WP acht war der Österreicher Toto Wolff mit Copilot Gerald Pöschl vorzeitig ausgefallen.

Mit einem fünften Platz in der Gruppe der Serienfahrzeuge und dem neunten Gesamtrang beendeten die slowenischen Subaru-Impreza-Piloten Tomaz Kaucic und Peter Zorenc trotz zehn Strafsekunden die Pirelli-Lavanttal-Rallye vor ihren Landsleuten Darko Pelihan und Igor Kacin, die ihren Mitsubishi Lancer EVO VIII auf den achten Gruppen- und den 13. Gesamtrang fuhren. Gerade noch mit Platz 19 in die Top Twenty fuhr sich Ing. Walter Pfeffer mit seinem deutschen Beifahrer Jan Enderle auf einem weiteren Mitsubishi Lancer EVO VII vor seinem Markenkollegen aus Tschechien, Jiri Tosovsky mit Beifahrer Michal Slama. Einen zweiten Platz in ihrer Klasse eroberten Rok Turk/Enej Loznar Kranjc (beide Slowenien) auf Peugeot 206 RC.

Heiß umkämpft war der Auftakt zum Mitropa-Rally-Historic-Cup, in dem lange Zeit der Italiener Eduardo Muner mit Beifahrer Eugenio Picotti auf Porsche 911 führte, bevor sich am Ende der Österreicher Hans-Georg Lindner mit Co Franz Blechinger auf Ford Escort RS 2000 und knappen 19 Sekunden Vorsprung den Gruppensieg holen konnte. Dritte bei den „Historikern“ wurde das österreichische Mercedes 190E-Team Christoph Weber und Markus Hainschwang, gefolgt von Max Lampelmaier mit Copilotin Irmi Quendler (ebenfalls Ford Escort RS 2000), den Italienern Andrea Zanovello/Flavio Minozzi (Fiat 128 Rally) und „Sepp Gruber“/Güner Hain (Ford Escort RS 2000).

Jeweils einen dritten Platz in ihren Klassen belegten das deutsche Ehepaar Wolfram und Gabriele Thull auf Opel Corsa 1,6i sowie die Italiener Norberto Doandi/Mauro Iacolutti auf Peugeot 106 Rallye. Einen fünften Klassenplatz eroberten Luigi Terpin/Enrico Valle auf Citroen Saxo VTS und Lino Acco/Loris Basis auf Renault Clio Maxi; jeweils sechste in ihren Klassen wurden Rodolfo Cosimi/Carlo Fornasiero auf MG Rover ZR 160 und Luca Boscaro/Giacomo De Luca auf Seat Ibiza (alle Teams Italien). Weitere Zielankünfte gab es für: Walter Vida/Luca Benossi (Italien), Peugeot 106 Rallye, Klassenplatz sieben; Guido Sansonetto/Gianfranco Franzin (Italien), Renault Clio RS, Klassenplatz acht; Andrej Juretic/Alessio Fantin (Italien), Renault Clio Williams, Klassenplatz neun; Felix Schmitt/Nancy-Itala Lobos (Deutschland), Mitsubishi Lancer Evo III, Klassenplatz 14 und Boris Pozeg/Tomi Cerjak (Slowenien), Seat Ibiza 1,9 TDI, Klassenplatz 15.

Nicht das Ziel dagegen erreichten: Fabrizio Pascolini/Stefano Perescutti (Italien) auf Lancia Fulvia HF 1,6, Marko und Damjan Jeram (Slowenien) auf Renault Clio, Diego Brazzale/Marco Marchetti (Italien) auf Mitsubishi Lancer EVO VIII, Alexander Knauer/Robert Schedel (Deutschland) auf VW Polo GTI 16V sowie Michael und Kirstin Schmidt (Deutschland) auf Fiat Cinquecento.

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