RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Baumschlager: Von der Planai zur "Jänner"

Nach erfolgreichen Tests mit dem Mitsubishi Evo IX verlief der erste Einsatz im Jahr 2007 für Raimund Baumschlager bei der Planai-Classic weniger erfolgreich.

Beim Oldtimerrennen Planai Classic in Schladming fiel der österreichische Staatsmeister mit Kopilot Andreas Aigner am ersten Tag in einem Colani auf den ersten 15 Sonderprüfungskilometern wegen einer defekten Benzinleistung gleich dreimal aus. „Wir haben das Auto zwar aus eigener Kraft zweimal wieder zum Fahren gebracht, aber beim dritten Mal konnte selbst ein Spezialist nichts mehr ausrichten, das Auto ließ sich im strömenden Regen nicht mehr starten“, erzählte Baumschlager, der am zweiten Tag mit einem Volvo aus der Oldtimersammlung von Ernst Harrach für die Show sorgte.

„Andi und ich sind jeweils einmal auf die Planai hinaufgefahren und hatten viel Spaß.“ Diesmal bei Schnee, der im Mühlviertel bei der IQ Jänner Rallye vom 11.- 13. Jänner noch immer sehnsüchtigst erwartet wird. Jedenfalls deuten sich Verhältnisse wie vor zwei Jahren an, als es ebenfalls kaum Schnee, dafür aber umso mehr Dreck und in den Waldstücken gefährliche Eisplatten besonders in den Bremszonen gab. Damals konnte der Remus-Pilot als einziger Österreicher den Tschechen Vaclav Pech im Ford Focus WRC fordern, auch deswegen, weil er bei den schwierigen Verhältnissen im Reifenpoker der Konkurrenz immer einen Schritt voraus war.

Sein Coup am zweiten Tag auf den eisigen Prüfungen in der Früh mit Slicks zu fahren, um im zweiten Umlauf alle Vorteile ausschöpfen zu können, bestätigte seine Gesamtbestzeit auf SP 14 vor Pech. Pech für Baumschlager war nur, dass er auf der letzten Sonderprüfung kurz nach dem Start seinen BRR Mitsubishi Evo V wegen Differentialschadens abstellen musste. Auch an diesem Tag war nur Pech schneller als Baumschlager gewesen.

Ob Schnee oder nur Schlamm und Eis im Mühlviertel, auf jeden Fall ist Baumschlager gut gerüstet für den Saisonauftakt der österreichischen Rallyemeisterschaft 2007. „Die Test bei mir daheim waren sehr gut, sollte noch Schnee kommen, ist das okay. Wenn nicht, dann sind die Verhältnisse sehr schwer einzuschätzen. Die Reifenwahl wird sehr schwierig werden, weil es gerade am Abend immer wieder kälter wird und sich dann die Frage stellt, wann und wo wird es eisig“, sagte Baumschlager, der dabei auf seinen „Eisspion“ Andi Aigner zählt.

Der Steirer, der heuer die P-WRC in einem von Mitsubishi Denzel unterstützten Evo IX bestreitet, wird sofort nach Ende der Rallye am Samstag zur Monte Carlo Rallye abreisen. Jedenfalls ist für Baumschlager eines klar: Sollte es noch wärmer und trocken werden, dann wird es sehr schwer sein, die Gruppe A-Autos und vor allem Stig Blomqvist zu schlagen. Daher sein Motto: „G`scheit fahren.“

Dabei wird Baumschlager der neue, alte Kopilot Thomas Zeltner unterstützen, der auch vor zwei Jahren im „schneelosen“ Mühlviertel mit Baumschlager gefahren war: „Ich muss ein Knofel sein, meine letzte Schneerallye im Mühlviertel war 1986. Heuer wird es sicher wieder sehr spannend und diffizil. In der Gruppe N4 sind mehr als 40 Autos dabei, mit allen tschechischen Spitzenfahrern, und wie wir wissen, können die sehr schnell fahren. Weil der Schnee fehlt, wird es auch finanziell teurer, weil man ja das volle Reifenprogramm mithaben muss und da ist die Gefahr zu „verwachseln“ sehr groß. Wir werden wieder unser bestes geben und auch darauf schauen, dass wir im Auto Spaß haben, auch auf der schwierigen Strecke viele „versteckte Fouls“ auf uns warten.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: IQ Jänner Rallye

Weitere Artikel:

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

WRC Kanaren: Nach Tag 2 (SP8)

Toyota-Fünffachspitze - Keferböck P2 Masters

Toyota hat die zweite Auflage eines Rallye-WM-Laufs auf den Kanarischen Inseln bislang absolut im Griff, aber der Kampf in den Top 5 ist spannend. Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz zwei.

Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup

Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup

Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung. In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth.

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.