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Rallye-ÖM: Ostarrichi-Rallye

Heimspiel

Ein Jahr nach seinem bisher größten sportlichen Erfolg steht nun mit der Ostarrichi-Rallye wieder eine große Heim-Rallye von Andreas Kiesenebner bevor.

Vor zwei Jahren hatte Andreas Kiesenebner begonnen, mit einem Lancia Delta Integrale Rallyes zu fahren, im Jahr 2005 wechselte er zu einem Peugeot 309 16V, den er selbst zu einem Rallyewagen umkonstruiert hatte. Von da an gab es ein paar erste kleinere und größere Erfolge, vor allem bei der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye.

Mit 24 Jahren gehört Andreas Kiesenebner noch zu den hoffnungsvollen Jungstars, die das auch mit ihrer Leistung bestätigen. Bei der Wahl seines Rallyewagens hat er auf ein eher seltenes und wenig verbreitetes Modell gesetzt, aber es war offensichtlich eine ganz gute Entscheidung, denn der Peugeot 309 ist nicht nur zuverlässig, sondern auch anständig schnell, wie vor allem der dritte Platz (Gruppe H) bei der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye im vergangenen Jahr gezeigt hat. Was eigentlich nicht ganz verwunderlich ist, immerhin ist der frühere Peugeot-Werksfahrer Kalle Grundel mit einem solchen Auto sehr erfolgreich in der deutschen Rallye-Meisterschaft mitgefahren, was in die Zeit hineinfällt, in der Sepp Haider dort den Meistertitel gewonnen hatte.

In der Gruppe H kann man mit diesem Auto auch heute noch sehr schöne Ergebnisse schaffen, wenn man ein wenig Herz zeigt, und gemäß dem Motto „Sei früh am Gas, aber spät auf der Bremse“ gab es im vergangenen Jahr schon ein erfrischendes Duell mit Christof Klausners Audi. Womit erkennbar ist, daß man auch die Allrad-Wagen ein wenig fordern kann, auch wenn der Peugeot 309 selbst keinen solchen hat.

Ein Jahr nach seinem bisher größten sportlichen Erfolg steht nun die Nachfolge-Veranstaltung der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye bevor, wieder eine große Heim-Rallye von Andreas Kiesenebner, und wieder mit Martin Egger als Beifahrer. Man wird sehen, wie gut das Peugeot-Team seinen Heimvorteil nützen wird können, aber ein erneuter Podestplatz in der Gruppe H sollte im Bereich des Möglichen sein. Diesem Ziel wird zweifellos die Hauptaufmerksamkeit gelten.

Der wichtigste Gegner in der Klasse wird aller Voraussicht nach Audi-Spezialist Christof Klausner sein, gegen den es heuer um einiges schwerer sein wird als letztes Jahr, denn inzwischen fährt er einen Ur-Quattro mit Turbomotor und somit um einiges höherer Leistung. Noch dazu wohnt Christof Klausner direkt im Gebiet der Rallye, das ist nie ein Nachteil. Von den übrigen Konkurrenten wird man vor allem auf Kurt Manzenreiter (Audi S2), Manfred Degelsegger und Johann Seiberl (beide Mazda 323) acht geben müssen, und möglicherweise auch auf Christian Eigl mit seinem Audi 80 Quattro.

Auf jeden Fall hat die Gruppe H mit Andreas Kiesenebner und seinem Fahrzeug einen attraktiven Mitbewerber, dafür spricht auch sein Vorbild (Sepp Haider) und natürlich die Abwechslung, die er ins Feld der Gruppe H hineinbringt. Und nicht zuletzt sein fahrerisches Talent.

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