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BP Ultimate Rallye: Vorschau Rothensteiner

Stars unter sich

Die BP Ultimate-Rallye gilt wegen der Super Stage (heuer im Magna Racino) allgemein als Besonderheit im österreichischen Rallye-Kalender. Es gibt aber noch etwas anderes, das diese Rallye von den meisten anderen in Österreich abhebt.

Und das ist die die FIA Historic Rally Championship, unter dem man sich am ehesten eine Europameisterschaft für historische Rallyewagen vorstellen kann (sonst in Österreich nur zu sehen bei der Ostarrichi-Rallye bei Bad Hall). Wie man ja weiß, erfreut sich der Rallyesport mit alten Fahrzeugen in mehreren Ländern steigender Beliebtheit, sodaß sich hier immer mehr spektakuläre Teilnehmerwagen finden.

Bernd Rothensteiner, der seit einigen Jahren immer wieder vereinzelte Starts auf dieser Sport-Ebene gewagt hat und dabei durchwegs eine gute Figur abgeben konnte (man denke nur an die Podestplätze bei der Alpi Orientali Historic oder der historischen Akropolis-Rallye), will sich nun auch bei der BP Ultimate-Rallye dieser Herausforderung stellen, das ist noch eine der kostengünstigsten Gelegenheiten, sich mit der Europa-Elite zu messen.

Nicht vergessen darf man dabei aber auch die Österreich-Elite, die daheim oft noch vehementer zur Sache geht als die Stars der EM-Bühne. Beim Betrachten der Nennliste fallen einem da sofort einige typische Namen auf, man denke etwa an Sepp Pointinger, der heuer schon mehrmals gewonnen hat. Auch das Wiedersehen mit Ernst Graf Harrach, so sein Porsche nach seinem Leiden am vorderen Fahrwerk wieder gesundet ist, verspricht einiges an Dramatik.

Ganz besonders achtgeben sollte man auf Christian Rosner, der in dieser Saison mehrmals hervorragende Ergebnisse durch meist technisches Pech verloren hat. Sollte es sein Porsche aber diesmal bis ins Ziel schaffen, kann es leicht sein, daß hier der Sieganwärter Nummer Eins zu finden ist. Dazu gibt es noch ein paar Geheimfavoriten, wie etwa Konrad Friesenegger (Opel Kadett), Alois Nothdurfter (Ford-Lotus Cortina), Johannes Huber (Porsche) oder eventuell auch Stephan Förster (Talbot), der bei der IPZ-Mühlviertel-Rallye ein sehr vielversprechendes Comeback gegeben hat. Zu den stärksten ausländischen Gästen zählen wahrscheinlich Jensen Valter aus Norwegen (Porsche) sowie der italienische Porsche-Pilot Antonio Parisi und natürlich sein deutscher Markenkollege Michael Stoschek.

Eine ziemlich große Herausforderung also, die hier auf Bernd Rothensteiner zukommt, und dennoch stehen seine Erfolgsaussichten gut. Nach den eben erst hinter sich gebrachten Achterbahn-artigen Prüfungen der Alpi Orientali, welche mit Leichtigkeit die Wirkung eines Intensivtrainings erreichen, sollte es nun umso leichter gelingen, dem mächtigen Star-Aufgebot energisch entgegenzutreten.

Vor allem die sportliche Konfrontation am Schotter des Magna Racino, die von den meisten Interessierten verfolgt werden wird (davon kann mit großer Sicherheit ausgegangen werden), sollte das enorme Können von Bernd Rothensteiner anschaulich machen. Auf den teils sehr schnellen Asphaltprüfungen könnten vor allem die starken Porsche-Teilnehmer eine harte Konkurrenz werden, aber man wird sehen.

Fest steht, daß mit Bernd Rothensteiner und Xaver Hiebner zwei würdige Repräsentanten des historischen Rallyesports in Österreich bei der BP Ultimate-Rallye 2006 an den Start gehen werden, die auch für das Auge einiges bieten werden. Nicht zuletzt auf die Vorstellung im Magna Racino darf man schon sehr gespannt sein.

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