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Rallye-ÖM: Ostarrichi-Rallye

Treffpunkt der Stars

Christian Eberherr ist österreichischen Rallye-Besuchern bisher nur von der Jänner 2006 bekannt, wo er Zweiter bei den Historischen geworden ist.

Was die Historischen betrifft, so gilt dieser Titel auf jeden Fall: Nicht nur zahlreiche Könner aus dem Ausland werden sich hier bei der Ostarrichi-Rallye einfinden, auch von österreichischer Seite wurde das Aufgebot verstärkt, auch wenn ein paar sehr gute Leute ihren Start absagen mußten.

Unter so vielen Bekannten und Schnellen tut sich ein im Vergleich dazu noch nicht so arrivierter natürlich ein wenig schwer, als großer Held in Erscheinung zu treten, denn Christian Eberherr ist österreichischen Rallye-Besuchern bisher nur von der IQ-Jännerrallye 2006 bekannt, wo er immerhin Zweiter bei den Historischen geworden ist. Immerhin ist sein Fahrstil dort sehr gut angekommen, auch wenn die Verhältnisse im tief winterlichen Mühlviertel für seine Art von Auto alles andere als ideal waren. Wie man ja weiß, ist bei einem Escort RS 2000 aus den Siebziger Jahren der Motor vorne und der Antrieb hinten, die ungünstigste aller gängigen Antriebsarten.

Nichtsdestoweniger, der Escort-Fahrer aus Salzburg (wie Hans-Georg Lindner und Max Lampelmaier) kam sicher durch, wobei ihm auch seine oberösterreichische Beifahrerin (Christof Klausners Freundin) geholfen hat. Eine passende Gelegenheit auch, um die Fahrtechnik zu perfektionieren und den Grenzbereich zu erforschen. Übung ist schließlich das halbe Leben.

Es ist klar, daß es bei der Ostarrichi-Rallye im Juni, zumal die Strecken dort auch zu hundert Prozent asphaltiert sind, weniger Herumrutschen gibt, was aber gerade bei einem Historischen nicht unbedingt heißen muß, daß es deswegen kein Ausbrechen und kein Verbremsen geben muß. Und wenn die Strecke naß ist, was momentan gar nicht so unwahrscheinlich ist, dann sind erst recht die typischen Reflexe eines Rallyefahrers gefragt. Da könnten die Erfahrungen von der Jännerrallye schon sehr viel Sinn haben.

Was derzeit nahezu unmöglich erscheint, ist ein Vergleich der Konkurrenzverhältnisse. Da bei der Jännerrallye völlig atypische Bedingungen geherrscht haben, sowohl hinsichtlich der Konkurrenz als auch im Bereich der Fahrbahnverhältnisse, lassen sich hier noch keinerlei Rückschlüsse auf einen denkbaren Ausgang bei der Ostarrichi-Rallye ziehen. Die Anzahl und die Qualität der Gegner sind von einer bislang in Österreich nie dagewesenen Größe, soviel ist klar erkennbar, andererseits kann gerade das die Möglichkeit bieten, sich zu profilieren. Nirgendwo sonst ist die Chancengleichheit höher als bei den Historischen, nirgendwo sonst kann man bei einer guten Tagesverfassung den Stars so hart auf die Zehen treten wie in dieser Wagenklasse. Eigentlich so wie bei den Rallyes von früher.

Derlei Spekulationen werden natürlich von Seiten des Teams hintangestellt, schließlich geht es vor allem um den Spaß, das Ergebnis ergibt sich noch früh genug. Auf ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ist sowieso Verlaß, denn die Historischen starten diesmal vor allen anderen Teilnehmern, sodaß auch der größte Teil des Publikums schon bzw. noch anwesend sein wird, wenn es soweit ist. Das ergibt auch absolut Sinn, denn wenn irgendwo der Spirit der Begeisterung entflammt, dann bei den Historischen.

Daniela Stummer hat das auch erkannt und wird wieder, so wie bei der IQ-Jännerrallye, als zweiter Fahrer dabei sein. Man könnte auch sagen, sie übernimmt den Platz des Beifahrers. Eine erfolgreiche Rallye mit Christian Eberherr hat sie bereits hinter sich, das ist zumindest schon ein guter Anfang.

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