RALLYE

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Castrol Historic ÖM: Lavanttal-Rallye

Still Number One

Sepp und Gertrude Pointinger konnten im Lavanttal dort weitermachen, wo sie 2006 im Pölstal aufgehört haben: Sieg bei den Historischen!

Die Glanzleistung des Vorjahres bei dieser Kärntner Traditionsveranstaltung konnte problemlos wiederholt werden – die überzeugende Handschrift eines regierenden Staatsmeisters mit über dreißig Jahren Rallye-Erfahrung.

Die noch härtere Konkurrenz bei den Historischen als im Jahr 2006 hatte Sepp Pointinger keinesfalls geschadet – er blieb in dieser Disziplin die Nummer Eins. Optimaler könnte eine Rallye eigentlich nicht laufen, als er es bei der Lavanttal-Rallye erlebte.

Von den ernstzunehmenden Gegnern konnte er lediglich Michael Brandner streichen, dessen Ford Escort RS 2000 schon kurz nach Beginn der Anfahrt zur Rallye mit einem Ventilschaden liegengeblieben war. Sonst aber herrschte volles Programm beim ersten Lauf der Castrol Historic Rallye Staatsmeisterschaft 2007, und daß auch andere durchaus schnell sein können, zeigte sich auf der ersten Prüfung besonders deutlich: Escort-Kollege Sepp Gruber schlug mit einer Bestzeit zu. Pointinger stellte aber gleich darauf die Dinge richtig, und schnell wurde klar, daß der Sieg bei den Historischen auch diesmal ziemlich sicher über ihn führen würde.

Es blieb zwar noch für kurze Zeit spannend zwischen Pointinger und Gruber, der sich nicht so leicht geschlagen geben wollte, aber nachdem Sepp Pointinger auf der vierten Prüfung die Führung zum zweiten Mal an sich gerissen hatte, wiederum mit hauchdünnem Vorsprung, gab er diese nicht mehr ab. Immerhin erstaunlich und erfreulich, daß es bei den Historischen immer wieder zu so mitreißenden Schlagabtauschen zwischen Konkurrenten an der Spitze kommt.

Mit Fortdauer der Rallye wurden die Verhältnisse jedoch immer klarer, ein Zündaussetzer-Problem am Escort von Sepp Gruber, der ihn auch hinter Christian Rosner zurückwarf, tat sein Übriges. Auch von Christian Rosner, der die Rallye angesichts der schwierigen Verhältnisse taktisch anging und auf einen Angriff verzichtete, ging keine Gefahr aus, der Porsche-Pilot, dessen Zeit sicher heuer noch kommen wird, schien auch bei den Reifen etwas benachteiligt zu sein. Wie auch immer – der Stil, in dem Sepp und Gertrude Pointinger die vielleicht schwierigste Rallye der Saison in ihrer Kategorie dominierten, war beeindruckend. Gemütliches Zu-Ende-Fahren an sicherer Position? Keine Rede davon: 19. Gesamtzeit auf der elften von dreizehn Prüfungen! Damit wurde etlichen um Jahrzehnte moderneren Wagen, auch der Vierradklasse, der Auspuff gezeigt.

Alles in Allem war es für das Team Pointinger eine sehr gelungene Fortsetzung der großen Erfolge der vergangenen Saison, wobei es natürlich auch sehr geholfen hat, daß keine technischen Schwierigkeiten aufgetreten sind. Daher geht ein wesentlicher Teil des Erfolges zweifellos auch auf das Konto der technischen Betreuer Gerhard Gebharter und Wolfgang „Wuffi“ Wohlschläger, zwei unverzichtbare Bestandteile des „Winning Teams“.

Es werden noch einige harte Auseinandersetzungen in der Castrol Historic Rallye Staatsmeisterschaft dieser Saison folgen. Wie gut sich der Spirit of Pointinger hier durchsetzen wird können, bleibt abzuwarten. Man kann aber nach dieser Rallye guter Hoffnung sein, das ist klar.

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