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Baumschlagers Dilemma

Raimund Baumschlager steckt vor der Castrol-Rallye in einem Dilemma: Soll er auf sichere Meisterschaftspunkte fahren – oder doch um den Gesamtsieg?

Fragen über Fragen für Raimund Baumschlager vor der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye am 15. und 16. Juni. Soll er auf den Gesamtsieg fahren, der nur mit hohem Risiko zu erreichen ist, oder soll er auf die Meisterschaft fahren und mit weniger Risiko Punkte zu holen?

Auf der einen Seite stehen die starken Gruppe-A-Autos, die am ersten Tag durch die Gaberl-Prüfung, die dreimal gefahren wird, Vorteile haben, auf der anderen Seite die Gegner in der Division I. Wie immer man es dreht, entscheiden wird der regierende Staatsmeister und Vorjahressieger vor Ort.

„Der Gesamtsieg wäre für mich eine 'Frage der Ehre' und bei trockenen Straßenverhältnissen fast unmöglich. Taktisch clever zu fahren mit Blickrichtung Meistertitel und versuchen vor den härtesten Konkurrenten ins Ziel zu kommen, ist eine 'Frage des Hirns'”, sagt Baumschlager, der sich bei Regen mit seinem Mitsubishi Evo IX aber schon Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnet.

„Bei Regen ist die Überlegenheit der A-Autos am ersten Tag nicht so gravierend, und am zweiten Tag haben die N-Autos auf den Prüfungen mit Schotteranteilen von Haus aus bessere Karten”, analysiert Baumschlager, der sich wie sein Co-Pilot Thomas Zeltner auf den vierten Meisterschaftslauf der Saison schon sehr freut: „Die Castrol Rallye ist einfach super, die Streckenführung schön und selektiv, und auch die neue Prüfung soll sehr toll sein. Da macht Rallye fahren großen Spass.”

Ein starker Gegner von Baumschlager wird in der Steiermark fehlen: Hermann Gaßner ist zur gleichen Zeit in der deutschen Meisterschaft bei der Saarland-Rallye am Start.

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