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ORM: Rebenland-Rallye

„Am Nachmittag kann noch viel passieren“

Auf SP 8 gelang Beppo Harrach die erste Bestzeit an diesem Wochenende, die SP wurde hernach wegen eines Unfalls von Fritz Waldherr abgebrochen.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Walter Vogler

„Ein Fehler kann dir immer passieren“, hat Fritz Waldherr noch am Vortag angesichts der rutschigen Sonderprüfungen erklärt. Auf der achten Sonderprüfung, der 2,99 km langen SP „Poharnigberg“ unterlief ihm tatsächlich ein solcher Fehler, das Heck des Mitsubishi Lancer Evo VII streifte einen A-Masten und kam ins Schleudern und von der Straße ab – dabei wurden Holzteile des Masts durch die Luft geschleudert, ein solcher Teil hat einen Zuschauer an seinem linken Arm verletzt. Der Zuschauer wurde mit der Rettung ins LKH Wagna gebracht, dort wird auch Pilot Waldherr aus Sicherheitsgründen untersucht. Weil Co-Pilot Klaus Ostermann über Schmerzen in der Schulter klagte, wurde er per Hubschrauber ins UKH Graz geflogen.

Die SP 8 wurde abgebrochen, zuvor markierte Beppo Harrach seine erste SP-Bestzeit bei dieser Rallye. Doch schon auf der 10,97 km langen SP 9 „Glanz“ war dann wieder Raimund Baumschlager der schnellste Mann.

Im Gesamtklassement liegt Harrach 18,9 Sekunden zurück. Aufgeben möchte der Mitsubishi-Pilot noch nicht, er verwies darauf, dass am Nachmittag noch vier Prüfungen über etwas mehr als 70 Wertungskilometer zu absolvieren sind. „Wir haben im Vorjahr gesehen, dass am Nachmittag noch alles möglich ist“, erklärte ein motivierter Beppo Harrach. Und Raimund Baumschlager sieht sich vor: „Ich muss weiter voll fahren, weil mein Verfolger immer Druck macht.“

Gerwald Grössing bleibt weiterhin ein ungefährdeter Dritter, schon am Freitag konnte er diese Position im Kampf gegen Kris Rosenberger festigen. Weil sein dritter Platz ein einsamer ist, möchte der Mitsubishi-Pilot keine unnötigen Risiken eingehen. „Der dritte Platz war unser erklärtes Ziel und wir halten auch, was wir versprechen – deshalb drück ich heute nicht mehr drauf, wir möchten am Ende den dritten Platz feiern.“

Achim Mörtl führt als Gesamt-Vierter weiterhin die 2WD-Wertung an, sein Verfolger Michael Böhm (Gesamtrang sieben) liegt bereits 46 Sekunden zurück. Mörtl nützt den Samstag als eine Art „Edeltest unter Wettkampfbedingungen“, doch Böhm möchte weiter Druck machen.

Auf Platz fünf rangiert Hermann Gaßner im Mitsubishi vor dem abgerutschten Kris Rosenberger, dessen VW Polo S2000 am Morgen einen Teil der Kardanwelle ausspuckte. Rosenberger fehlen auf Gaßner 17,1 Sekunden, auf Mörtl beträgt sein Rückstand 38,4 Sekunden.

Hinter Rosenberger liegt der erwähnte Michael Böhm auf Platz sieben, gefolgt vom Deutschen Robert Pritzl, Peter Ebner im zweiten Jaga-Citroen DS3 R3 und Mitsubishi-Pilotin Asja Zupanc in den restlichen Top 10-Platzierungen.

Bei den Historischen führt weiterhin überlegen Porsche-Pilot Karl Wagner vor seinem Markenkollegen Christian Rosner.

Am Samstagnachmittag wird um 14.01 Uhr die erste der noch vier ausstehenden Sonderprüfungen in Angriff genommen.

Die Stimmen der Piloten nach SP 9 finden Sie in der Navigation rechts oben.

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