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ORM: Schneebergland-Rallye

Fehler kostet Harrach mögliche Führung

Wegen zwei Fehlstarts aufgrund einer beleidigten Kupplung büßte Harrach mehr als eine Minute ein, jetzt führt Baumschlager mit 40s Vorsprung.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Bezirksblätter

Am Vormittag, auf den weitläufigen, Asphalt-Schotter-Prüfungen, wollte Beppo Harrach seine Chance nutzen, denn dort hätte er das Drehmoment seines Mitsubishi Lancer Evo IX R4 optimal nützen können. Tatsächlich markierte Harrach an diesem Samstagvormittag sechs von sieben möglichen SP-Bestzeiten. Der Wiener hätte mit einem Polster von 30 bis 40 Sekunden Vorsprung in die Mittagspause gehen können….

…wenn er nicht auf SP 3 einen seiner seltenen Fehler begangen hätte. Er „verbrannte“ seine Kupplung und lieferte in der Folge mit dem beleidigten Bauteil zwei Fehlstarts, die mit zehn Sekunden und einer Minute bestraft wurden.

Geknickt erklärte Harrach: „Auf SP 3 habe ich die Kupplung abgebrannt, das ist ganz klar mein Fehler gewesen. Und bevor ich sie ganz vernichte, musste ich bei den Starts losfahren, da bleibt dir nichts anderes übrig.“

Somit führt Baumschlager vor dem Mittagsservice mit 40,9 Sekunden Vorsprung auf Harrach. Sollte nichts Unvorhersehbares mehr passieren, ist die Rallye damit gelaufen. Denn Harrach sagt offen: „Am Schotter geht nichts mehr.“

Auf Platz drei liegt wieder einmal Gerwald Grössing, der jedoch bis zur vierten Prüfung mit nur 7,5 Sekunden Rückstand den Anschluss halten konnte. Dann jedoch brach ein Gelenk, ein schleichender Plattfuß kam dazu, sodass Grössing nun bereits etwas mehr als eine Minute zurückliegt.

37,9 Sekunden hinter dem „Hausherren“ belegt Kris Rosenberger Platz vier, der VW Polo S2000-Pilot hatte zwei schleichende Plattfüße und rechnet nicht mehr damit, dass er Grössing in Verlegenheit bringen kann.

Auch in der 2WD scheinen die Würfel bereits gefallen zu sein: Dort wollte Peter Ebner die Charakteristik der Vormittagsprüfungen zu seinem Vorteil nützen, doch ein rätselhafter Gripverlust sorgte dafür, dass Michael Böhm als Gesamt-Fünfter bereits mehr als eine Minute Vorsprung auf Ebner (Platz 8 gesamt) aufweist.

Am Nachmittag folgt jener Teil, den manche gerne liebevoll „Akropolis von Niederösterreich“ nennen, obschon diese Prüfungen im Vorfeld der Rallye doch ein wenig entschärft wurden. Spaß bereiten diese wunderschönen Schotterstraßen wohl allen Beteiligten, sie freuen sich nun auf den Nachmittag.

Die Stimmen der Piloten nach SP 7 finden Sie im Menü rechts oben.

Schneebergland-Rallye 2013, Zwischenstand nach 7 von 14 SP:
1. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha A/D Skoda Fabia S20002 35:48,7 Min
2. Beppo Harrach/Leopold Welsersheimb A/A Mitsubishi Evo IX R4 +40,9 Sek
3. Gerwald Grössing/Siegfried Schwarz A/A Mitsubishi Evo IX R4 +1:06,9 Min
4. Kris Rosenberger/Tina Maria Monego A/A VW Polo S2000 +1:44,8 Min
5. Michael Böhm/Katrin Becker A/D Suzuki Swift 1600 +1:54,8 Min
6. Sandor Olle/Tina Szasz Ung/Ung Ford Fiesta S2000 +2:49,7 Min
7. Walter Mayer/Benedikt Hofmann A/A Subaru Impreza R4 +3:01,1 Min
8. Peter Ebner/Gerald Winter A/A Citroen DS 3 +3:05,0 Min
9. Attila Rongits/Laszlo Hannus Ung/Ung Mitsubishi Evo IX +3:29,6 Min
10. Attila Varga/Roland Savanyu Ung/Ung Suzuki Swift 1600 +4:12,1 Min

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