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ORM: Wechselland-Rallye Wagner, Winklhofer, Lavanttal-Rallye 2015

Zehn Rallyetalente im Wechselland

Nach den Absagen von Neubauer und Zellhofer werden nun die "Stars der Zukunft" ins Rampenlicht gerückt; wir stellen zehn von ihnen vor.

Fotos: Harald Illmer

Frischzellenkur für Österreichs Rallyestaatsmeisterschaft: Bei der Wechselland-Rallye tritt eine neue Generation an Rallyepiloten ins Rampenlicht: Sie haben klingende Namen wie Stengg oder Waldherr, ihre Lernkurven zeigen nach oben, einer von ihnen sitzt ab Freitag erstmals bei Raimund Baumschlager im Cockpit des neuen Škoda Fabia R5.

Mit Hermann Neubauer und Max Zellhofer haben zwei bereits etablierte ÖM-Piloten kurzfristig ihren Start bei der Wechselland-Rallye abgesagt, doch neben den beiden Champions Raimund Baumschlager (4WD) und Michael Böhm (2WD) tritt bei der 20. Ausgabe der steirischen Traditionsrallye eine neue Fahrergeneration ins Rampenlicht der Rallye-ÖM: Die "Next Generation", die Rallyestars der Zukunft erklimmen die Bühne. Die Youngster scharren in den Startlöchern – wir stellen zehn von ihnen vor.

Pirmin Winklhofer

Raimund Baumschlager erzählt lachend: "Ich habe ihn, wie man das halt so macht in der Rallyeszene, in Italien ins kalte Wasser geworfen: Wir haben einmal den Aufschrieb angefertigt, dann sind wir noch einmal über die Testsonderprüfung gefahren, und beim dritten Mal hat es stimmen müssen. Ich habe ihn gefragt: 'Bist du soweit?' – er nickte, und so fuhren wir los." Baumschlager gerät ins Schwärmen: "Ich war fassungslos: Er hat auf Anhieb alles genau richtig gemacht. Er hat genau im richtigen Rhythmus gelesen, es war einfach perfekt. Ich zeigte mich erleichtert und verwundert zugleich; da sagte er ganz frech: 'Hast du wirklich geglaubt, dass ich mich nicht vorbereite? Natürlich habe ich deine Onboardaufnahmen studiert!' Das hat mich sehr beeindruckt; zum einen, weil er wirklich einen perfekten Job abgeliefert hat, zum anderen weil ich diese typische bayrische Direktheit einfach mag."

Die Worte von Raimund Baumschlager betreffen den 20jährigen Pirmin Winklhofer, der als Co-Pilot in den letzten Jahren eine steile Karriere im Rallyesport aufs Parkett gelegt hat. Am kommenden Wochenende wird der 56jährige Serienstaatsmeister erstmals seit langer Zeit nicht mehr mit einem der etwa gleichaltrigen Kollegen Klaus Wicha oder Thomas Zeltner an den Start gehen, sondern erstmals mit einem Jungspund, dessen Großvater er sein könnte. Baumschlager schmunzelt: "Ergeben hat sich das mit Pirmin vor einem Jahr, aus einer Notsituation heraus. Ich hatte einen Test mit dem Škoda Fabia R5, und es hatten weder Klaus noch Thomas Zeit. Ich dachte zunächst an Fred Winklhofer, den Vater von Pirmin, der ein erfahrener Co-Pilot ist, doch auch er hatte an dem Tag keine Zeit und hat mir Pirmin empfohlen. Ich muss zugeben, dass ich skeptisch war, ob so ein junger Pilot die nötige Reife haben kann; auch deshalb, weil solche Testfahrten wie mit dem R5 der Geheimhaltung unterliegen und man da nicht so einfach ein Bild auf Facebook posten kann. Fred hat gemeint, man könne sich hundertprozentig auf Pirmin verlassen, und das hat er dann eben auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Für ihn sei es freilich wie ein Ritterschlag, wenn er quasi mit einer lebenden Legende an den Start gehen dürfe, sagt Pirmin Winklhofer – noch dazu bei einer nationalen Premiere, die auch international beobachtet wird. Winklhofer nickt: "Natürlich ist das eine große Ehre für mich, dass ich mit Raimund bei einer ORM-Rallye und noch dazu bei der Österreichpremiere des Škoda Fabia R5 an den Start gehen darf. Ansonsten jedoch sehe ich es relativ entspannt – das Wichtigste ist, dass die Atmosphäre im Cockpit stimmt, und das ist bei Raimund und mir der Fall." Baumschlager gibt seinem neuen Kollegen Recht: "Pirmin hat in den letzten Jahren einen extrem guten Job abgeliefert, und ich habe immer gesagt: 'Wenn jemand hart an sich arbeitet, dann kommt er auch weiter!' Pirmin entstammt einer völlig neuen Pilotengeneration. In meinen Augen ist er im Kopf schon wesentlich reifer als es seine 20 Lebensjahre vermuten lassen würden. Pirmin ist eine Persönlichkeit mit einer eigenen Meinung, die er auch zum Ausdruck bringt. Und ich muss schon auch sagen: Er ist sicher nicht so abgestumpft, wie es bei uns, der alten Garde, manchmal der Fall sein kann, da wir das Ganze ja doch schon eine Zeit lang betreiben."

Pirmin Winklhofer hat in der letzten Zeit einen rasanten Aufstieg erlebt: Zunächst konnte er an der Seite des ebenso aufstrebenden Simon Wagner auf sich aufmerksam machen, später holte ihn Mario Saibel ins Cockpit seines Škoda Fabia S2000; gemeinsam konnte man im Vorjahr den Sieg bei der Schneerosen-Rallye erringen. Schließlich hat Baumschlager höchstpersönlich dem deutschen Ex-Europameister Armin Kremer den 20jährigen empfohlen, sodass Pirmin nach seinem zunächst einmaligen Gastspiel an der Seite des zwölffachen Staatsmeisters mit Kremer zu sechs WM-Läufen reisen wird.

Interessantes Detail am Rande: Pirmin Winklhofer ist ein Österreich-Fan und studiert Weinbau in der Bundeshauptstadt Wien. Er lacht: "Österreich ist einfach ein schönes Fleckerl auf der Landkarte, ich mag die Landschaft und die Leute, die Gemütlichkeit." Bald schon könnte er seinen eigenen Wein auf den Markt bringen – zunächst wird Pirmin Winklhofer jedoch in den brandneuen R5 steigen.

Luca Waldherr

Sein Nachname lässt die Herzen der Rallyefans höher schlagen, denn Vater Andreas war bei den Fans wegen seines kompromisslosen Fahrstils in höchstem Maße beliebt. Andreas Waldherr konnte 2008 auch die Wechselland-Rallye gewinnen; 2011 verstarb er bei einem tragischen Arbeitsunfall. Sein Sohn Luca musste den schweren Schlag erst verdauen, fuhr aber auch schon damals erfolgreich Kartrennen.

Seit dem Vorjahr ist Luca klar: "Ich möchte den Weg meines Vaters fortsetzen!" Im Opel-Cup gab er im Vorjahr ein vielbeachtetes Debüt, an seiner Seite sitzt mit Christina Ettel eine erfahrene Co-Pilotin. Heuer möchte er bei jeder Rallye durchkommen und möglichst viel lernen. Der Hintergrund: "Meine heuer erste Rallye im Lavanttal verlief eher durchwachsen. Zunächst konnten wir zwar im Cup die viertschnellste Zeit fahren, doch dann ist ein Traggelenk der Radaufhängung gebrochen, und wir sind beinahe abgeflogen. Das hat mich hernach im Kopf gebremst."

Doch für die bevorstehende Wechselland-Rallye fühlt sich Waldherr junior wieder fit: "Ich habe an mir gearbeitet und bin jetzt wieder freier im Kopf. Ich muss dazu sagen, dass ich schon im Kartsport sehr genau hingehört habe, ob irgendein Teil anders klingt, und während einem das im Kartsport dabei hilft, etwaige Schäden frühzeitig zu erkennen, gibt es im Rallyeauto andauernd fremdartige Geräusche, die jedoch kein Grund zur Beunruhigung sind. Gemeinsam mit Christina habe ich daran gearbeitet, dass ich mich davon nicht mehr beunruhigen lasse. Ich freue mich schon sehr auf die Wechselland-Rallye."

Roland Stengg

Als Enkelsohn von Wechselland-Veranstalter Willi Stengg senior gehört Roland schon zur dritten Generation der Stengg-Dynastie. Dass er "Benzin im Blut" hat, merkte der heute 20jährige relativ spät, denn zunächst sah es nicht danach aus, dass auch Roland Stengg wie sein Großvater und Vater als Rallyepilot tätig sein würde. Roland Stengg: "Ich habe natürlich schon immer den Rallyesport mitverfolgt, fuhr auch kurz mit acht oder neun Jahren im Kartsport, wo ich aber schnell den Spitznamen 'Achsenzerstörer' erhielt. Danach habe ich erfolgreich Computerspiele absolviert, habe an Wettbewerben auf der ganzen Welt teilgenommen."

Irgendwann habe dann Willi Stengg junior seinen Sohn gefragt, ob er nicht doch noch einmal ein Rallyeauto probieren möchte. Roland Stengg hat eingewilligt und wurde prompt vom "Rallyevirus" infiziert: "Es hat mir dann sehr gut getaugt. Ich fahre zwar immer noch sehr angstbefreit wie damals im Kart, mittlerweile ist bei mir aber der Knopf aufgegangen." So konnte er im Lavanttal mit Platz drei im Opel-Cup überraschen. Für die Wechselland-Rallye, seinen großen Heimevent, nimmt er sich erneut einen Podiumsplatz vor. Seine Cup-Konkurrenten wittern bereits, dass Stengg immer schneller und schneller wird.

Daniel Wollinger

Der Opel-Cup, den Willi Stengg junior initiiert hat und als Mastermind betreut, war auch die Einstiegsplattform für Daniel Wollinger. Dort konnte er sich seine ersten Sporen erarbeiten und schließlich den Gesamtsieg erringen. Seit einiger Zeit fährt er mit einem Opel Adam R2, den Stengg Motorsport gemeinsam mit Opel Deutschland auf die Räder gestellt hat. Daniel schwärmt: "Die Kooperation mit Opel Deutschland läuft perfekt, da wird einfach voll professionell gearbeitet."

Wollinger kommt als Tabellenführer der Staatsmeisterschaft für zweiradangetriebe Fahrzeuge ins Wechselland, Michael Böhm liegt jedoch nur einen Punkt hinter ihm. Wollinger gibt sich kämpferisch: "Der Super 1600 von Michi Böhm ist technisch betrachtet natürlich das überlegene Auto, aber ich werde versuchen, Michi das Leben so schwer wie möglich zu machen. Fehler darf er keinen machen, denn dann bin ich da!"

Nach der Absage von Zellhofer und Neubauer rücken die 2WD-Piloten in das Rampenlicht, ein Gesamtpodium ist diesmal möglich. Wollinger sagt: "Prinzipiell ist jeder Pilot, der wegfällt, schlecht, aber natürlich war ein Gesamtpodium bislang eher ein Traumergebnis, jetzt ist das durchaus eine realistische Möglichkeit. Wir werden sehen ... die Wechselland-Rallye gefällt mir jedenfalls sehr gut, ich mag die schnellen und fließenden Prüfungen."

Mit seinen 28 Jahren gehört Daniel Wollinger nicht mehr zu den ganz jungen Rallyetalenten des Landes. Auf die Frage, ob er noch eine internationale Rallyekarriere anstrebe, antwortet er in erfrischender Art: "Sicher gehöre ich nicht mehr zu den absoluten Juniorpiloten, aber ein bisschen glaube ich schon noch an eine Chance. Träumen darf man schließlich immer."

Viktoria Hojas

Wegen ihres Vaters Adolf Hojas sei sie von Kindheit an mit dem Motorsportvirus infiziert gewesen, sagt Viktoria Hojas, die gemeinsam mit Vera Hinteramskogler das einzige Damenteam im Opel-Cup bildet. Die fesche Tierfreundin hat sich zunächst als Co-Pilotin versucht, saß im Vorjahr bei einigen Piloten auf dem "heißen Sitz", doch dann dachte sie: "Das möchte ich auch einmal probieren!"

Im Vorjahr gab Hojas beim 100er-Sprint im Rahmen der Kärnten-Rallye ihre Premiere als Pilotin, im Lavanttal fand der zweite Auftritt statt. Nach einer guten SP-Zeit jedoch überschlug sich der Corsa und musste von den Mechanikern ihres Teams wieder zusammengeflickt werden. Vicky Hojas: "Mein Team ist ein Wahnsinn, meine Mechaniker haben das Auto wieder wie neu aufbauen können. Sie nehmen uns auch bei der Rallye alles ab, sodass wir uns voll auf das Fahren konzentrieren können."

Der Plan für das Wechselland lautet: "Etwas Speed herausnehmen und sicher im Ziel ankommen. Mein Plan ist heuer, mich stets zu steigern und zu schauen, wo ich hinkomme." Das Gefühl im Rallyeauto würde sich nur schwer beschreiben lassen, Parallelen zum Pferdesport, den Hojas ebenfalls betreibt, würde es durchaus geben: "Im Auto hat du einfach die totale Emotion. Es ist unbeschreiblich, wenn das Auto unter dir arbeitet. Da gibt es sicher eine Gemeinsamkeit zum Pferdesport, denn auch im Westernreiten trete ich in einer Speed-Disziplin an. Ich sage immer: Beides ist schön – Hauptsache Pferdestärken!"

Simon Wagner

Simon Wagner hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Rallyeszene schaffen können. Der ARC-Meister 2013, der mehrmals im Rahmen der Jänner-Rallye in betagten Boliden mit sensationellen SP-Zeiten auf sich aufmerksam machen konnte, gilt als Paradebeispiel einer neuen Fahrergeneration. Dass er und sein Bruder Julian, als Ford Racing Rookie 2014 nun ebenfalls auf den Rallyepisten unterwegs, bereits im zarten Alter von acht Jahren auf der PlayStation geübt haben, einen Aufschrieb zu erstellen, zeigt, wie ernst es die beiden schon damals gemeint haben, und wie realistisch ihr Zugang zum Motorsport schon im Kindesalter war.

Heuer fährt Simon Wagner erstmals mit einem aktuellen Rallyeboliden, einem Peugeot 208 R2. An seiner Seite sitzt mit Fred Winklhofer, der Vater des oben erwähnten Pirmin. Die Generationen durchmischen sich also und haben keine Berührungsängste, was für die neue Generation wohl typisch sein dürfte. Im Wechselland wäre nun mit ein wenig Glück sogar ein Gesamtpodium möglich, doch Wagner winkt ab.

"Ich finde es eigentlich traurig, dass wir mit unserem R2 das fünfte Auto sind, denn ich kämpfe lieber um Plätze als kampflos vorzurücken. Zudem muss man auch sagen, dass beispielsweise auch ein Martin Kalteis ein sehr starker Pilot ist. Zudem muss ich die Rallyes in der ORM erst kennenlernen, während viele meiner Konkurrenten die Strecken und ihre tückischen Stellen kennen. Beim ersten Mal kann man nicht gewinnen, das ist ganz klar", so Wagner.

Für das Wochenende wünscht er sich maximale Wetterkapriolen; und er hat gute Chancen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Was Wagner noch wichtig ist: "Ich möchte Pirmin, mit dem ich ja bereits zwei Rallyes gefahren bin, gratulieren zu seinem Engagement bei Raimund Baumschlager und Armin Kremer. Wir sind gut befreundet, und ich freue mich sehr für ihn."

Kevin Raith

Kevin Raith ist ein guter Freund von Mario Klammer, seines Zeichens Rallyepilot und Rallyeveranstalter. So kam er ins Umfeld des Rallyesports. Bald schon wollte er sich als Pilot erproben und erkannte: "Der Grundspeed ist vorhanden, also habe ich losgelegt." Sein Motto ist: "Entweder ganz oder gar nicht!" Daher legte er gleich mit einem professionellen Pressebetreuer los und entschied sich für den Opel-Cup. Dennoch orientiert er sich auch an der Gesamtwertung – zuletzt konnte er im Rebenland gleich bei seiner ersten Rallye den 15. Gesamtrang belegen.

Für das kommende Wochenende kündigt Raith an: "Ich werde im Wechselland voll angreifen und möchte erneut einen Platz in den Top 15 erringen, denn für mich zählt nur die Gesamtwertung und die Junioren-ORM, da ich heuer nur drei Cupläufe absolviere. Im nächsten Jahr möchte ich die komplette ORM absolvieren." Zielstrebig ist Raith auch im Berufsleben: Er startet bei der Berufsweltmeisterschaft der Kfz-Mechaniker in Brasilien. Kevin nickt: "Ja, da möchte ich ebenfalls das Maximum herausholen - das ist einfach so bei mir: Ich möchte entweder alles oder nichts."

Andreas Kainer

Ein Naturtalent ist auch Andreas Kainer. Im Vorjahr gab er sein Debüt im Opel-Cup und hat sich darüber gewundert, dass er auf Anhieb so weit vorne mitfahren konnte. Allerdings erging es ihm ganz ähnlich wie dem früheren Formel-1-Fahrer Robert Kubica im Rallyesport: Er hatte einen unheimlichen Grundspeed, flog aber oft von der Strecke. Kainer lacht: "Ja, der Vergleich mit Kubica kommt hin. Ich hatte das Problem, dass ich oft schnell war und auch geführt habe, dann aber von der Strecke geflogen bin."

Doch dank seiner erfahrenen Co-Pilotin Elke Aigner konnte Kainer das Problem in den Griff bekommen. Kainer bestätigt: "Elke hat einfach viel Ahnung vom Rallyesport, und sie hat bei uns im Cockpit quasi die Hosen an. Sie sagt mir, wo es lang geht. Mittlerweile erkenne ich bereits am Tonfall ihrer Ansage, ob ich langsamer machen soll oder weiter Gas geben darf."

Nach seinem Premierensieg im vergangenen Jahr im Waldviertel konnte Andreas Kainer zuletzt bei der Lavanttal-Rallye in einem bis zum Schluss spannenden Sekundenduell gegen Christoph Leitgeb den Sieg im Opel-Cup erringen – mit Benedikt Hofmann als Beifahrer, da Elke Aigner nach einem Reitunfall pausieren musste.

Im Wechselland kehrt Elke Aigner ins Cockpit zurück. Andreas Kainer ist voller Vorfreude: "Ich bin froh, dass wir wieder gemeinsam antreten, da wir ein so gut eingespieltes Team sind. Zudem ist das ja meine Heimrallye, und eine der Sonderprüfungen führt direkt am Haus meiner Oma vorbei, dort werden dann alle Verwandten stehen und mir die Daumen drücken." Außerdem hat Kainer extra für die Heimrallye dem Corsa ein neues Design verpasst.

Christoph Leitgeb

Christoph Leitgeb ist der regierende Champion im Opel-Cup; der 27jährige gehört nicht mehr zu den ganz jungen Nachwuchsstars, im Opel-Cup ist er von Beginn an mit dabei, also seit 2012. Davor fuhr er im Ford Fiesta Cup. Leitgeb sagt: "Diese Cups sind einfach die beste Möglichkeit, möglichst günstigen Rallyesport betreiben zu können."

Eigentlich hat Leitgeb im Winter geplant, den Helm an den Nagel zu hängen – nach dem Motto: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Schließlich konnte sich Leitgeb kontinuierlich steigern, wurde im Opel-Cup im ersten Jahr Dritter, dann Zweiter und schließlich Champion. Dann hat ihn aber doch wieder der Rennvirus gepackt, nur hatte sich derweilen seine langjährige Co-Pilotin Sabrina Hartenberger anderswo um ein Cockpit umgesehen – daher fährt Leitgeb am kommenden Wochenende zum ersten Mal mit einem neuen Beifahrer.

Christoph Lieb

Mit seinen 18 Jahren gehört Christoph Lieb zu den jüngsten Rallyetalenten des Opel-Cups. Mit der Niederösterreicherin Cathy Schmidt hat auch er eine sehr erfahrene Co-Pilotin an seiner Seite. Zuletzt konnte er im Lavanttal hinter Kainer, Leitgeb und Stengg den vierten Platz in der Cupwertung belegen.

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