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ORM: Weiz-Rallye

Weiz ruft – die Besten kommen

Als nächster Staatsmeisterschaftslauf steht die Weiz-Rallye am 7./8. August 2015 auf dem motorsportlichen Saisonprogramm Österreichs.

Fotos: Daniel Fessl, Robert May (IG Rallye Fotoservice)

Der Rallye Club Steiermark mit Mario Klammer und seinem Team hat sich auch heuer wieder bemüht, den Aktiven und den Fans eine Veranstaltung zu bieten, die viele Neuerungen beinhaltet und die die Weiz-Rallye auch in ihrem vierten Jahr als heimischer Meisterschaftslauf neuerlich zu einem echten Rallyefest machen soll. Die Weiz-Rallye 2015 zählt zur Österreichischen Rallyestaatsmeisterschaft, zum Österreichischen Rallyepokal der OSK, zum Historic-Rallyepokal der OSK, zum Opel-Corsa-Cup, zur deutschen Citroën Racing Trophy, zur Alpe Adria Rally Clubmeisterschaft und zur CEZ Historic Rally Championship.

Was ist heuer sonst neu? Am Freitag, 7. August, wird zwischen 9 und 15 Uhr im Mühlwald ein Shakedown gefahren. Dann werden am Freitag vier Sonderprüfungen hintereinander ohne Regrouping oder Service gefahren. Zudem werden am Freitag zwei Prüfungen nicht, wie in der Rallye-ÖM üblich, je zweimal befahren, sondern jeweils nur einmal. Auch das Mittagsservice am Samstag, 8. August, wurde um die Hälfte verkürzt. Zu den absoluten Zuschauermagneten werden wieder die beiden Rundkurse Anger und Naas zählen. Fahrerische Herausforderungen kommen auf die Rallye-Asse mit dem Klassiker am Gollersattel, der neu gestalteten SP Koglhof (die auch als Powerstage gewertet wird) sowie der ebenfalls neu konzipierten SP Strallegg zu.

Neu ist auch der Ort der Servicezone. Die Firma Strobl, nur 300 Meter vom Rallye-Headquarter entfernt, hat einen wunderschönen Serviceplatz mit befestigtem Untergrund vorbereitet und verköstigt Teams und Fans durch das direkt angrenzende Gasthaus. Nach der letzten Sonderprüfung wird wieder eine "Finish Holding Area" eingerichtet, wo die Teams vom Veranstalter mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt werden. Danach werden sie auf der Zielrampe in Naas von den Fans gefeiert, am Abend geht es zur After-Rallye-Party.

Technische Daten und Zeitplan der Weiz-Rallye 2015

• Gesamtlänge: 413,46 Kilometer
• davon 14 SP: 173,17 Kilometer
• 1. Etappe: 120,22 Kilometer
• 2. Etappe: 293,24 Kilometer

Insgesamt haben 83 Teams ihre Nennung für die Weiz-Rallye abgegeben. 55 heimischen Mannschaften stehen 28 ausländische Teams gegenüber. Darunter sind sechs nationale Prioritätsfahrer, die um Punkte kämpfen werden. Am Start sind acht Nationen. Österreich mit 55 Startern, dann Deutschland mit 19, Italien mit vier, Finnland, Slowenien, Ungarn, Russland und Belgien mit je einem Starter. Aus österreichischer Sicht kommen 26 Teams aus der Steiermark, zwölf Teams aus Niederösterreich, drei aus Kärnten, je zwei aus Salzburg und Wien und je eine Mannschaft aus dem Burgenland und aus Vorarlberg.

Ein Blick auf die Nennliste genügt zur erfreulichen Feststellung, dass die Weiz-Rallye ihren Fans ein attraktives Starterfeld präsentieren kann. Die Allradler in der ORM werden angeführt vom Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager, der so wie in den letzten Jahren auch heuer wieder die Chance hat, sich bereits hier zum Champion zu küren. In den letzten drei Jahren ist die Meisterrechnung des Oberösterreichers jedes Mal aufgegangen.

Um die relativ hohe Wahrscheinlichkeit eines Baumschlagerschen Deja-vus zu verdeutlichen: Selbst im Annahmefall, der in der Meisterschaft hinter ihm liegende Michael Böhm würde heuer mit seinem zweiradgetriebenen Suzuki alle noch ausstehenden drei Rallyes gewinnen, würde dem bislang dreifachen Weiz-Sieger Baumschlager diesmal bereits ein zweiter Platz genügen, um seinen 13. Staatsmeistertitel zu fixieren. Baumschlager sieht es pragmatisch: "Auf die Meisterschaft schau ich gar nicht mehr, weil wenn immer wer von den Spitzenpiloten fehlt, läuft das irgendwie so nebenbei her. Ich habe Sponsoren, die ich zufriedenstellen will, und Fans, die den Rallyesport leben, denen ich auch etwas bieten will. Deshalb versuche ich, jede Rallye, die ich fahre zu gewinnen. Das ist auch bei meinem vierten Start in Weiz so."

Die Konkurrenz um einen Spitzenplatz freilich ist diesmal hart. So findet sich zur allgemeinen Freude und zur Aufwertung des Rallyesports in Österreich auch Hermann Neubauer auf der Nennliste. Mit seinem Ford Fiesta S2000 hat der Salzburger noch eine bittere Rechnung aus dem Vorjahr mit dem Lauf in der Oststeiermark offen. Damals kostete ihn ein verheerendes Unwetter auf der vorletzten Sonderprüfung den Sieg, als er wegen Aquaplanings ins Out und in einen Baum rutschte. Als Comeback in die Meisterschaft sieht Neubauer, der sich heuer aus dieser zurückgezogen hatte, seinen Start nicht. "Ich fahre bei der ERC-Barum-Rallye Ende August in Zlín und habe eine Möglichkeit gesucht, vorher noch dafür zu testen. Da eignet sich die tolle Weiz-Rallye perfekt. Ich schaue da überhaupt nicht auf das Resultat. Wichtig ist einzig und allein, dass wir für das Auto die beste Abstimmung hinsichtlich meiner nächsten Aufgabe finden."

Wie Raimund Baumschlager bringt auch der deutsche Jungstar Fabian Kreim einen Škoda Fabia R5 an den Start. Mit diesem feierte er im Juni einen Sieg bei der Rallye Stemweder Berg in Nordrhein-Westfalen und gewann auch die Niedersachsen-Rallye im Juli, die ebenfalls zur deutschen Meisterschaft zählt. Für Aufsehen sorgte Kreim schon zum Saisonauftakt in unserem Nachbarland, als er bei seiner Allradpremiere gleich die Saarland-Pfalz-Rallye gewinnen konnte. Bei der schweren heimischen Rebenland-Rallye fuhr er auf Anhieb auf Platz drei.

Ein hochinteressanter Gast kommt aus Finnland. Teemu Suninen gilt zwar als Schotterspezialist, aber mit seinem Škoda Fabia S2000 ist er sicherlich auch auf dem Weizer Asphalt für eine tolle Vorstellung gut. Das neue WM-Team von Toyota hat sich bereits die Dienste des 21jährigen Skandinaviers für 2016 gesichert. Einen weiteren Škoda Fabia S2000 präsentiert der Russe Dmitry Biryukov.

Berechtigte Chancen auf eine Top-Platzierung darf sich aber auch der Steirer Gunthart Puchleitner im Mitsubishi Lancer Evo IX machen. 2013 holte er in Weiz einen höchst respektablen achten Gesamtrang. Robert Zitta, Franz Kohlhofer (beide Subaru Impreza), Peter Ölsinger (Mitsubishi Lancer Evo X), Norbert Liebert, Reinhold Neulinger sowie der Slowene Aljosa Novak (alle Mitsubishi Evo IX) und der schnelle Deutsche Maximilian Koch komplettieren die attraktive Riege der Allradpiloten. In der RC 13 (hier kommen Serienfahrzeuge M1 zum Einsatz) gibt Reini Sampl wieder mächtig Gas. Der querschnittsgelähmte Ex-Skifahrer aus Salzburg lenkt in Weiz einen Audi TTS quattro.

Den zweiten Teil der Weiz-Vorschau zu den Themen 2WD- und Junioren-Meisterschaft sowie OSK-Rallyepokale finden Sie hier.

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Ilka Minor-Interview Ilka Minor-Interview Vorschau – Teil 2 Vorschau – Teil 2

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