RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Liezen-Rallye

Sturm aufs Podest der Div. P2

Eine perfekte Rallye erlebten Horst Stürmer und Rene Zauner beim siebenten Saisonlauf der Rallye-ÖM in Liezen: Platz 3 in der Div. P2.

Foto: Günter Niedermann, www.motorpics.at

Waren sie auf den trockenen Prüfungen des Freitags zumeist noch unterlegen, so zeigten sie am verregneten Samstag ihr Potential auf: Mit vergleichsweise wenig Power, aber Vierradantrieb, sorgten sie für teils erstaunlich schnelle Zeiten und klassische Drifteinlagen. Ein dritter Platz in der Division P2 sowie ein 17. Gesamtrang rundeten die hervorragende Stimmung ab.

Die Lavanttal-Rallye mussten Horst Stürmer und Rene Zauner trotz der festen Absicht, an den Start zu gehen, bedauerlicherweise absagen, doch nun hat sich wieder einmal eine passende Gelegenheit ergeben. Auch, um den Zusehern ein standesgemäßes Amüsement zu bieten. Die Liezen-Rallye hat gerufen, und Horst Stürmer ist gekommen – erst einmal, um zu sehen, was sich ergibt, und um Spaß zu haben, aber im Lauf der Samstagsetappe sollte sich schnell herausstellen, dass man durchaus mit dem Gedanken eines Podestrangs in der Division P2 spielen konnte.

Davon war man am Freitag noch ein bisschen entfernt, mit Ausnahme der letzten Prüfung – SP 5, Rundkurs Weißenbach bei Liezen. Vom fünften und letzten Platz in der Kategorie drangen Horst Stürmer und Rene Zauner auf den vierten vor, und das noch dazu nur knapp (3,3 Sekunden) hinter dem Mitsubishi Lancer Evo III, der von Peter Brandstätter gelenkt wurde. Am Samstag sollten noch einige anspruchsvolle Sonderprüfungen auf dem Programm stehen, nämlich der Rundkurs Treglwang und die Prüfung Bärndorf, so wie auch – einmal mehr – der Rundkurs Weißenbach. Was den Oberösterreichern mit dem wohl mit Abstand schwächsten Wagen in der Division P2 noch zugute kam: Ein lange anhaltender und daher ausgesprochen ergiebiger Regen.

Fazit: Stürmer und Zauner stürmten gleich einmal auf der ersten Prüfung des zweiten Tages auf den zweiten Platz unter den P2-Fahrzeugen. Dieser Zwischenrang ließ sich aber nicht länger als bis zur achten Prüfung halten, dafür war der zwischenzeitlich durch Probleme zurückgefallene Martin Kalteis mit seinem Mitsubishi Lancer Evo VII einfach viel zu stark. Der dritte P2-Rang war der zweiten Audi-Fraktion im Felde – neben dem Team des beeindruckenden Reini Sampl – jedoch nicht mehr zu nehmen.

Alles in Allem einmal mehr eine ausgesprochen gelungene Rallye von Horst Stürmer und Rene Zauner, die nebenbei auch wieder herzerfrischende Drifts auf den Asphalt bzw. teilweise auch Schotter zauberten. Bemerkenswert auch, dass sie es auf den 17. Platz in der Gesamtwertung schaffen konnten und ihnen zweimal eine 14. Zeit unter allen verbliebenen Fahrzeugen gelang.

Etwas schade fanden es Stürmer und Zauner lediglich, dass sie die Prüfung Oppenberg - Aigen/Ennstal nicht im Wettbewerbstempo befahren durften, da diese eine sehr anspruchsvolle und perfekte SP gewesen wäre. In jedem Fall finden sie ausschließlich lobende Worte für die einwandfrei gute Organisation der Liezen-Rallye, die aus Fahrersicht perfekte Sonderprüfungen beinhaltet hat. Lob verdienen auch die Mechaniker Patrick und Harald, die einen super Job ausgeführt haben: Es gab während der gesamten Rallye keine technischen Probleme.

Groß ist mit Sicherheit die Vorfreude der Fans auf den nächsten Einsatz von Horst Stürmer, der jedoch auf sich warten lässt: Geplant ist nach dem Aus für die Jänner-Rallye erst die Lavanttal-Rallye 2016. Man kann jedoch davon ausgehen: Das Warten wird sich lohnen.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Liezen-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup

Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup

Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung. In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.