RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Lavanttal-Rallye

Relativ klare Fronten an der Spitze

Nach acht von insgesamt zwölf Sonderprüfungen führen Hermann Neubauer (ORM), Daniel Wollinger (2WD) und Kris Rosenbeger (Historic) ihre Meisterschaften mit jeweils komfortablem Vorsprung an - Dahinter gibt es spannende Kämpfe ums Podest.

Fotos: Harald Illmer

Das Wetter meint es gut mit der diesjährigen Lavanttal-Rallye. Bei strahlendem Sonnenschein gingen die Piloten heute Früh in den zweiten Renntag des zweiten Staatsmeisterschaftslaufs der Saison.

Nach bisher acht gefahrenen Sonderprüfungen zeigt sich, dass Staatsmeister Hermann Neubauer im Ford Fiesta WRC die Kontrolle über die Konkurrenz übernommen hat. Der Salzburger liegt relativ komfortabel mit einer halben Minute Vorsprung auf seinen Markenkollegen Gerwald Grössing in Führung. Grössing selber hat freilich kein so ruhiges Leben. Er hat die beiden Skoda R5 von Raimund Baumschlager bzw. Andreas Aigner im Nacken sitzen. Und spürt schon deren Atem. Baumschlager hat nur fünf Sekunden, Aigner nur zwölf Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten.

Pech hatte Niki Mayr-Melnhof. Für den schnellen Steirer und seinen Ford Fiesta R5 war bereits auf der ersten SP des Tages Schluss, wodurch sich Gerhard Aigner, der mit seinem Ford Fiesta World Rallye Car immer besser zurecht kommt, um einem Platz verbessern konnte und nunmehr Fünfter ist.

Hermann Neubauer: „Ich habe versucht, meinen Vorsprung von gestern auszubauen. Das ist gelungen. Am Nachmittag will ich diesen verwalten. Denn klare Vorgabe ist es, das Auto ins Ziel zu bringen und womöglich voll zu punkten.“

Gerwald Grössing: „Ich schaue nicht auf meine Verfolger, sondern versuche, meinen Fahrstil kontinuierlich zu verbessern. Für den Nachmittag werden wir eine kleine Umstellung am Setup vornehmen.“

Raimund Baumschlager: „Ich fahre derzeit das Tempo, das ich mir zutraue. Das Auto läuft perfekt. Der zweite Platz ist natürlich ein Thema – es kann aber auch der vierte werden.“

Andreas Aigner: „Ich bin in der Früh nur schwer in die Gänge gekommen. Da bin ich ehrlich gesagt schlecht gefahren. Jetzt ist es besser, das wird noch ein aufregender Nachmittag.

Gerhard Aigner: „Ich bin zufrieden, obwohl bei den ersten Prüfungen in der Früh offensichtlich mein rechter Fuß ein bissel zu kurz war.“

Niki Mayr-Melnhof: „Schade, dass es für uns vorbei ist. Schon gestern hatten wir Pech, als die Servolenkung ausgefallen ist. Heute dann der Ausritt, bei dem wie uns leider ein Rad ausgerissen haben. Was positiv ist, dass wir, solange alles in Ordnung war, vom Speed her mit der Spitze wirklich mithalten konnten. Dafür, dass ich hier in Wolfsberg zum ersten Mal gefahren bin, war’s gar nicht so schlecht. Dafür hätten wir uns ein besseres Ende verdient.“

In der 2WD-Wertung liegt der Steirer Daniel Wollinger weiterhin klar in Führung. „Den Grundstein für einen Erfolg haben wir gestern mit einem perfekten Auftritt gelegt. Heute versuche ich nur, ins Ziel zu kommen. Aber Vorsicht ist trotzdem angebracht. Ein Reifenschaden, und der Vorsprung ist dahin.“ Wollingers Verfolger, der Oberösterreicher Julian Wagner (Opel Adam R2) und Michael Kogler (Citroen DS3,) haben rund eine Minute Rückstand. Im Kampf um Platz zwei trennen die beiden jedoch nur fünf Sekunden

Auch in der Historic Staatsmeisterschaft gibt es mit Kris Rosenberger (Porsche 911) einen klar Führenden. Der Wahl-Steirer liegt 1,20 Minuten vor dem echten Steirer Gert Göbernorfer (Opel Ascona) und über zwei Minuten vor Willi Rabl (Porsche 911).

Am Nachmittag stehen noch vier Sonderprüfungen auf dem Programm.

Lavanttal-Rallye 2017, Zwischenstand nach 8 von 12 SP:
1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta WRC 1:07:52,3 Std
2. Gerwald Grössing/Elke Aigner A/A Ford Fiesta WRC +31,2 Sek
3. Raimund Baumschlager/P. Winklhofer A/A Skoda Fabia R5 +36,8 Sek
4. Andreas Aigner/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +43,3 Sek
5. Gerhard Aigner/Marco Hübler A/A Ford Fiesta WRC +3:51,7 Min
6. Krisztian Hideg/Istvan Kerek K/K Mitsubishi Evo IX +4:13,2 Min
7. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Evo X +4:26,7 Min
8. Daniel Wollinger/Patrick Forstner A/A Renault Clio R3 +5:40,5 Min
9. Günther Lichtenegger/Christian Fritzl A/A Hyundai i20 R5 +5:50,1 Min
10. Julian Wagner/A. Katharina Stein A/A Opel Adam R2 +6:38,1 Min

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Rallye Paraguay 2026: Bericht

Pajari schreibt mit Hattrick Geschichte

Sami Pajari holt nach seinem Premierensieg den dritten Triumph in Folge und sorgt damit für einen neuen WRC-Rekord - Hyundai bringt zwei Fahrzeuge aufs Podest

ORM/ARC, OBM Rallye: Nach SP9

Der Titelkampf ist noch immer offen!

Vor den fünf Nachmittagsprüfungen liegt Simon Wagner bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Führung / Hermann Neubauer hat mit seinem derzeitigen zweiten Platz die besten Titelchancen / Michael Lengauer muss hoffen

ARC, OBM Rallye: Bericht Baumschlager

Unerwartetes Podium im Titelshowdown!

Das Saisonfinale der TEC7 ORM bot wie erwartet Spannung und Dramatik bis zum Schluss. Mit einer Podiumsplatzierung hatte Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye allerdings nicht gerechnet.

Patrick Winter im motorline-Talk

Von der Zukunftshoffnung zum „Rallye-Taxler“

Bis 2012 galt Patrick Winter als große Hoffnung des Landes - seit zwei Jahren gibt er die Faszination Rallyesport als Vorausauto-Pilot an interessierte Fans weiter. Für die OBM Rallye sind noch Plätze zu haben…

ARC, OBM Rallye: Vorschau Baumschlager

Baumschlager wieder in ORM und ARC am Start

Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und Thomas Zeltner zünden wieder ihren Skoda Fabia RS Rally2 und starten sowohl in der ORM als auch in der Austrian Rallye Trophy - dort als klare Top-Favoriten.

TEC7 ORM2, OBM Rallye: Bericht

Entscheidung auf letzter SP: Titel an Zellhofer

Das packendste Meisterschaftsfinale seit langer, langer Zeit: was bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye auf die „große" TEC7 ORM-Wertung zutraf, galt auch ganz genau so für die in diesem Jahr zum ersten Mal mit Staatsmeisterschaftsprädikat ausgeschriebene TEC7 ORM2.