RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2018

Ausfallorgie zum Auftakt - es führt Fischerlehner

Mit einer turbulenten Sonderprüfung startete die Jännerrallye - zahlreiche Überschläge und Ausfälle bei irrsinnig glatten Verhältnissen...

Foto: Daniel Fessl

Pünktlich laut Zeitplan fuhr heute um 7.05 Uhr das erste Fahrzeug aus dem Service in Freistadt und somit ins Abenteuer Jännerrallye 2018. Um 7.56 Uhr stand die erste Sonderprüfung in Pierbach auf dem Programm und diese hatte es gleich in sich.

Denn zahlreichen Piloten wurden die extrem eisigen Verhältnisse auf dem knapp 20 Kilometer langen Teilstück zum Verhängnis. So zerstörte sich Gerald Rigler den Kühler seines Ford Fiesta R5, so fabrizierte Walter Mayer mit dem Peugeot 208 R5 einen Überschlag genau an derselben Stelle, an der kurz zuvor Hans-Peter Haid seinen Hyundai i30 R5 aufs Dach legte.

Und das zu einem Zeitpunkt, als auch Titelkandidat Gerwald Grössing schon aus dem Rennen war. „Wir sind ausgerutscht und haben uns die Felge am Mitsubishi gebrochen“, erklärte Copilot Sigi Schwarz den frühen Ausfall.

Erwischt hat es auf der turbulenten SP 1 auch Jännerrallye-Organisator Robert Zitta. Er musste seinen Subaru WRX nach einem Brand des Differenzials und dadurch entstandenem Getriebeschaden abstellen. Zitta möchte aber morgen wieder starten.

Mit einem Ausritt in den Graben sah sich auf SP 2 in Liebenau auch Julian Wagner konfrontiert. Der 2-WD-Staatsmeister, der in Freistadt in einem Subaru-Allradler sitzt, gab anschließend mit technischem Defekt (nur noch Heckantrieb) auf.

Nach mittlerweile drei absolvierten Prüfungen führt zur Freude der ungemein hohen Zuschauerzahl Lokalmatador Martin Fischerlehner (Ford Fiesta R5) vor Simon Wagner im 24 Jahre alten, aber völlig neu aufgebauten Mazda 323 und Niki Mayr-Melnhof (Ford Fiesta R5), der nach anfänglichen Problemen immer besser ins Fahren kam.

Martin Fischerlehner: „Die SP 1n in Pierbach hat sich wieder als Klassiker gezeigt mit extrem schwierigen Bedingungen. Etwa so wie 2013. Wir hatten ebenso einen Dreher und verloren 10 Sekunden. Sonst läuft alles gut, ich bin zuversichtlich.“

Simon Wagner: „Es ist einfach geil, diese Jännerrallye zu fahren. Ich bin froh, dass sie wieder im Kalender steht. Das viele Eis liebe ich. Es hat richtig Spaß gemacht. Bis jetzt ist es sehr gut gelaufen. Es kann nur mehr schlechter werden.“

Niki Mayr-Melnhof: „Auf SP 1 hatten wir vorne falsche Reifen ohne Spikes. Dadurch sind wir immer wieder rausgerutscht. Auf den Prüfungen 2 und 3 ist es dann wesentlich besser gelaufen und wir konnten sukzessive aufholen.“

Pech hatten die Oberösterreicher Johannes Keferböck, Gerhard Aigner und Sebastian Kletzmayr. Sie alle verloren auf SP 3 in St. Oswald wertvolle Zeit.

Johannes Keferböck: „Ich hatte leider einige Hoppalas, bin 40 Sekunden im Schnee gesteckt und habe so die Gesamtführung verspielt.“

Gerhard Aigner: „Ich habe es einfach übertrieben, bin rausgeflogen und im Schnee steckengeblieben. So habe ich eine Minute an Zeit verloren.“

Sebastian Kletzmayr: „Ich bin mit suboptimalen Reifen in die Rallye gegangen. Außerdem hat uns ein Dreher 20 Sekunden gekostet. Dementsprechend werden wir jetzt vieles verändern.“

In der 2-WD-Wertung führt momentan Franz Paireder (Peugeot 206) mit über einer Minute Vorsprung vor Christoph Zellhofer (Suzuku Swift).

Jännerrallye 2018, Zwischenstand nach 3 von 16 Sonderprüfungen:
1. Martin Fischerlehner/Tobias Unterweger A/A Ford Fiesta R5 24:55,3 Min
2. Simon Wagner/Gerald Winter A/A Mazda 323 + 9,3 Sek? 3. Niki Mayr-Melnhof/Leop. Welsersheimb A/A Ford Fiesta R5 +11,8 Sek? 4. Hermann Gaßner/Lena Öttl D/D Mitsubishi Evo X +35,9 Sek? 5. Ernst Haneder/Daniel Foissner A/A Mitsubishi Evo IX +37,4 Sek? 6. Johannes Keferböck/H. Gründlinger A/A Ford Fiesta R5 +1:03,1 Min? 7. Johann Seiberl/Daniel Pirklbauer A/A Mitsubishi Evo VI +1:05,3 Min? 8. Mario Traxl/Christian Höller A/A Mitsubishi Evo V +1:17,8 Min
9. Christian Mitterlehner/Chr. Kastner A/A Audi S2 +1:33,9 Min
10. Gerhard Aigner/Marco Hübler A/A Ford Fiesta R5 +1:34,3 Min?11. Sebastian Kletzmayr/Martin Tomasini A/A Skoda Fabia R5 +1:36,4 Min?12. Markus Stockinger/Johann Rainer A/A Mazda 323 +1:46,0 Min?13. Günther Königseder/Lukas Holzer A/A Lancia Delta +1:55,4 Min?14. Bernhard Stitz/Harald Bachmayer A/A Mitsubishi Evo VI +1:57,4 Min?15. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo IX +2:07,7 Min

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2018

Weitere Artikel:

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.

EHRC/ORM/ARC, Weiz: Fotos Samstag

Weiz: Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom spannenden Samstag bei der Rallye Weiz.

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Zellhofer

Maximale ORM2 & ARCP-Punkte für Zellhofer

Damit übernimmt der Niederösterreicher Führung in der ORM2-Meisterschaft und in der ARCP - Co-Pilotin Anna Maria Seidl und SUZUKI SWIFT ZMX waren bestens unterwegs

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...

Austrian Rallye Legends 2026

Schon jetzt Zusagen aus neun Nationen!

Es sind noch sieben Wochen bis zum offiziellen Nennschluss der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ (24. bis 26. September) - schon jetzt gibt es Zusagen von Teams aus neun Nationen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...