RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2019

Kalteis: Durchhalten hieß die Devise

Eine niedrige Startnummer, Elektronikprobleme und allzu nahe Schneewände machten Martin Kalteis das Leben beim ÖRM-Auftakt schwer.

Fotos: Daniel Fessl

Mit viel Engagement trat das Team Rallye ABST bei der heurigen Jännerrallye an. Erstes Staunen verursachte bereits das Studieren der Nennliste, auf der das Duo Martin Kalteis und Markus Zemanek mit Nummer 4 gelistet war. Somit schien sich unerwarteterweise der Prioritätsfahrerstatus aus dem Jahr 2018, der mit der Jännerrallye 2019 erlosch, noch auszuwirken, doch gerade diese niedrige Startnummer musste bei winterlichen Bedingungen nicht unbedingt ein Vorteil sein, wie sich später herausstellen würde.

Bereits die Besichtigung gestaltetet sich angesichts der winterlichen Bedingungen etwas schwierig, musste man doch zeitweise Steigungen im Retourgang befahren, um diese zu bewältigen. Wie krass sich die niedrige Startnummer auswirken würde, zeigte sich bereits auf der ersten Sonderprüfung: Fast 30 Sekunden Rückstand auf Mitsubishi-Piloten zu verlieren, die etwas später über die eisigen Strecken fuhren, sprach eine deutliche Sprache, wenngleich das Rallye-ABST-Duo fast idente Zeiten mit dem direkt hinter ihnen gestarteten Hermann Gaßner vorweisen konnte.

Zu alldem kam dann ab der dritten Sonderprüfung noch ein Elektronikproblem mit dem Mitteldifferential hinzu, das sich kaum lokalisieren ließ. Da das Rallyeauto somit nur noch wenig Vertrauen vermittelte, wurde die Fahrt auch prompt von einigen Umstrukturierungen der Schneewände am Straßenrand eingebremst, konnte aber mit etwas Zeitverlust fortgesetzt werden. So beendeten Martin Kalteis und Markus Zemanek den ersten Tag auf dem wenig zufriedenstellenden 16. Gesamtdrang und damit außerhalb der ÖM-Punkteränge.

Im Abendservice hoffte man, den Fehler gefunden zu haben, und tauschte zwei Pins am Stecker des Mitteldifferentialsteuergeräts. In der Hoffnung, am Samstag mit nun funktionierender Technik einige Plätze gutmachen zu können, ging es nun in die Nachtruhe. Am nächsten Morgen sollte diese Hoffnung jedoch nicht lange währen. Bereits auf der Verbindungsetappe zur ersten Samstagsprüfung quittierte die Elektronik abermals den Dienst ohne irgendeinen Fehlerhinweis. So blieb nichts anderes übrig als Schadensbegrenzung zu betreiben und die Rallye bestmöglich zu beenden.

Dass sich eine Zielankunft als kein einfaches Unterfangen erwies, zeigte sich angesichts der vielen Ausfälle am Samstag. Das Durchhaltevermögen der beiden Mitsubishi-Piloten zahlte sich schlussendlich aus. Zwar blieb man leider hinter den Erwartungen, konnte aber immerhin zwei ÖM-Punkte mit nach Hause nehmen. Besser laufen sollte es dann wieder beim nächsten Meisterschaftslauf, der Rebenland-Rallye, die bereits Mitte März stattfindet.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2019

- special features -

Weitere Artikel:

Roman Mühlberger im Exklusiv-Interview

Herbstrallye 2027 ORM? „Könnte möglich sein…“

Herbstrallye-Veranstalter Roman Mühlberger spricht über den großen Nennerfolg seiner Rallye und lässt aufhorchen: Ein Lauf zur TEC7 ORM 2027 wird nicht (mehr) ausgeschlossen…

ARC, Herbstrallye: Vorschau Baumschlager

Wie in alten Zeiten...

Das Saisonfinale der Austrian Rallye Challenge lockt mit einem Rekordstarterfeld von 119 Teams in den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Bei Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager werden dabei Erinnerungen an die legendäre Semperit-Rallye wach.

Raimund Baumschlager gewinnt eine bis zur letzten Sonderprüfung höchst spannende Herbstrallye 2026 vor dem Tschechen Jan Cerny und Christoph Zellhofer. Gerolf Schuller ist ARC-Clubmeister 2026.

ARC, Herbstrallye: Vor dem Start

Die Herbstrallye 2026 startet durch!

Die Vorfreude ist überall zu spüren - im Raum Waidhofen an der Thaya und Dobersberg steigt an diesem Wochenende (23. & 24. Oktober) der große Rallye-Saisonabschluss mit dem Grande Finale der Austrian Rallye Challenge.

ARC, Herbstrallye 2026: Nennliste

Sensationelle Nennliste! 119 Teams!

Sensationelles Nennergebnis für die Herbstrallye 2026 (23. & 24. Oktober): Satte 119 Teams haben ihr Kommen angekündigt. Die Veranstalter sind ob des hohen Zuspruchs überwältigt…