RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ÖRM: "Rallye W4"

Im Notprogramm durchs Waldviertel

Viktoria Hojas erlebte beim Saisonfinale im Waldviertel eine wahrlich „charakterbildende“ Rallye.

Fotos: Daniel Fessl & Martin Müllauer/Weitsicht.cc

Die Rallye W4 war sicherlich eines der Highlights im heurigen Rallye-Kalender. Auch die Waidhofenerin Viktoria Hojas reiste voller Vorfreude zum Saisonfinale der Rallye-Staatsmeisterschaft – der einzigen Schotter-Rallye im Kalender der ORM. Doch schon kurz vor der Rallye gab es erste Troubles: „Ich wollte die W4 eigentlich mit Lisa Brunthaler an meiner Seite bestreiten. Doch daraus wurde nichts, da mir Lisa aus familiären Gründen absagen musste“, erklärt Hojas.

Doch mit dem Deutschen Daniel Kühn war schnell Ersatz gefunden. Hojas gab ihren Opel Corsa OPC von Beginn an die Sporen, vielversprechende Zeiten am Beginn der Rallye waren das Ergebnis. Doch Freude wollte nicht so recht aufkommen, da sich ein Defekt am Auto bemerkbar machte, der das Team noch auf die Probe stellen sollte. „Bei hohen Drehzahlen ließ die Leistung plötzlich nach. Anstatt rund 180 km/h Topspeed waren nur noch 140 km/h möglich“, beschreibt die Rallyepilotin das Malheur. Trotz dieses massiven Handicaps beendete man den ersten Tag auf dem 30. Gesamtrang.

Am Samstagmorgen verschlimmerten sich die Leistungseinbußen. „Das Auto schaltete in das Notprogramm um den Motor zu schonen. Wir hatten da denke ich gefühlt 50 PS, anstatt der üblichen 220. Bei manchen Steigungen hatte ich Angst, dass ich nicht mehr raufkomme“, schildert Hojas ihr Martyrium. Man machte das einzig mögliche und hielt mehrmals an, um das Auto neu zu starten und so zu „resetten“, doch dies half nur wenige und kostete viele Minuten.

Die Mechanikercrew gab in den zeitlich begrenzten Service-Aufenthalten alles, um den Corsa wieder zur alten Stärke zurück zu helfen, doch die Suche nach dem Fehler gestaltete sich wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. „Die Jungs haben wirklich alles gemacht, was irgendwie möglich war. Von der Prüfung der Elektronik bis zum Tausch der Lambdasonde.“

Im Mittagsservice wurde der Fehler gefunden und schnell behoben. Das Wastegate-Ventil, welches den Turbolader ansteuert, versagte seinen Dienst. Man startete hoch motiviert in den finalen Nachmittag und setzte einige gute Zeiten. Bis zur Sonderprüfung elf, dem Rundkurs Manhartsberg.

„Ich bin wohl etwas übermotiviert in eine schnelle Kurvenkombination gefahren. In einer schnellen Linkskurve brach das Heck aus. Ich konnte den Corsa wieder einfangen, war aber neben der Linie, ein Stück im Straßengraben, wo ein Baumstumpf herausragte“, schildert sie die Situation. 500 Meter weiter war die Fahrt wegen einer gebrochenen Radaufhängung zu Ende. „Das hatte ich mir sicherlich anders vorgestellt, aber so ist das halt im Rallyesport. Manchmal verliert man und manchmal wird man Zweiter“, resümiert Hojas den Ausfall.

News aus anderen Motorline-Channels:

ÖRM: "Rallye W4"

Weitere Artikel:

ARC, Vipavska Dolina: Vorschau

Die heiß geliebte Rally Vipavska Dolina!

13 Teams der Austrian Rallye Challenge reisen diese Woche in die slowenische Stadt Ajdovscina, wo mit der Rally Vipavska Dolina die dritte Rallye der ARC steigen wird. Die einzige Auslands-Rallye wird von den erwähnten Teams heiß geliebt - daher hat sie auch heuer ihren wohl verdienten Platz im neun Rallyes umfassenden ARC-Kalender.

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

Nächster WRC-Einstieg

RMC-Team baut Rallye-Auto für 2027

Die WRC bekommt weiteren Zuwachs: RMC Motorsport plant ein eigenes Auto für die Topklasse ab 2027 - mit Unterstützung aus Spanien

Zur Saisonhalbzeit werfen wir einen Blick auf die Tabellen der TEC7 ORM. Einen knappen Kampf gibt es nur noch in der TEC7 ORM2…

WRC Kanaren Rallye am Wochenende

Warum sich Sordo auf sein WRC-Comeback freut

Dani Sordo kehrt am Wochenende anlässlich der Kanaren-Rallye ins Hyundai-Werksteam zurück - Den Wettbewerb hat der Spanier nicht vermisst, aber ...