RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Jännerrallye 2020

Unumgänglicher Reifenpoker

Die Sonderprüfungen präsentieren sich in tückischen Verhältnissen, von Samstag auf Sonntag ist zudem ein Wintereinbruch angekündigt.

Foto: Daniel Fessl

Von Ruhe können die Organisatoren der Internationalen "LKW, FRIENDS on the road" Jännerrallye momentan nur träumen. Während Otto Normalverbraucher am vorgestrigen Silvestertag möglicherweise ein Mittagsschläfchen einlegte, um den Jahreswechsel in der Nacht so lange wie möglich mitzuerleben, gönnte sich Georg Höfer diese Art der vorsorglichen Entspannung nicht. Ganz im Gegenteil, der seit Kindheit rallye-infizierte Mühlviertler, der seit heuer dem Organisationsteam des mittlerweile 35-jährigen Traditionslaufs angehört, fuhr sämtliche Wertungsprüfungen rund um Freistadt ab, um erste Einblicke auf die „Pistenverhältnisse“ zu präsentieren. Die Drohnenaufnahmen Höfers sind auf der Homepage www.jaennerrallye.at zumindest visuell zu sehen. Tatsächlichen Aufschluss über die Tücken der Strecken geben sie freilich nicht.

„Es ist zum Teil wirklich brutal eisig. Auf die Piloten warten irrsinnig schwierige Aufgaben. Das kann man auf den Bildern gar nicht so widergeben“, berichtet Höfer und warnt weiter. „In Liebenau und Unterweißenbach gibt es zum Beispiel zu 70 Prozent Schneefahrbahn. In Pierbach oder Lasberg ist es momentan zu 70 Prozent nass, der Rest ist trocken. Dort, wo es trocken ist, kann man sich jedoch auch nie sicher sein. Hinter jeder Ecke droht eine der unzähligen tückischen Eisplatten.“ Auf gut Deutsch heißt Georg Höfers Resümee: „Ohne Spikes wird es nicht gehen. Ein Reifenpoker ist, so wie es ausschaut, unumgänglich.“

Zumal die Wetterprognosen in der Nacht von Samstag auf Sonntag auch noch den allseits erhofften Schneefall ankündigen. Und sich damit der zweite Renntag der Jännerrallye 2020 gravierend von der „Eislauf-Show“ des Samstags unterscheiden könnte.

Die 35. Jännerrallye startet am Freitag (02. Jänner) mit dem offiziellen Shakedown in Oberrauchenödt, wo die Teams noch die Möglichkeit haben, letzte Feinabstimmungen an ihren Boliden vorzunehmen. Am Abend werden die Fans mit dem Zeremonienstart in der Messehalle von Freistadt auf den ersten Staatsmeisterschaftslauf des noch so jungen Jahres 2020 eingestimmt. Am Samstag gibt es dann ab 8 Uhr in Pierbach das erste von insgesamt 14 Kapiteln mit dem wohl zu Recht imaginären Titel „Fire on Ice“!

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Jännerrallye 2020

Weitere Artikel:

ERC Skandinavien: Bericht BRR

BRR-Youngsters überzeugen in Skandinavien

Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger sorgten bei der ERC Royal Rally of Scandinavia mit ihren Leistungen für viel Freude bei BRR-Teamchef Raimund Baumschlager.

CZ, Cesky Krumlov: Bericht Wagner

Wertvolle Erkenntnisse trotz verpasstem Podium

Mit dem vierten Platz bei der Rallye ?eský Krumlov beenden Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 ein schwieriges Wochenende in Tschechien.

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Nothdurfter

Löwen-Anteil am Spaß

Am zweiten Mai-Wochenende gönnte sich Alfons Nothdurfter einen weiteren vergnüglichen Rallye-Ausflug, der ihn nach Slowenien führte....

AARC, Vipavska Dolina: Bericht

Ungarische Festspiele in Slowenien!

24 Teams von AARC & AART waren angesagt, doch leider mussten der AARC-Vorjahrsieger Niki Schelle und auch die Italiener Cepek/Colja aus gesundheitlichen Gründen ihren Start absagen

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Friedl

„On the roads again in Slovenia"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei ihrer zweiten Rallye mit dem Ford Fiesta Proto erstmals das Ziel erreichen und den Bewerb richtig genießen.

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.